Vale de la Luna, schweben und Magick Bus (09.03)
Wir hatten ein paar Probleme am Vorabend ein Auto zugesichert zu bekommen, also bin ich mit Remy am nächsten Tag einfach in die Stadt. Wir haben dann auch eins bekommen. Toyata 4 Runner, Riesen Offroad Schiff mit 7 sitzen. Wir würden diesen Tag zu sechst sein. Allerdings musste das Niederländische Pärchen kurzfristig absagen, da der Typ seinen Pass im Flieger verloren hatten und die nach Calama mussten. Aber Ehrenhafter weise haben sie den Tag trotzdem bezahlt.
Nachdem Remy und ich mit dem Auto wieder am Hostel waren und das von Jurrien vorbereitete Frühstück verzehrt hatten ging es dann los. Celine, eine Schweizerin hat uns an diesem Tag begleitet. Zunächst ging es in das Valle de la Luna und das hat seinen Namen auch verdient. Man glaubt, man ist auf einem anderen Planeten, aber ich hätte da eher an den Mars gedacht. Man müsste nur den Himmel auf den Fotos rot einfärben und man würde keinen Unterschied mehr zu den Bildern der Marsrover erkennen.
Danach ging es weiter zu einer salzigen Lagune, der Escondidas de Baltinache. Das ist eine Ansammlung von extrem salzigen sehen und in einer kann man auch „schwimmen“. Erstmal ging es aber wieder durch eine surreale Landschaften. Alles ist riesig, man sieht keinerlei Vegetation, es fühlt sich wirklich an wie auf einem anderen Planeten. Man bekommt dieses Gefühl nur schwer auf Fotos oder Videos vermittelt, aber mit dieser Aufnahme habe ich es zumindest versucht:

Durch dieses Tal fährt man gut 40 Minuten und die Bergketten an den Seiten verändern sich kaum. Diese Dimensionen kann man nur wirklich begreifen, wenn man hier ist und auch dann will es nicht so richtig in den Kopf rein. Die Lagunen, in denen man nicht schwimmen darf, sind klar und das blau ist fast schon unnatürlich. Als schwimmen kann man das auch nicht so richtig bezeichnen, denn jedes Körperteil schwebt und man muss beim Brustschwimmen die Beine aktiv Unterwasser drücken. Der Salzgehalt beträgt immerhin 22%, das ist siebenmal so viel wie im Meerwasser.
Auf dem Rückweg ging es noch zum magic bus. Meine Theorie war hier, dass ein Hippie, den in den 70ern hier hat stehen lassen, aber unspektakulärer weise war es ein Bus mit dem Arbeiter in die Salzminen gefahren wurde und der Irgendwann einfach hier zurückgelassen wurde. Der Weg dorthin war mal ein wenig mehr Offroad, macht immer wieder Spaß so etwas. Hier hat sich das Auto auch mal wieder gelohnt, denn die Tour hier her kostet schlappe 35€ und man guckt sich am Ende halt einen verrosteten Bus an.
Nachdem wir kurz in der Stadt waren, um etwas einzukaufen und zu sehen, ob die beiden Niederländer für den Sonnenuntergang dazu kommen wollten, ging es auch direkt los zu einem Spot der in dem Valle de la Luna Ticket inkludiert war. Leider war das hier sehr touristisch. Man darf nicht essen, kein Bier trinken, super viele Leute, nicht so meins. Die Sonne ging unter und die Leute fingen an zu klatschen und direkt danach hauen sie ab. Ich frage mich echt wie man so Oberflächlich und ignorant sein kann. Das Beste kommt ja aber noch, die Secos schmeißen einen dann nämlich 10 Minuten nachdem die Sonne weg ist raus. Schöner Sonnenuntergang, aber heftiger touristische Bullshit.
Solltet ihr mal hier sein, geht lieber zu dem Mirador vorher an der Straße. Da sind wir nämlich danach hin. Die Aussicht ist die gleiche bzw. eher noch schöner. Keiner nervt einen, das man kein Bier trinken darf und man kann so lange bleiben wie man will. Wir sind dann noch bis ca. halb 10 dort geblieben und haben die Sterne bewundert. Der Sternenhimmel hier ist schon wirklich sehr krass. Kein Wunder das es hier so viele Observatorien gibt.
Geysire, ein doch nicht so warmer Fluss und das Regenbogental (10.03)
Für diesen Tag hatten wir uns vorgenommen zu den Geysiren von El Taito zu fahren. Damit man hier den besten Effekt hat, soll man aber Frühmorgens da sein. Also hieß es um 20 vor 4 aufstehen und abfahrt um 5 Uhr. An diesem Tag waren wir zu fünft, Celine war wieder dabei und Marie, eine Deutsche, ist noch mit dazugekommen. Der Weg nach El Taito führte über teilweise bessere, teilweise sehr schlechte Straßen, aber der Toyota steckt das auch bei 80 gut weg. Ich bin den kompletten Weg gefahren, denn schlafen kann ich im Auto eh nicht und dann fahre ich lieber selber.
Angekommen mussten wir uns erstmal an die Kälte gewöhnen. Wir waren auf gut 4300m und in der Nacht wird es hier ordentlich kalt. Bis die Sonne aufging war es noch etwas hin, also immer in Bewegung bleiben und nicht zu lange an einem der Geysire stehen bleiben. Es handelt sich bei diesem Geothermalen Feld um das am höchsten gelegene der Welt, 8% der Geysire weltweit sind hier und damit ist es das drittgrößte der Welt. Leider keine die richtig hoch sprühen, aber ordentlich gesprudelt wird dennoch.
Auf der Rücktour sind wir dann zu einem „Hot-Spring-River“. Der war in einem wirklich wunderschönen Canyon gelegen. Nur leider war der Fluss nicht so warm wie man sich das von einer heißen Quelle vorstellen würde. Nichtsdestoweniger war es sehr schön und das Wasser war warm genug damit man darin ein bisschen chillen konnte.
Am Nachmittag bin ich dann noch mit den beiden Mädels ins Rainbow Valley gefahren. Die Jungs wollten nicht mehr und da der Wagen auf mich lief, ich dort aber eigentlich nicht hin wollte, haben wir den Kompromiss getroffen das ich sie fahre und sie den Eintritt für mich Zahlen. Normalerweise bin ich ja nicht so, aber wenn 2500€ Kaution für einen Wagen auf meinen Namen auf meiner Kreditkarte stehen sieht das anders aus. Das Tal als Rainbow Valley zu bezeichnen ist etwas übertrieben, aber schön ist es trotzdem.
Jurrien ist abends dann zu einer Star Gazing Tour, aber Remy und ich dachten uns beide, „30€ fürs Sterne gucken, ne lass mal“. Außerdem hab ich alles, was man sich da durchs Teleskop anschaut schon mal gesehen. Also SIM-Karte besorgen, was essen, chillen und früh ins Bett gehen!
Chillday! (11.03)
Wir haben nochmal um eine Nacht verlängert, denn das Hostel ist zwar nicht super günstig, aber schon sehr schön. Also einfach noch einen Tag chillen, diesen Beitrag fertig machen und die Reise nach Santiago vorbereiten. Viel mehr gibt es zu diesem Tag auch nicht zu sagen.
Auf nach Santiago! (12.03)
Remys Pläne haben sich etwas geändert und so haben wir uns an diesem Tag getrennt, er fliegt direkt nach Puerto Montt und ich fahre mit dem Bus nach Santiago. Leider wird also nichts daraus ein Auto zu Mieten, aber vielleicht kaufe ich in Santiago ein Motorrad. Mal schauen, im Moment bin ich mir etwas unsicher wie es weiter geht. Vielleicht suche ich mir auf einfach nun direkt schon einen Job und schmeiße meine Pläne für den Sommer um, vamos a ver! Erstmal die 22 Stunden Busfahrt überstehen!

























































































































































