Kategorie: Beach

  • Tag 97 bis 99 – Paracas und Neujahr in Huacachina

    Tauchen in Suppe (30.12)

    Melvin und ich hatten uns zwei Tauchgänge an den Islas Blancas gebucht. In dem Werbematerial sah es sehr schön aus, gute Sicht, viele Seelöwen beim Tauchen. Die Tour ging früh Morgens um 6:50 los, also hatten wir uns ein kleines Frühstück bestehend aus ein paar Bananen und Instant Kaffee besorgt, da das Hostel das Frühstück so früh noch nicht angeboten hat. Danach dann erstmal eine halbe Stunde Boot fahren. Die Aufregung und Vorfreude stieg an, auch wenn das Wetter nicht so gut war, es war wolkenverhangen. Immerhin haben wir auf dem Weg zum Tauchplatz dann noch Delphine gesehen, das kann ja also nur gut werden!

    Am Spot angekommen, mussten wir unsere Ausrüstung selber fertig machen. Für Melvin und mich ja kein Problem, aber für so touristische Gebiete relativ ungewöhnlich. Nun gut, fertig gemacht und ab eine Rolle rückwärts ins Wasser, dann abtauchen und da dachte ich mir schon, „oha, das kann ja was werden“. Die Sicht war sehr schlecht, sodass ich Angst hatte, dass wir uns schon beim Abtauchen verlieren würden. Das ist zum Glück nicht passiert, aber man musste schon super auf Zack bleiben, dass man nicht verloren geht. Unerfahrene Taucher hätten hier aber besser nicht dabei sein sollen.

    Nun gut, wir haben es ja überlebt, der restliche Tag wurde dann eigentlich nur gechillt. Nach dem Tauchen ist man immer ziemlich fertig. Ein paar Deko-Biere am Stand und danach was Kochen. So kann man auch mal einen Nachmittag verbringen! Wir waren auch früh im Bett, die gut 10h Schlafen haben wir beide mal gebraucht!

    Buggy Tour und Silvester (31.12)

    Zu Silvester hatten wir uns eins Hostel in Huacachina gebucht. Remy und Dado kamen auch dahin. Für den Abend hatte ich eine Buggytour mit Sansboarding zum Sonnenuntergang gebucht. Gegen halb 5 ging es los, die Buggys sahen alle ziemlich selber gebaut aus, aber gut wird schon halten. Viele gibt es dazu auch, es standen locker 100 Stück unten an den Dünen. Da werden schon einige Touris durchgeschleust! Der Kollege Frank hat dann auf jeden Fall richtig losgelegt, Full Send! War wirklich spaßig die Fahrt, auch wenn Melvin dabei seine Cap verloren hat, Schwund ist immer!

    Es wurde dann gestoppt und die Sandboards ausgepackt. Auf denen rutscht man aber leider nur auf dem Bauch herunter, aber da ich kein Snowboard fahren kann, ist das wohl auch besser so. Man kann sich auch Skier leihen, aber die 20€ extra waren es mir nicht wert, der nächste Skiurlaub kommt so sicher wie das Amen in der Kirche!

    Danach sind wir dann noch ein Stück weiter durch die Wüste gebrettert und haben an einem schönen Punkt angehalten, um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Der war wirklich schön, aber leider hat der Guide uns direkt wieder in den Buggy gescheucht, sobald die Sonne weg war und das schönste kommt ja erst danach. Na gut, so hatten wir das Spektakel halt während der Rückfahrt. Danach musste man sich dann erstmal die 3kg Sand aus den Schuhen rausbekommen!

    Nun erstmal Duschen und danach was schnabulieren! Danach sind wir dann zur Party im Viajero Hostel gegangen, da die umsonst war und die in unserem Hostel nicht. Melvin und ich hatte in weiser Voraussicht eine Flasche Pisco samt Mische für Pisco Sauer gekauft. Also erstmal einen rein eumeln und danach ging es wirklich los. Die hatten da live Band und alles, war schon cool! So super lange haben wir es dann aber nicht gepackt, um halb 3 hat es uns gereicht und wir sind ins Bett. Da war es zwar wegen der Party super laut, aber wenn man einen sitzen hat, interessiert einen das ja nicht!

    • Glad I met you guys!

    Der erste Kater des Jahres! (01.01)

    Nachdem wir erstmal bis 12 Uhr gepennt hatten, haben wir uns mit Remy und Dado zum Geburtstagsbrunch getroffen, denn Remy hat am 01.01.01 Geburtstag. Danach ist dann aber nicht mehr viel passiert, ein bisschen am Pool gechillt, was gegessen, diesen Beitrag fertig geschrieben und dann war der Tag auch schon vorbei. Morgen geht es dann nach Ica, vielleicht leihen wir uns Scooter und fahren zum Strand. Ich sag erstmal frohes neues Jahr und bis zum nächsten Mal!

  • Tag 33 bis 41 – Santa Marta und Medellín

    Santa Marta und das leiden geht los

    Eigentlich hatte ich mir extra zwei Nächte in Santa Marta genommen, um die Stadt noch etwas zu erkunden. Nachdem ich Nachmittags also angekommen war, bezog ich erstmal das Bett im Schlafsaal. Danach ging es etwas zu essen Fassen und zum Sonnenuntergang ans Meer.

    • Yummi, erstmal Coco frío gönnen!

    Abends gab es dann noch ein Bierchen an der Bar und ein nettes Gespräch mit einem Franzosen. Dabei merkte ich aber schon, dass es mir nicht so ganz gut ging. Das hat sich dann in der Nacht verstärkt und ich habe sehr schlecht geschlafen. Den nächsten Tag ging es mir auch nicht besonders gut, sodass sich mein Ausflug auf einen Weg in ein Café beschränkt hat, die restliche Zeit habe ich im Bett verbracht.

    Am nächsten Tag stand ja aber nun der Flug nach Medellín an, also erstmal Ibu rein um etwas besser schlafen zu können. Das hat zum Glück auch geholfen und am nächsten Tag war ich deutlich fitter und habe den Flug auch gut überstanden.

    In Medellín wird es schlimmer

    Erstmal mit dem Bus in die Stadt, der Flughafen ist sehr weit außerhalb, und danach mit dem Uber zum Hostel. Am Nachmittag ist noch alles tutti, ich genieße die Gespräche mit den anderen Reisenden, nachdem es an der Küste doch irgendwie einsam war. Als ich auf dem Weg zum Essen bin, geht es dann aber richtig los. Die Nacht war dann der komplette Horror, 9 Stunden im Bett gelegen und ganz 3 Stunden geschlafen.

    Alles klar, heute gibt es nur eine einzige Aufgabe, und zwar zum Arzt gehen. Direkt um die Ecke gab es einen, aber leider erst einen Termin um 11, also etwas Zeit totschlagen. Dabei kommt mir die Überlegung ein Hotelzimmer zu nehmen, denn noch so eine Nacht will ich nicht in einem Schlafsaal verbringen. Naja erstmal wieder zum Arzt und natürlich kann der kein Englisch, also muss ich ihm das auf Spanisch verklickern. Hat auch tatsächlich funktioniert. Morgen muss ich zu einem Labor, eine Urinprobe abgeben und einen Bluttest auf Malaria machen.

    Wieder zurück im Hostel schreibe ich mit meiner Schwester hin und her und Fasse aufgrund dieses Gespräch endgültig den Entschluss mir ein Hotelzimmer zu nehmen und das war auch gut so. Die Nacht, die danach kam, war gar nicht schön und ich war kurz davor einen Krankenwagen zu rufen aufgrund des hohen Fiebers.

    Am nächsten Tag ging es dann ins Labor und nochmal zum Arzt, da ich die erste Behandlung noch bezahlen musste und da es mir so massiv schlecht ging wollte ich den Arzt nochmal sehen, der hieß mit zweitem Namen übrigens Escobar – haha! Da ich mir ziemlich sicher war, dass ich einen Harnwegsinfekt hatte wollte ich das er mir dafür schon einmal Antibiotika aufschreibt. Er hatte dann noch eine Akupunktur machen wollen und ich dachte mir, „wird ja wohl nicht schaden“.

    Ob es jetzt das Antibiotikum oder die Akupunktur war kann ich nicht sagen, aber die nächste Nacht war deutlich besser. Am Abend kamen dann noch die Ergebnisse der Untersuchung und ich hab so viel verstanden, dass es keine Malaria ist! Da fiel mir ein Stein vom Herzen kann ich euch sagen. Die nächsten Tage war dann erstmal Bettruhe und Langsam machen angesagt

    Pablo Escobar Tour mit Diego

    Meine erste Aktivität in Medellín habe ich von Luisa empfohlen bekommen und das war wirklich ein guter Tipp! Diego ist in New York geboren und aufgewachsen als Kind von Kolumbianischen Einwanderen. Mit 13 ist er auf die schiefe Bahn gekommen und nach und nach in die Geschäfte des Medellín Kartels in den USA gerutscht.

    Das ganze fing bei ihm damit an, dass er Geld umher gefahren hat. Zu spitzenzeiten hat das Kartel 2,5 Miliarden Dollar täglich verdient und das natürlich alles in Bar. Das muss natürlich alles irgendwie nach Kolumbien kommen und da kommmen Leute wie Diego ins Spiel. Danach ist er dann nach und nach aufgestiegen und hat die ganze Sache Hautnah mitbekommen bis er 1999 verhaftet und zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

    Als erstes hat er uns zum Parque Inflexión gefahren. Einem Ort des gedenkens für alle unschludigen Zivilisten, Polizisten und Politker die in der Zeit ermordet wurde oder durch Autobomben als „Kollateralschäden“ ums Leben gekommen sind. Die ganzen Informationen die er dabei gedropt hat kann ich gar nicht wiedergeben und wer die Tour noch machen will soll ja auch noch was neues erfahren können.

    • Denkmal für alle unschuldigen Zivilisten, Polizisten und Politker die in dieser Zeit durch Autobomben, Attentate oder Schusswaffen ums Leben gekommen sind

    Eines wurde aus seinen Erzählungen aber immer wieder klar, die Kolumbianische Regierung nutzt Pablo für viele Dinge als Sündenbock, um eigne Verfehlungen unter den Teppich zu kehren. Objektiv bestätigen kann ich das natürlich nicht, aber ein Beispiel, das Diego nannte, war ein Flugzeugabsturz. Pablo hatte die Information bekommen, dass der Kolumbianische Präsident an Board sein soll und hat eine Bombe platzieren lassen.

    Nachdem diese hochgegangen ist, wurde klar, dass er nicht an Board war. Danach hat er seinen Informanten verhört, heißt in dem Fall natürlich gefoltert, und der hat zugegeben, dass ihn die Regierung beauftragt hat diese Information an ihn heranzutragen. Die Regierung hat also von der Bombe gewusst und nichts unternommen. Wie gesagt, alles nicht überprüfbar, aber es hat schon ein geschmäckle.

    Danach ging es weiter zum Friedhof wo Pablo mit seiner Familie begraben liegt, auch Griselda Blanco liegt hier. Die Frau, die Pablo in das Geschäft eingeführt und ihm alles beigebracht hat. Diego sagte, das dies die einzige Person im Geschäft war, vor der Pablo Respekt hatte und das soll schon etwas heißen.

    Bei Pablos Beerdigung waren über 25000 Menschen, dies zeigt, finde ich, was für eine ambivalente Persönlichkeit er war. Auf der einen Seite hat er viel Gutes für die arme Bevölkerung in Medellín getan und auf der anderen Seite ist er verantwortlich für so viel Leid und Tod gewesen.

    Und natürlich gab es direkt am Grab einen Doppelgänger, mit dem man für ein paar Pesos Fotos machen konnte, dass hab ich mir aber gespart, da ich es doch etwas sehr morbide Fand.

    • Danach zum Friedhof mit Aussicht

    Danach ging es weiter zu dem Haus wo er sich als letztes versteckt hat und wo er am Ende auch gestorben ist. Die offizielle Variante ist, dass er mit drei Schüssen von der Polizei getötet wurde. Diego hat aber beweise die das widerlegen, zum einen Fehlen die beiden anderen Einschusslöcher in der Brust, zum anderen wurde der Körper nach dem Tod für die Fotos bewege und zu guter Letzt ist das einzige Einschussloch direkt am Ohr. Dort wo man einen Schuss setzten sollte, um sicher zu Sterben.

    Pablo wollte nie von der Polizei gefasst werden, da ihn eine Gefängnisstrafe in den USA erwartet. Also warum dieser Aufwand der Polizei? Ganz einfach, es gab ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar ausgesetzt von den USA, also haben sie einfach behauptet sie hätte ihn erschossen und haben das Kopfgeld kassiert.

    Danach ging es dann ins Barrio Escobar, das ist eine Nachbarschaft die Escobar damals am Standort einer offenen Müllkippe hat errichten lassen. Zunächst hat er diese räumen und säuber lassen und danach wollte er 5000 Häuser bauen. Als 1300 fertig waren, hat die Regierung das aber mitbekommen und wollte alles abreißen lassen. Also hat Pablo den Leuten schnell die nötigen Dokumente gegeben und sie einziehen lassen, somit konnte die Regierung die Häuser nicht abreißen.

    Die Menschen dort verehren ihn bis heute, was dazu führt, dass die Regierung dieses Barrio von der Karte hat streichen lassen da sie das ganze Thema Escobar nicht positiv besetzt sehen wollen. Das ist auch der Grund, warum mittlerweile die ganzen Grafities von ihm übermalt wurden, weil die Menschen hier wieder ins normale Stadtleben zurückkehren wollen.

    Meiner Meinung nach ist das einzige, was er hier bezwecken wollte positive Presse und nicht mehr. Ich glaube nicht das es aus dem guten in seinem Herzen heraus entstanden ist. Er wollte Politiker werden und musste sein Image aufbessern, mehr nicht.

    • Barrio Escobar

    Zu guter Letzt kann ich nur sagen, es war eine wirklich gute Tour und ich kann sie jedem weiterempfehlen! Diego ist ein netter Kerl der eine wirklich spannende Geschichte zu erzählen hat. Er hat in seinem Leben einiges verbrochen, aber hat seine Strafe verbüst und verdient es sich hier ein neues Leben aufzubauen, was ihm in den USA nicht möglich ist. Jeder der das ganze mal selber erleben will, meldet euch bei SAT Tours in Medellín.

    Wander im Parque Arví

    Am nächsten Tag bin ich der Stadt mal entflohen und zum Arví Park gefahren. Schon die Fahrt dort hin ist ein Spektakel, denn man fährt nicht nur mit der Metro, die hier komplett oberirdisch und erhöht fährt, sondern auch mit Seilbahnen die zum Metrosystem gefähren. Man schwebt also über Stadtteile hinweg und kann das Leben untersich auf den Straßen beobachten, dass war wirklich mal eine Erfahrung, wenn man die Dinger sonst nur in Skigebieten benutzt!

    Natürlich hab ich mir da oben dann keine Tour gebucht, sondern fix mit OSMAND+ eine Route geplotet und ab gehts! Das war auch wirklich eine gute Entscheidug, denn ich hatte die Wanderwege für mich!

    • Schon die Fahrt mit der Metro biete einem ein paar schöne Ausblicke in die Stadt

    Tour nach Guatape

    Hier hab ich mal entschieden was über GetYourGuide zu buchen, denn der Preis war echt unschlagbar. 29€ für Transport, essen und alle Aktivitäten. Los ging es um 7:30, danach dann ein ziemlich dürftiges Frühstück und kurz nach 10 waren wir dann an diesem berühmten Stein. Ich bin dann mit Simon, einem Schweden den ich kennengelernt und in Salento wieder treffen werden, in 10 Minuten die 260m und 650 Stufen da hoch marschiert, denn wir hatten nur 1,5h Zeit. Das ist halt der Nachteil, wenn man solche Touren macht, die Zeit wird einem vorgegeben. Naja wir hatten oben trotzdem genug Zeit, um die Aussicht zu genießen.

    Danach ging es auf eine leider ziemlich veregnete Bootsfahrt, die ich mir ehrlich gesagt auch hätte sparen können. Naja ist nun mal mit drin, gabs halt ein Bierchen und man hat ein bisschen gequatscht. Das Mittagsessen war dann zum Glück deutlich reichhaltiger und leckerer als das Frühstück.

    Zum Schluss haben wir dann noch die Stadt Guatape erkundet die wirklich süß und einen Besucht wert ist. Die Häuser sind alle Bunt, zumindest vorne, hinten wird dann immer gespart. Unten haben sie alle Sockel mit gemeldet die immer Geschichten erzählen, manche davon sind richtig witzig.

    Danach ging es dann schon wieder zurück, alles in allem kann man sich nicht beschweren, aber so richtig warm werde ich mit solchen Touren nie. Naja etwas Positives hat ja auch immer, man lernt Leute kennen!

    • Ist wohl ein überbleibsel eines Vulkans

    Der Letzte Tag

    Heute war ich in der Stadt, habe mein Handy entsperren und reparieren lassen. Leider ging letzteres nicht auf Garantie, aber es waren nur 67€ also lässt sich das noch verschmerzen und dafür ist es jetzt wieder Wasserdicht. Gerade bin ich dann noch zum Friseur, gleich gibts was zu essen und viel mehr passiert heute nicht. Man muss ja nicht immer der Fomo fröhnen.

    Morgen geht es weiter nach Salento, ich denke dort werde ich 5 Nächte bleiben, aber schauen wir mal. Bis dahin!

  • Tag 21 bis 28 – Tayrona und Umgebung

    Cartagena – Santa Marta – Tayrona

    Wie schon im letzten Post angekündigt bin ich mit dem Bus von Cartagena nach Santa Marta gefahren. Die Fahrt war recht angenehm, viel Beinfreiheit! Die Zeit im Bus habe ich genutzt, um das YouTube Video zu schneiden. Man muss aber auch immer mal wieder herausschauen, zum einen, weil die Landschaft schön ist und zum anderen damit einem nicht schlecht wird. Die Busfahrer scheinen nämlich zu denken, dass jede Fahrt ein rennen ist und so fahren die dann auch.

    Ein Teil der Strecke führt auf einem sehr schmalen Stück Land direkt an der Küste entlang

    In Cartagena am Busterminal haben mich dann Tom und seine Freundin mit dem Auto abgeholt, da die eh mal wieder nach Santa Marta zum Einkaufen mussten. Dort ist es wohl deutlich günstiger als in dem kleinen Dorf hier.

    Abends habe ich mit Tom dann noch einen kleinen Spaziergang zu seinem zweiten Hostel gemacht und mich auf die kommenden Tage vorbereite. Also den kleinen Rucksack packen und früh schlafen gehen!

    Tayrona Nationalpark – Tag 1

    Frühmorgens ging es dann zu Fuß los zum Eingang des Parkes. Unterwegs wurde aber natürlich erstmal noch etwas schnabuliert. Am Eingang angekommen heißt es erstmal auf den Minibus warten der einen die ersten Kilometer in den Park hinein fährt, die 6000 Pesos sind es mir Wert! 😀

    Von dort aus musste ich dann allerdings ca. 3,5km laufen bis zu dem Campingplatz wo ich drei Nächte in der Hängematte gebucht hatte. Das war eine schwitzige Angelegenheit kann ich euch sagen! Auf dem Weg dorthin konnte man aber schon mal die Natur bewundern. Es handelt sich um Jungle der Quasi bis an die Küste herangeht und die Strände haben es auch in sich, aber seht selber:

    • Direkt am Einang bekommt man schon mal einen Blick auf die Affen!

    Nachdem ich mich einmal kurz abgeduscht hatte, wurde die Badehose angezogen und ab gings zum nächsten Strand an dem man schwimmen darf. An vielen Stränden hier hat es nämlich ordentlich Strömung und deswegen sind nicht alle zum Baden freigegeben. Abend dann noch was im Restaurant auf dem Campingplatz essen und ab gehts ins Bett. Mal gucken, wie gut ich in der Hängematte schlafe!

    Tayrona Nationalpark – Tag 2

    Da ich im Park kaum Internet habe, wird die Zeit Morgens beim Frühstück erstmal genutzt, um nach Hause zu telefonieren. Danach Packe ich meinen Daypack und mache mich auf den Weg ans Cabo San Juan. Das soll ein sehr schöner Strand sein, der aber wohl auch ziemlich überlaufen von Instagrammer ist.

    So ist es auch der Strand ist wirklich schön mit einem kleinen Aussichtspunkt, aber es sind auch wirklich viele Leute da und alle sind sie die ganze Zeit am Selfies machen. Das ist ja so gar nicht meine Welt. Naja bisschen chillen und dann aber zurück zu dem anderen Strand, der war angenehmer!

    • Da habe ich heute Nacht drin gepennt. Ich finde die Dächer haben was von Reetdächern.

    Danach fing das Elend dann an. Wie den Abend zuvor auch habe ich im Restaurant zu Abend gegessen und mich dann recht früh fertig gemacht fürs Bett, da ich am nächsten Morgen um 5 Uhr aufstehen wollte, um mir den Sonnenaufgang anzuschauen. Nach dem Zähneputzen will ich in meine Hängematte steigen, wo ich mein Kissen hab drinne liegen lassen. Liegt da der Kram von wem anders drin und mein Kissen ist weg! Was soll der Scheiß?!

    Ich habe erstmal kurz umhergeschaut, aber das Kissen war nicht aufzufinden, also bin ich vor zur Rezeption, die wissen auch von nichts. Na super! Eigentlich würde ich mich ja wegen einem Gegenstand nicht so anstellen, aber das war mein Stück Heimat mit dem ichs mir überall gemütlich machen kann. Das hat mich schon sehr getroffen! 🙁

    Der Mitarbeiter hat mir dann ein anderes vom Hotel gegeben und ich habe eine andere Hängematte bekommen. Erstmal über den Schock hinwegkommen und versuchen zu schlafen!

    Tayrona Nationalpark – Tag 3

    Beim Frühstück sitzt der Schock immer noch tief, das Kissen wurde bislang auch nicht gefunden und damit ist die Chance meiner Meinung nach fast null, dass es nochmal wieder auftaucht. Aufstehen, Kopf hoch, weiter gehts!

    Heute habe ich eine Wandung vor, die mich fast wieder zurück an den Eingang führt, zu einem Aussichtspunkt der ganz schön sein sollt. Dort angekommen merke ich den Weg gibt es gar nicht mehr. Na gut, dann gehe ich halt hier an den Strand und kühle mich erstmal kurz ab. Hier ist man komplett alleine, was ein Unterschied zum Cabo San Juan!

    Nach dem Studieren der OSMand+ Karten fällt mir auf ich kann auch am Strand bis zum Piscinita weiterlaufen, dann spare ich mir den schwitzigen Weg durch den Jungle und vor allem die Höhenmeter. Dicho y Hecho – gesagt, getan! Am Piscinita angekommen erstmal eine kalte Cola gönnen und eine Runde baden gehen.

    Wo ich da so sitze, sehe ich immer wieder Leute aus Richtung der Felsen kommen und denke mir dabei, es muss doch möglich sein bis zum Arrecifes am Strand zurückzulaufen. Also mache ich mich nach ca. 2 Studen chillen am Strand auf den Weg. Tatsächlich hat es auch funktioniert. Die einzelnen Strände sind immer von großen Felsen, die ja auch auf den Fotos zu sehen sind, abgetrennt. Diese kann man meistens aber relativ einfach überwinden.

    • Irgendwo da oben sollte ein Aussichtspunkt sein, aber da ich keine Machete dabei habe chille ich einfach am Strand

    Tayrona Nationalpark – Tag 4

    Heute muss ich wieder raus aus dem Park, der macht nämlich morgen für zwei Wochen dicht. In der Zeit reinigen die Ureinwohner den Park auf Spirituelle weise. Das passiert dreimal im Jahr.

    Ich habe mir vorgenommen den Park über den anderen Eingang wieder zu verlassen. Das bedeutet 12km Strecke mit ca. 500hm, na schauen wir mal was das für ein schwitzefest wird! Erstmal aufbrechen und am Cabo San Juan ein bisschen chillen und schwimmen. So früh morgens ist hier zum Glück nicht so viel los und man kann das auch ein bisschen genießen!

    Gegen 10 Uhr breche ich auf. Erstmal geht es weiter zu Playa Nudista und von dort aus den ersten, wirklich sehr steilen, Anstieg hinauf. Nicht lange und ich bin komplett Nass geschwitzt, aber egal einfach immer weiter gehen!

    Nach vier Stunden komme ich an einem kleinen Dorf mit einem Aussichtspunkt an, das nehme ich natürlich mit, auch wenn die sich das bezahlen lassen. Erstmal kurz chillen, den Wind genießen und ein bisschen auslüften!

    Eine weitere Stunde später bin ich dann wieder an der Hauptstraße angekommen. Erstmal was essen und ein Bier gönnen, nachdem ich einen Monat komplett darauf verzichtet habe. Es wird nicht das Einzige an diesem Abend bleiben, denn später gehe ich mit Tom noch eine Runde Billard spielen.

    Mit ein paar bieren intus wird es nicht einfacher auf Spanisch zu kommunizieren, aber irgendwie klappt es doch ein bisschen, auch wenn die unglaublich laute Musik es nicht einfacher macht.

    • Nicht ganz so schön wie der Sonnenuntergang, aber das frühe aufstehen war es allemal wert!

    Die Tage danach

    Am nächsten Tag war erstmal Katern angesagt. „Beeing drunk is like borrowing happines from tomorrow“, das stimmt leider immer wieder. Naja am Abend nochmal zu einem Restaurant laufen und was futtern, den Tag über habe ich mich von meinem restlichen Proviant ernärt und im Bett gechillt.

    Am nächsten Tag mache ich ein paar Ausflüge mit Tom, es geht nach Palominio und wir baden im Fluss, eine willkommene Abkühlung! Abends gibts dann wieder ein paar zu viele Bierchen, was den nächsten Tag schon wieder zu einem Katertag macht. Jetzt reichts aber auch mal wieder!

    Heute beschäftige ich mich mit diesem Beitrag und chille ein bisschen, vor der Reise die Morgen ansteht kann ich das auch gebrauchen. Denn Morgen geht es mit dem Bus erst nach Santa Marta und dann weiter nach Minca. Ein Ort in den Bergen, in dem man super Vögel beobachten können soll und wo es viele Kaffeeplantagen gibt, die man sich angucken kann. Bin mal gespannt! Bis dann!