Nachtbus und Bogotá
Zunächst ging es mit dem Nachtbus wieder von San Gil nach Bogotá. Der war natürlich erstmal zwei Stunden zu spät, super! Schlafen war wieder nicht, eher ausruhen und morgens musste ich dann direkt zum Krankenhaus zu einem Kontrolltermin für den Daumen.
Dort kam ich gut eine Stunde zu spät an, wegen der Verspätung des Busses. Den Termin konnte ich trotzdem wahrnehmen. Kurzgefasst, alles gut so weit und ich soll in zwei bis drei Wochen nochmal ein Röntgenbild machen lassen. Der Arzt konnte mir einen Kollegen in Quito nennen, den er kennt, da muss ich noch einen Termin machen, fällt mir gerade ein….
Ich habe dann noch versucht eine Stack-Schiene in meiner Größe zu finden und habe, nachdem ich bei 15 Läden gefragt habe, aufgegeben und bin zum Hostel gefahren. Die wollten mich aber nicht sofort ins Zimmer lassen, also bin ich erstmal nochmal los und habe weiter gesucht, leider wieder ohne Erfolg.
Ich habe dann Bradon, dem Eigentümer des Motorradverleihs, geschrieben und seine Frau war so nett für mich rum zu telefonieren, um eine Schiene zu finden. Das hat sie dann auch tatsächlich und ein Mitarbeiter von ihnen hat sie auf dem Weg abgeholt.
Abends bin ich dann mit Brandon und ein paar anderen ein oder auch mehr Bier trinken gegangen. Wirklich nette Leute muss man sagen. Sie hätte mir in dieser Situation nicht helfen müssen und haben es trotzdem getan, es gibt doch gute Menschen auf dieser Welt!
Zum nächsten Tag gibt es nicht viel zu erzählen, außer dass ich einen langen Spaziergang unternommen habe und ein wirklich gutes Abendessen in einem Restaurant hatte und sehr früh ins Bett gegangen bin. Am nächsten Morgen musste ich nämlich vor 4 Uhr aufstehen, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen.
Die Reise nach Galápagos (Ecuador)
In Bogotá hat alles erstmal gut geklappt. Ich war auch nur leicht müde, da ich aufgrund meines frühen zu Bett Gehens doch etwas mehr als 6 Stunden geschlafen hatte.
Mein Flug hatte eine Verbindung über Guayaquil und wir hatten eine Stunde Verspätung, weil es kurz vorm Start einen Notfall an Bord gab. Ich musste mich also beeilen, um meinen Anschlussflug zu bekommen. Als ich am Gepäckband vorbeikam, dachte ich mir noch, „muss ich das wohl rausholen? Nä sind beides Avianca Flüge, in Bogotá haben sie nichts gesagt und auf dem Gepäckband steht auch GPS (Kürzel für den Baltra Flughafen auf Galápagos)“. Diese Fehleinschätzung würde sich kurz später rächen.
Am Gate angekommen hatte ich dann doch noch etwas Zeit und was für mich ungewöhnlich ist, ich stand als erster beim Bording, weil in Gruppen aufgerufen wurde. Das hat mir im Rückblick den Arsch gerettet.
Auf der Bridge wollten sie uns noch nicht reinlassen und nach einigen Minuten sagte die Mitarbeiterin zu mir ich sollte zum Schalter am Gate zurück, denn irgendetwas mit meinem Gepäck würde nicht stimmen. Dort sagte man mir dann, dass ich mein Gepäck hätte holen und neu einchecken müssen. Ich hätte 20 Minuten Zeit, um das zu tun!
Ich bin also losgesprintet zurück durch den gesamten, zum Glück kleinen, Flughafen. Erstmal eine Mitarbeiterin fragen, wie ich da überhaupt wieder reinkomme. Sie hat mich in die Gepäckabfertigung gelassen, danach musste das Ding durch einen Scanner und ich durfte die Treppen hoch sprinten mit dem gesamten Gepäck, weil die Rolltreppen voll waren.
Problem! Die Checkinschalter sind zu! Der Mitarbeiter verwies mich zu einem Avivanca Stand. Die nette Frau hat dann kurz telefoniert und mir mit den zügigen Aktionen danach den Arsch gerettet. Ich musste erneut durch die Sicherheit und bin dann mit offenen Schuhen, weil ich die natürlich wieder ausziehen durfte, zum Gate gesprintet.
Geschafft! Gerade so rechtzeitig bin ich im Flieger angekommen, sie haben mein Aufgabegepäck noch schnell im Flugzeug verstaut und als Entschädigung hab ich ein Glas Wasser bekommen! Top!
So etwas habe ich echt noch nie erlebt! Ein Ticket, eine Buchung, da muss man doch sein Gepäck nicht erneut einchecken! Da werde ich mich bei Avianca nochmal Beschweren!
Nun ja, der Rest der Reise ist dann entspannt verlaufen und Nachmittags bin ich in dem Airbnb angekommen, in dem Remy schon auf mich gewartet hat, endlich ist es so weit! Galápagos Baby!!!
Etwas später kam dann Chloe an, eine Britin die Remy im Flieger kennengelernt hat. Sie teilt das Airbnb mit uns und geht auch mit uns Tauchen. Wir sind dann erstmal zum Anleger, wo man tatsächlich zahlreiche Babyhaie und verschiedene Rochen im Wasser beobachten kann. Schon wirklich verrückt!
Abends dann noch schnell die Ausrüstung anprobieren, was essen und dann ins Bett denn Morgen:
Let the Diving begin (24.11)
Aufstehen um 6 Uhr, denn um 5 vor 7 müssen wir an der Base sein. Vorher aber erstmal ein paar Eier braten, denn jeder weiß: Ohne Mampf, kein Kampf!
Erstmal werden wir über die gesamte Insel gefahren, denn das Boot und die Spots sind auf der anderen Seite. Dabei steigt die Vorfreude immer weiter! Dort ankommen erstmal einen Kaffee ziehen, für günstige 2$, man ist schon verwöhnt von den Preisen in Kolumbien! Und ja, die nutzen hier tatsächlich den US-Dollar. Deren Währung ist den Bach heruntergegangen und dann haben die den einfach eingeführt. Ist für mich sogar das erste Mal, dass ich mit physischen USD bezahle!
Kurze Zeit später ging es dann ab aufs Boot, Briefing, langsam fertig machen und ca. 40-50 Minuten später ins Wasser. Heute wurde an Gordon Rocks getaucht, ein alter Vulkan, der nach und nach im Meer versunken ist. Die Tauchgänge waren unglaublich gut. Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben, hier mal ein Video. Das ganze werde ich dann wieder zu einem YouTube-Video zusammen schneiden, aber keine Ahnung wann ich dazu komme.
Zusätzlich haben die Guides teilweise wirklich tolle Fotos gemacht, davon möchte ich auch ein paar mit euch teilen.
Die nächsten Tage
Am Dienstag sind wir bei Seymour Mosquera getaucht, tags drauf wieder Gordons Rocks und am Donnerstag ging es nach Daphne. Alles wirklich schöne Tauchgänge, aber den ersten Tag hat leider nichts mehr geschlagen.
Ich habe dann einen Tag gecancelt, da ich drei Tage lang Probleme beim Druckausgleich hatte und dies am Ende auch etwas wehgetan hat. Lieber einmal weniger tauchen als einen dauerhaften Schaden davon zu tragen.
Viel mehr ist die Tage auch nicht passiert, morgens gefrühstückt, dann aufs Boot, Nachmittags chillen und Abends kochen. Einen Nachmittag habe ich die Darwin Research Station besucht, das war ganz interessant.
Es wurde viel Wissen über die hier ansässigen Riesenschildkröten vermittelt und wie sie deren Populationen wieder aufgebaut haben, nachdem sich Jahrhunderte lang Seefahrer, die hier vorbeikamen, an ihnen bedient hatten.
Am Donnerstag (27.11) haben wir uns dann nach den ganzen Tauchgängen mal was gegönnt uns sind fancy essen gegangen. Freitag ist dann nicht wirklich viel passiert, außer das wir bei Darwin+Wolf zum Black Friday shoppen waren. Das ist eine Designermarke hier von den Inseln die mit den Verkäufen Programme zum Schutz von Haien unterstützt. Da kauft man doch gerne mal zwei T-Shirts
Die nächste Insel – Isla Isabela
Am Samstag (29.11) sind wir zunächst zur Tortuga Bay und haben dort den Vormittag verbracht. Ein wirklich schöner Strand und auch eine schöne Wanderung dorthin.
Danach ging es dann nochmal ins Airbnb, Duschen und dann ab zur „Fähre“. Warum das in Anführungszeichen ist? Das sind eher zur Fähre umgebaute Yachten, habe ich so auch noch nicht gesehen. Die Überfahrt dauerte gut zwei Stunden und war auch recht rumpelig, aber seekrank bin ich nicht geworden.
Am nächsten Airbnb angekommen heißt es dann erstmal schnell etwas zu essen fassen. Gut das vor der Tür direkt die Fressmeile ist. Klingt vielleicht sogar etwas zu groß, eher ein Fressmeilchen, denn Puerto Villamil hat nur gut 3000 Einwohner. Es ist schon sehr beschaulich hier. Danach bin ich mit Remy noch ein Bier trinken gegangen und das wars dann auch gewesen für den Tag.
Flamingos gucken und Fahrradtour (30.11)
Erstmal ausschlafen bis 8 Uhr, danach wurde was zum Frühstücken eingekauft und danach kann man in den Tag starten! Am Vormittag stand eine kostenlose (das muss man hier immer dazu sagen, denn oft ist ein Guide für die Wanderungen vorgeschrieben) Wanderung auf dem Programm, bei der man Flamingos beobachten können soll.
Wir sind also losgetapert zum ersten Teich, wo die sich tummeln. Dort angekommen waren alle etwas enttäuscht, denn wirklich viele waren nicht zu sehen und wirklich nah war man auch nicht dran. Auf OSMAND+ sehe ich aber es gibt noch einen weiteren Weg, also hin da.
Es stellte sich dann leider heraus, dass der ein bisschen heruntergekommen war und teilweise von Iguanas blockiert wurde. So weit wie es ging haben wir in jedoch dennoch beschritten.
Man musste dann etwas weiter die Straße hoch und dann konnte man dem Weg weiter folgen. Wirklich spektakulär war das aber auch nicht. Etwas weiter oben gab es dann nochmal einen Tümpel mit ca. 5 Flamingos, alles nix Weltbewegendes, da habe ich in Spanien schon mehr gesehen.
Also erstmal zurück zum Airbnb und ein Menu del Día einverleiben. So gestärkt geht es dann los ein Fahrrad ausleihen und Chloe und ich (Remy blieb zuhause) machten uns auf den Weg zur Wall of Tears. Das ist ein Überbleibsel von einem alten Sträflingslager und auf dem Weg soll es viele schöne Orte und Aussichtspunkte geben.
Zunächst wird man auf der Tour mit einem Wunderbaren langen Strand begrüßt, danach geht es an einem schönen Pozo vorbei und schon muss man sich beim Fahren in Acht nehmen, denn die Iguanas liegen über die ganze Straße verteilt, um sich aufzuwärmen.
Neben schönen Stränden kann man auch noch halb eingestürzte Lavatunneln bewundern und sich die Riesenschildkröten direkt auf dem Weg genauer anschauen. Die Wall of Tears an sich ist dann relativ unspektakulär, spannender sind da die beiden Aussichtspunkte.
Auf dem Rückweg sind wir dann bei El Estrado vorbei und das hat dem ganzen dann die Krone aufgesetzt. Wir hatten Glück, denn es war Ebbe und so könnten wir durch die Mangroven durch bis auf die Lavafelsen vor. Dort konnte man das Leben in den Gezeitenpools beobachten und vor allem den Blaufußtölpeln, Pelikanen und Seelöwen beim Jagen zuschauen.
Da der Beitrag jetzt schon wieder ziemlich lang ist, werde ich den zweiten Teil von Galápagos separat verarbeiten. Sneak peak, es wird ein Vulkan bewandert (drückt die Daumen für gutes Wetter!), es gibt eine Sschnorcheltour, es wird wieder getaucht und vieles mehr. Bis dahin, ihr lieben!








































































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