Cartagena – Santa Marta – Tayrona
Wie schon im letzten Post angekündigt bin ich mit dem Bus von Cartagena nach Santa Marta gefahren. Die Fahrt war recht angenehm, viel Beinfreiheit! Die Zeit im Bus habe ich genutzt, um das YouTube Video zu schneiden. Man muss aber auch immer mal wieder herausschauen, zum einen, weil die Landschaft schön ist und zum anderen damit einem nicht schlecht wird. Die Busfahrer scheinen nämlich zu denken, dass jede Fahrt ein rennen ist und so fahren die dann auch.

In Cartagena am Busterminal haben mich dann Tom und seine Freundin mit dem Auto abgeholt, da die eh mal wieder nach Santa Marta zum Einkaufen mussten. Dort ist es wohl deutlich günstiger als in dem kleinen Dorf hier.
Abends habe ich mit Tom dann noch einen kleinen Spaziergang zu seinem zweiten Hostel gemacht und mich auf die kommenden Tage vorbereite. Also den kleinen Rucksack packen und früh schlafen gehen!
Tayrona Nationalpark – Tag 1
Frühmorgens ging es dann zu Fuß los zum Eingang des Parkes. Unterwegs wurde aber natürlich erstmal noch etwas schnabuliert. Am Eingang angekommen heißt es erstmal auf den Minibus warten der einen die ersten Kilometer in den Park hinein fährt, die 6000 Pesos sind es mir Wert! 😀
Von dort aus musste ich dann allerdings ca. 3,5km laufen bis zu dem Campingplatz wo ich drei Nächte in der Hängematte gebucht hatte. Das war eine schwitzige Angelegenheit kann ich euch sagen! Auf dem Weg dorthin konnte man aber schon mal die Natur bewundern. Es handelt sich um Jungle der Quasi bis an die Küste herangeht und die Strände haben es auch in sich, aber seht selber:
Nachdem ich mich einmal kurz abgeduscht hatte, wurde die Badehose angezogen und ab gings zum nächsten Strand an dem man schwimmen darf. An vielen Stränden hier hat es nämlich ordentlich Strömung und deswegen sind nicht alle zum Baden freigegeben. Abend dann noch was im Restaurant auf dem Campingplatz essen und ab gehts ins Bett. Mal gucken, wie gut ich in der Hängematte schlafe!
Tayrona Nationalpark – Tag 2
Da ich im Park kaum Internet habe, wird die Zeit Morgens beim Frühstück erstmal genutzt, um nach Hause zu telefonieren. Danach Packe ich meinen Daypack und mache mich auf den Weg ans Cabo San Juan. Das soll ein sehr schöner Strand sein, der aber wohl auch ziemlich überlaufen von Instagrammer ist.
So ist es auch der Strand ist wirklich schön mit einem kleinen Aussichtspunkt, aber es sind auch wirklich viele Leute da und alle sind sie die ganze Zeit am Selfies machen. Das ist ja so gar nicht meine Welt. Naja bisschen chillen und dann aber zurück zu dem anderen Strand, der war angenehmer!
Danach fing das Elend dann an. Wie den Abend zuvor auch habe ich im Restaurant zu Abend gegessen und mich dann recht früh fertig gemacht fürs Bett, da ich am nächsten Morgen um 5 Uhr aufstehen wollte, um mir den Sonnenaufgang anzuschauen. Nach dem Zähneputzen will ich in meine Hängematte steigen, wo ich mein Kissen hab drinne liegen lassen. Liegt da der Kram von wem anders drin und mein Kissen ist weg! Was soll der Scheiß?!
Ich habe erstmal kurz umhergeschaut, aber das Kissen war nicht aufzufinden, also bin ich vor zur Rezeption, die wissen auch von nichts. Na super! Eigentlich würde ich mich ja wegen einem Gegenstand nicht so anstellen, aber das war mein Stück Heimat mit dem ichs mir überall gemütlich machen kann. Das hat mich schon sehr getroffen! 🙁
Der Mitarbeiter hat mir dann ein anderes vom Hotel gegeben und ich habe eine andere Hängematte bekommen. Erstmal über den Schock hinwegkommen und versuchen zu schlafen!
Tayrona Nationalpark – Tag 3
Beim Frühstück sitzt der Schock immer noch tief, das Kissen wurde bislang auch nicht gefunden und damit ist die Chance meiner Meinung nach fast null, dass es nochmal wieder auftaucht. Aufstehen, Kopf hoch, weiter gehts!
Heute habe ich eine Wandung vor, die mich fast wieder zurück an den Eingang führt, zu einem Aussichtspunkt der ganz schön sein sollt. Dort angekommen merke ich den Weg gibt es gar nicht mehr. Na gut, dann gehe ich halt hier an den Strand und kühle mich erstmal kurz ab. Hier ist man komplett alleine, was ein Unterschied zum Cabo San Juan!
Nach dem Studieren der OSMand+ Karten fällt mir auf ich kann auch am Strand bis zum Piscinita weiterlaufen, dann spare ich mir den schwitzigen Weg durch den Jungle und vor allem die Höhenmeter. Dicho y Hecho – gesagt, getan! Am Piscinita angekommen erstmal eine kalte Cola gönnen und eine Runde baden gehen.
Wo ich da so sitze, sehe ich immer wieder Leute aus Richtung der Felsen kommen und denke mir dabei, es muss doch möglich sein bis zum Arrecifes am Strand zurückzulaufen. Also mache ich mich nach ca. 2 Studen chillen am Strand auf den Weg. Tatsächlich hat es auch funktioniert. Die einzelnen Strände sind immer von großen Felsen, die ja auch auf den Fotos zu sehen sind, abgetrennt. Diese kann man meistens aber relativ einfach überwinden.
Tayrona Nationalpark – Tag 4
Heute muss ich wieder raus aus dem Park, der macht nämlich morgen für zwei Wochen dicht. In der Zeit reinigen die Ureinwohner den Park auf Spirituelle weise. Das passiert dreimal im Jahr.
Ich habe mir vorgenommen den Park über den anderen Eingang wieder zu verlassen. Das bedeutet 12km Strecke mit ca. 500hm, na schauen wir mal was das für ein schwitzefest wird! Erstmal aufbrechen und am Cabo San Juan ein bisschen chillen und schwimmen. So früh morgens ist hier zum Glück nicht so viel los und man kann das auch ein bisschen genießen!
Gegen 10 Uhr breche ich auf. Erstmal geht es weiter zu Playa Nudista und von dort aus den ersten, wirklich sehr steilen, Anstieg hinauf. Nicht lange und ich bin komplett Nass geschwitzt, aber egal einfach immer weiter gehen!
Nach vier Stunden komme ich an einem kleinen Dorf mit einem Aussichtspunkt an, das nehme ich natürlich mit, auch wenn die sich das bezahlen lassen. Erstmal kurz chillen, den Wind genießen und ein bisschen auslüften!
Eine weitere Stunde später bin ich dann wieder an der Hauptstraße angekommen. Erstmal was essen und ein Bier gönnen, nachdem ich einen Monat komplett darauf verzichtet habe. Es wird nicht das Einzige an diesem Abend bleiben, denn später gehe ich mit Tom noch eine Runde Billard spielen.
Mit ein paar bieren intus wird es nicht einfacher auf Spanisch zu kommunizieren, aber irgendwie klappt es doch ein bisschen, auch wenn die unglaublich laute Musik es nicht einfacher macht.
Die Tage danach
Am nächsten Tag war erstmal Katern angesagt. „Beeing drunk is like borrowing happines from tomorrow“, das stimmt leider immer wieder. Naja am Abend nochmal zu einem Restaurant laufen und was futtern, den Tag über habe ich mich von meinem restlichen Proviant ernärt und im Bett gechillt.
Am nächsten Tag mache ich ein paar Ausflüge mit Tom, es geht nach Palominio und wir baden im Fluss, eine willkommene Abkühlung! Abends gibts dann wieder ein paar zu viele Bierchen, was den nächsten Tag schon wieder zu einem Katertag macht. Jetzt reichts aber auch mal wieder!
Heute beschäftige ich mich mit diesem Beitrag und chille ein bisschen, vor der Reise die Morgen ansteht kann ich das auch gebrauchen. Denn Morgen geht es mit dem Bus erst nach Santa Marta und dann weiter nach Minca. Ein Ort in den Bergen, in dem man super Vögel beobachten können soll und wo es viele Kaffeeplantagen gibt, die man sich angucken kann. Bin mal gespannt! Bis dann!








































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