Kategorie: Cartagena

  • Tag 13 bis 20 – Alltag und Tauchen

    Man gewöhnt sich ein

    Die zweite Woche in der Schule ist angebrochen. Diese Woche hatte ich nur 4 Stunden am Tag und somit gegen 13 Uhr frei. Das habe ich genutzt, um die Stadt noch ein wenig zu erkunden und mir ein paar Museen anzuschauen.

    Ein Café im Bocagrande, nicht meine Welt.

    Zum einen das Goldmuseum von Cartagena, in dem Kunstwerke der indigenen Völker ausgestellt sind, die das Land vor der Kolonialisierung bewohnt haben. Es ist schon beeindruckend, welch filigrane Kunstwerke hier vor 2000 Jahren erschaffen wurden.

    • Diverse Ausstellungsstücke im Goldmusuem von Cartagena, die von der reichen Geschichte vor der Kolonialzeit zeugen.

    Zwei Tage später habe ich mir mit Lusia das Naval Museum von Cartagena angeschaut. Es war ganz interessant, aber ein bisschen überladen. Die Tafeln waren mit so viel Text zugeballert, dass man irgendwann keine Lust mehr hatte, alles zu lesen. Ach ja, fast alles auf Spanisch auch. Luisa hat es ganz gut zusammengefasst: „Wie Plakate von Schülern, die noch nicht wissen, dass sie nicht zu viele Informationen auf eine Folie packen sollten.“

    • Eine sehr bewegte Geschichte, oft wurde Cartagena von feindlichen Nationen angegriffen und belagert. Dies geschah meistens auf dem Seeweg.

    Man mag auch manchmal glauben, dass man sich an das Klima angepasst hat und dann schlägt einem wieder die schwül heiße luft ins Gesicht. Das schwitzen lässt sich da nicht vermeiden. Eins ist jetzt schon klar, die Tropen sind nicht meine favorisierte Klimazone!

    Marktbesuch mit Andres

    Diese Aktivität wird von der Schule angeboten, also nehme ich die mal mit. Andres gehören die Sprachschule, die Salsa Schule und der Tauchguide (letzte Woche war ich mit dem raus), er ist auch ein sehr geschäftiger Mann.

    7 Uhr morgens ging es los, am Freitag. Freitags kommen immer die frischen Waren, und deswegen geht Andres dann auf den Markt. Es ist wirklich eine andere Welt dort. Ich glaube nicht, dass ich mich da alleine hineingetraut hätte.

    Ich habe nicht zu viele Bilder gemacht, da ich mich mit dem Handy in der Hand ein bisschen unwohl gefühlt habe. Die Eindrücke bleiben auf jeden Fall in Erinnerung, vor allem die von der Fleischverarbeitung. Das macht mir an sich nichts aus, aber welche Mengen die dort komplett ohne Kühlung verarbeiten, ist schon heftig. Der Geruch ist auch dementsprechend.

    • Ein ziemliches durcheinander, aber es scheint ein System zu geben.

    Alles in allem eine Lohnenswerte erfahrung, auch wenn ich schon längst wieder vergessen habe wie die ganzen Früchte heißen die ich da gegessen habe. Fragt mich also nicht danach…. 😀

    Tauchen auf den Rosario Inseln

    Lange habe ich überlegt, ob ich das machen soll, da es schon relativ teuer ist. Was soll’s, man lebt nur einmal und ich hab Bock zu tauchen, also ab geht’s!

    Gesagt, getan, Hostel gebucht, Tour gebucht und die Vorfreude steigt. Zwei Abende bevor es losgeht, spreche ich mit Elida, weil ihr Sohn eventuell auch dorthin wollte, am gleichen Tag. Eventuell kann man sich ja was teilen. Dabei kommt heraus, ich Töffel habe auch die falsche Insel gebucht. An sich nicht so wild, aber die war 100 km weit weg! Danke Kartenfunktion von Booking und mir selber natürlich auch, dass ich das nicht gegen checke.

    Naja, neues Hostel buchen und das andere bitten, kostenlos zu stornieren, obwohl das eigentlich nicht möglich ist. Am Ende hat aber alles geklappt und ich musste auch nur eins bezahlen.

    Ich habe das Ganze wieder in ein YouTube-Video zusammengeschnitten, diesmal ging es auch schon etwas schneller als beim ersten Mal. Viel Spaß beim Schauen! 🙂

    Hier sind noch ein paar Bilder, die es nicht ins Video geschafft haben:

    • Auf geht’s!

    Als ich zurück war, habe ich nochmal eine Nacht bei der Gastfamilie gepennt und gestern ging es dann mit dem Bus nach Santa Marta.

    Dort hat mich Tom abgeholt, den ich auf dem Flug kennengelernt habe, und wir sind in sein Hostel gefahren. Das liegt direkt vorm Eingang vom Tayrona Nationalpark und stellte somit für mich das perfekte Sprungbrett dar. Zusätzlich ist es immer nett mit Tom, und eine LKW-Ladung voll Tipps hat er auch immer parat!

    Heute ging es in den Park, aber dazu beim nächsten Mal mehr. Bis dahin! 🙂

  • Tag 7 bis 12 – Routine und Ausflüge

    Vokabeln lernen

    Der Spanischkurs ist schon hart und ich komme (gefühlt) nicht so richtig voran, dass könnte daran liegen das ich bislang nie so richtig Vokabel gelernt habe. Das ändert sich jetzt, aber weil ich natürlich turbo faul bin richte ich mir die Karteikarten-App nicht selber ein, sondern nutze einen vorgefertigten Kurs.

    Die App nennt sich Anki und der Kurs heißt Spanisch 5000. Darin sind die 5000 häufigsten Worte mit Beispielen enthalten und die 2500 häufigsten Redewendungen. Das sollte erstmal reichen denke ich. Zusätzlich nutze ich nun noch Verb Form Espanol. Damit kann man Verben und deren Zeitformen lernen. Ich verlinke euch das mal beides, vielleicht hat ja jemand von euch auch Lust Spanisch zu lernen.

    https://ankiweb.net/shared/info/815543631 – Spansich 5000

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lexiforms.verbformse.full&hl=es_PY&pli=1 – Verb Forms Espanol

    Jetzt heißt es halt dran bleiben und sich alles, was man lernt aufschreiben, sonst komme ich glaube ich nicht weiter mit dem ganzen. Immerhin meint die Lehrerin ich mache Fortschritte, das ist ja schon mal was.

    Routine

    Ein bisschen habe ich hier gerade sogar einen Alltag. Ich wach gegen halb 7 auf und mache erstmal ein bisschen Sport. Danach gibt es Frühstück von Elida, der Gastmutter, was auch immer wirklich lecker ist. Um 9 Uhr fängt dann die Schule an, das sind so 1,5km bis dahin. Ich gehe immer etwas früher los damit ich dort in der Luft der Klimaanlage erstmal wieder trocknen kann. Nachmittags wird dann ein bisschen gechillt und irgendwas unternommen und Abends geht zum Salsa Kurs. Danach ist bin ich dann meistens schon platt genug, um ins Bett zu fallen.

    Ausflug ins Museum und zu einem Kloster

    Am Samstag bin ich mit Lusia, eine Schweizerin die auch hier wohnt und einen Sprachkurs macht, ins Museum Historico de Cartagena gegangen. Dort gab es eine Ausstellung zur Inquisition in Lateinamerika und eine zur Geschichte der Stadt. Natürlich alles auf Spanisch! Es ging zu Anfang besser als gedacht, erstmal das Spanische lesen und dann mit der Foto Funktion von Deepl übersetzen. Die haben da nur keine Klimaanlage, heißt irgendwann lässt die Konzentration nach und man schaut sich nur noch die Deepl Übersetzung an.

    Karte der Tribunale in Lateinamerika

    Schon krank, was die Spanier bzw. die Katholische Kirche hier so veranstaltet haben. Es waren auch ein paar Folterwerkzeuge ausgestellt, da ist man direkt froh das man in der heutigen Zeit lebt.

    Danach ging es dann mit einem Uber auf den einzigen Berg hier, auf dem ein Kloster gebaut ist. Von dort aus soll man einen tollen Blick über die Stadt haben und dem war auch so. Zusätzlich war das Kloster auch noch recht schön – überzeugt euch selbst:

    Innenhof des Convent of Santa Cruz de la Popa
    Blick auf die Altstadt und über Manga
    Rechts Altstadt – Mitte Manga – Links Rest von Cartagena

    Tauchen

    Am Sonntag habe ich dann einen kleinen Tauchausflug gemacht. Die Sicht war zwar nicht allzu gut, aber alles in allem war es ganz schön. Ich hab mich mal daran versucht das ganze zu einem Filmchen zusammenzuschneiden und habs auf Youtube hochgeladen. Leider gibt es nur Material vom ersten Tauchgang, da mir beim Akkuwechseln das Pad für die Feuchtigkeit in die Dichtung des Gehäuses gerutscht ist und mir das erst im Wasser aufgefallen ist. Naja, wie auch immer. Hier das Video:

    Werde noch zum richtigen Davinci Resolve David ich sags euch! 😀 Hat echt Spaß gemacht, vom nächsten Ausflug auf die Rosario Islands am kommenden Wochenende wird es wieder eins geben und vielleicht schneide ich auch mal ein paar andere zusammen.

    Ich gebe keine versprechen ab, wann der nächste Post kommt, damit müsst ihr euch wohl abfinden – bis dahin! 🙂

  • Tag 5/6 – Ankommen ist schwierig

    Der Spanisch Kurs beginnt

    Gestern früh hat der Spanisch Kurs begonnen, den ich gebucht habe. Im Moment bin ich der einzige Schüler im Kurs, da gerade Nebensaison ist. Auf der einen Seite ist das super, da ich durchgehend Einzelunterricht habe. Auf der anderen Seite lernt man so natürlich keine neuen Leute kennen.

    Es ist wie damals in Spanien super anstrengend fünf Stunden lang Spanisch zu sprechen, ich mache viele Fehler und muss mir dringend mehr Vokabel drauf schaffen. Dafür habe ich mir jetzt mal Anki startklar gemacht. Das ist eine App zum Lernen mit Karteikarten und es gibt einen Kurs mit den 5000 meist genutzten Wörter im Spanischen gratis im Internet. Das ist natürlich perfekt, da ich viel zu faul bin, um mir die alle selber zu schreiben.

    Noch fühle ich es nicht so richtig

    Bislang bin ich noch nicht richtig hier angekommen. Es ist schwierig neue Leute kennenzulernen, da in der Schule kaum etwas los ist. Wie immer lernt man deutsche kennen, aber das bringt mich ja nicht weiter. Naja, heute Abend mache ich bei einem Salsa Tanzkurs mit. Die Schule gehört zur Sprachschule dazu und die Kurse sind mit inkludiert. Vielleicht trifft man dort ja ein paar nette Leute, mit denen man etwas unternehmen kann.

    Pläne für die nächsten Wochen

    Erstmal werde ich den Sprachkurs hier abschließen und Vokabel pauken. Ich denke, das ist für den Rest der Reise wichtiger als alles andere. Danach werde ich mir was gönnen und auf einer Insel hier in der Nähe tauchen gehen. Nächstes Ziel ist dann Santa Marte bzw. der Tayrona Nationalpark und die Sierra Nevada dort.

    Da die nächste Zeit hier wenig passiert, werde ich mich erst nächste Woche wieder melden, nachdem ich am Wochenende ein paar Ausflüge gemacht habe.

    Hier noch ein paar Eindrücke aus der Stadt von gestern.

  • Tag 4 – Aklimatisieren

    Jetlag überstanden

    Nach einem der heftigsten Jetlags, die ich je hatte, geht es mir nun wieder einigermaßen gut. Bei der ganzen Sache war es nicht förderlich, dass ich vor dem Flug schon leicht angeschlagen war und sich die ganze Geschichte um 24h verlängert hat.

    Jetzt muss ich nur noch auf das Klima hier klarkommen. Es hat 30-33°C und 75-90% Luftfeuchtigkeit. Nichts was man nicht schon mal erlebt hätte, aber gerade bringt mich sogar Still herumsitzen zum schwitzen.

    Gestern Abend war ich mit ein paar Freunden unterwegs, die ich auf dem Flug kennengelernt habe. Ein paar (Für mich Alkoholfreie) Cocktails trinken, quatschen und eine gute Zeit haben. Das Nachtleben hier ist schon außergewöhnlich, aber da ich recht Müde war habe ich mich gegen 22 Uhr abgekapselt.

    Hier mal noch ein paar Eindrücke aus der Stadt.

    Umzug zur Gastfamilie

    Um 12 Uhr musste ich aus dem Hostel auschecken und konnte zum Glück direkt bei der Gastfamilie einziehen. Der Weg dorthin war zwar nur 700m, aber mit dem Rucksack und bei den Temperaturen kommt man doch ziemlich ins schwitzen.

    Die Unterbringung ist Teil des Sprachkurses und da mir das 2023 in Spanien schon gut gefallen hat mache ich das nun wieder. Das Gebäude ist im Stadtteil Manga, ja der heißt wirklich so, und ist eine Insel Südlich der Altstadt. Das Zimmer ist sehr schon und das Bett gemütlich, da liege ich nämlich gerade und schreibe diesen Beitrag

    Gibt nicht viel zu sagen, sauber, genug Stauraum (rechts um die Ecke) und noch ein eigenes Bad nebendran. Mehr kann man nicht verlangen. Vielleicht erkennen es ja einige, ja das ist mein Kissen, ein bisschen Heimt und Komfort muss sein. Ich bin jetzt schon froh das ich es mitgenommen habe!

    Elida und Carlos sind ein super liebes älteres Pärchen. Elida betreibt ein kleines Tourismusbüro, Carlos ist schon auf Rente und war früher Chemieingenieur. Wir haben uns erstmal gut eine Stunde unterhalten. Teilweise hatte ich ein paar Probleme die beiden zu verstehen, oder mich auszudrücken. Denke ich aber an 2023 bei der Gastfamilie zurück so ist das schon deutlich besser als damals, das stimmt mich optimistisch für den Kurs der morgen startet.