Kategorie: Ecuador

  • Tag 77 bis 85 – Cotopaxi, Quilotoa und Bienveniedo a Peru!

    Der erste Tag am Vulkan (10.12)

    Zunächst einmal war ich nach den vier großen Bier am Morgen danach leicht verkatert. So langsam macht das echt keinen Spaß mehr. Na gut, aufstehen, duschen, frühstücken, den Blogbeitrag über Galápagos fertig schreiben und nach Hause telefonieren.

    Kurz später ging es dann mit dem Bus auch schon los Richtung Cotopaxi. Die Tour ist komplett vom Secret Garden organisiert. Ein 3 Tage / 2 Nächte Paket für 110 $ all inclusive. Normalerweise nicht mein Ding, aber ich habe von vielen gehört, dass die echt gut sein soll. Also auf geht’s!

    Remy und Chloe sind auch wieder am Start und Yasmine, eine Bekannte von Remy, und Julia, eine Französin, die Chloe bei der Free Walking Tour kennengelernt hat, sind auch mit dabei.

    Entgegen meiner vorherigen Planung habe ich mich auch dazu entschieden, den Quilotoa Loop mitzumachen. Lieber 3 Tage mit einer coolen Truppe wandern, als in der Stadt abhängen. So sehe ich zwar nichts von Quito, aber man muss sich ja auch immer etwas für das zweite Mal übrig lassen!

    Am Hostel angekommen, erstmal das Zimmer beziehen und meine Schuhe reparieren, die lösen sich nämlich teilweise auf und bei dem ganzen Wandern in den nächsten Tagen wird das bestimmt nicht besser.

    Danach gab es dann schon Mittag und kurz später ging es auf eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall. Erstmal an die Höhe gewöhnen, das Hostel liegt nämlich schon auf satten 3500m.

    Die Wanderung ging durch einen Bachlauf etwa 200m aufwärts und die merkt man auch. Am Ende wurde dann im 5°C kalten Wasser gebadet. Sehr kalt, aber auch sehr belebend.

    Zurück im Hostel war erst mal Chillen angesagt. Die kümmern sich echt gut, es gibt dauerhaft Bananen zum Snacken, man kann Marshmallows im Kamin rösten und einen Arepa-Snack bekommt man sogar noch nach draußen gebracht.

    Julia und ich sind dann mit unseren Bananenschalen zu den Lamas gegangen, da man diese damit füttern kann. Es kam auch sofort eins an und hat sie mir direkt aus der Hand gefressen! Kleine Lämmer (kein Plan, ob man die bei Lamas so nennt) gab es auch, einfach supersüß!

    Nach dem wirklich ausgezeichneten Abendessen, da kann man hier echt nicht klagen, wurde dann noch ein bisschen auf den gemütlichen Sofas am Kamin gechillt und gequatscht. Die Atmosphäre hier ist wirklich toll, lauter nette Leute aus allen Ländern, die Bock auf Wandern haben! So muss es im Himmel sein! 😀

    Aufstieg zum Basecamp und Bike ride (11.12)

    Für den nächsten Tag hatten Chloe, Julia und ich die Tour zum Cotopaxi Basecamp gebucht, während Remy und Yasmine eine andere Wanderung machten, bei der man auch klettern musste. Ich wäre zwar gerne mitgegangen, aber ich habe noch nicht die volle Stärke in meinem Daumen zurück. Lieber Vorsicht als Nachsicht. Ich habe keine Lust, operiert werden zu müssen.


    Nach dem Frühstück ging es quasi direkt los, gut, dass ich meinen Rucksack den Abend vorher schon gepackt hatte! Erstmal hieß es eine Stunde Fahrt mit acht Leuten hinten in einem alten Land Cruiser. Es war quasi eine Viererbank an jeder Seite und man schaute sich an. Was die Fahrt wirklich angenehm machte, da durchgehend gequatscht wurde.

    Die Fahrt ging bis auf 4580m, und von dort aus ging es dann zu Fuß bis zum Beginn des Gletschers. Es waren zwar nur 400 m Aufstieg und der Weg war auch nicht anspruchsvoll, aber auf der Höhe merkt man das dann doch schon dolle. Die Höhenkrankheit habe ich mir aber zum Glück nicht eingefangen.

    Danach sind wir zum Basecamp abgestiegen, das ist eine Hütte auf 4800m, von der aus die Gipfelbesteigungen starten. Die ist mir hier zu teuer, da warte ich lieber auf Bolivien. Hier gab es dann einen Snack und danach ging es wieder abwärts. Nach einer kurzen Autofahrt sind wir dann auf Mountainbikes umgestiegen und damit gut 8km den Berg hinuntergepest.

    Im Hostel angekommen gab es dann erst mal ein Bierchen, danach ging es in den Jacuzzi und danach unter die Dusche. Den Nachmittag wurde dann gechillt, die Aussicht genossen und gequatscht. Da es kein oder nur zu bestimmten Zeiten Internet gibt, muss man sich tatsächlich mal unterhalten, ich weiß, ist voll verrückt!

    Beim, wieder einmal, ausgezeichneten Abendessen haben wir dann entschieden, dass wir unseren Pausentag hier machen wollen, auch wenn es teuer ist. Bis auf Remy haben da auch alle zugestimmt, er wollte dann einen Tag alleine verbringen. Das kann man ja auch hin und wieder mal gebrauchen.

    Für diesen Tag hatten wir uns die inkludierte Wanderung auf den Pasachoa, den Hausberg, vorgenommen. Los ging es um 8 Uhr direkt nach dem Frühstück. Zunächst durch einen mystisch wirkenden Wald und dann über etwas offeneres Gelände. Der Start liegt auf 3500m und der Gipfel auf 4200m.

    Es ist schon ein bisschen verrückt, dass auf dieser Höhe hier so viel wächst. In den Alpen gäbe es hier nur noch Steine und Eis, aber gut, wir sind ja auch quasi am Äquator. Es gibt keinen Winter und die Tage haben das ganze Jahr die gleiche Länge.

    Etwa alle 30–40 Minuten wurde eine kleine Pause eingelegt, gewartet, bis alle da waren, kurz verschnauft und dann ging es weiter. Einige hatten gut zu kämpfen, ich bin gut zurechtgekommen, aber es ist schon ein anderer Schnack, in diesen Höhen zu wandern. Man merkt, dass die Luft knapper wird.

    Das letzte Stück wurde dann ein bisschen geklettert, aber nicht zu wild und auch nicht senkrecht nach oben. Danach war der Gipfel erreicht und es bot sich ein atemberaubender Blick über Quito in die eine Richtung und das Tal, in dem das Hostel liegt, auf der anderen Seite. Hier oben wurde dann kurz gesnackt und danach begann der Abstieg.

    Danach dann das gleiche Spiel wie am Vortag, viel mehr gibt es hier ja nicht zu tun, das ist aber auch gut so! Nach dem Abendessen haben wir dann noch in einer illustren Runde Durak gespielt, das war wirklich spaßig, denn es wurde viel geschummelt! 😀

    Der Pausentag und Latacunga (12. und 13.12)

    Das Ausschlafen hatten wir uns an diesem Tag selbst genommen, denn wir wollten zum Sonnenaufgang aufstehen. Das haben wir so auch gemacht und es war es wert! Nicht der beste, den ich je gesehen habe, aber wolkenfrei, denn nachmittags ist der Blick auf den Cotopaxi verhangen. Immerhin konnte ich mir direkt einen Kaffee ziehen!

    Danach gab es dann wieder einmal ein tolles Frühstück und dann hieß es schon, Sachen packen, denn man muss das Bett bis 10 Uhr freimachen. Noch ein bisschen Wäsche waschen mit dem Scrubber und danach habe ich mich mal wieder dem Nähen gewidmet.

    Nein, es ist nicht schon wieder etwas kaputt, aber Chloe hat mich mit einem Geschenk auf eine Idee gebracht. Eines Tages kam sie auf Galápagos mit einem Patch für Remy und mich an, da sie die Tage vorher ein bisschen anstrengend war (ihre Worte :D) und sich dafür entschuldigen wollte. Den habe ich jetzt vorne auf meinen Rucksack genäht und da werden noch ein paar mehr dazukommen!


    Danach habe ich ein paar Panoramabilder zusammengebastelt, ein bisschen an diesen Zeilen geschrieben und Julia Jonglieren beigebracht, danke nochmal für die Bälle, Thomas! Fünf klappt zwar noch nicht so ganz, aber ich bleibe dran!

    Nicht lange nach dem wieder mal ausgezeichneten Mittagessen ging es dann mit dem Bus nach Latacunga, wo wir eine Nacht verbringen und am nächsten Tag zu der dreitägigen Wanderung auf dem Quilotoa Loop aufbrechen.

    Es haben sich uns sogar noch mehr angeschlossen: Reece, ein Australier, und Lucas, ein Belgier, der auch noch zwei Freunde mitgebracht hat, Felix und Arne. Wir werden die Wanderung also in einer Zehnergruppe antreten. Gut, dass ich mich dazu entschieden habe, denn es ist wirklich eine spaßige Truppe!

    So langsam fühle ich mich richtig wohl beim Reisen. Man ist zwischendurch auch mal alleine, aber eigentlich kann man sich sicher sein, dass man immer irgendwen Nettes kennenlernt, mit dem man etwas zusammen unternehmen kann. Unsere Wege werden sich nach dieser Wanderung trennen, aber entweder trifft man sich irgendwo wieder, oder man lernt neue Freunde kennen. So viel ist sicher!

    Abends sind wir dann ein paar Bierchen trinken und etwas essen gegangen. Danach wurden noch die Rucksäcke umgepackt und dann ging es auch schon ins Bett, denn wir wollten am nächsten Tag den ersten Bus in Richtung Sigchos nehmen, wo die Wanderung startet.

    Sigchos nach Isinlivi (14.12)

    Morgens ging es einigermaßen früh raus. Der erste Bus nach Sigchos fuhr erst um 8 Uhr, da wir Sonntag hatten. Also gab es als erstes Frühstück nur ein paar Kleinigkeiten von einer Bäckerei um die Ecke. Die hatten leider noch nicht alles fertig, daher war die Auswahl ein wenig schmal.

    Nun gut, auf zum Busterminal! Kaum zu glauben, dass wir eine Truppe von 10 Leuten sind! Die Fahrt dauerte etwa 2 Stunden, währenddessen wurde gequatscht, viel gelacht und ich habe ein paar dieser Zeilen geschrieben.

    In Sigchos angekommen haben wir uns dann auf die Suche nach einem Café gemacht. In einer Bäckerei wurde uns dann aber gesagt, dass es auf dem Weg ein Café mit toller Aussicht geben soll. Also hin da! Die Aussicht war gut, der Kaffee zwar Instant, aber man nimmt, was man kriegen kann. Zusätzlich gab es dann noch ein Sandwich und dann ging es los an die eigentliche Wanderung.

    Danach begann der Abstieg ins Tal. So würde jeder Tag hier sein: Man steigt ins Tal ab, um danach wieder daraus hinaufzuklettern. Während der gesamten Wanderung habe ich mit Reece und Yasmine Q&A gespielt. Zunächst fragten wir, um uns kennenzulernen, und irgendwann wurde es absurd. Während des Aufstiegs war das dann nicht mehr so einfach, aber wir haben es durchgezogen!

    Die Landschaft ist wahnsinnig grün für die Höhenlage, und Landwirtschaft wird hier auch überall betrieben. Einen Bauern haben wir auf seinem Feld getroffen und einen kleinen Schnack mit ihm gehalten. Er bearbeitet alle seine Felder von Hand, und das in einer Höhe von gut 3000m! Wahnsinn! Er hat uns dann um Wasser gebeten, und zum Glück hatten wir etwas, das wir mit ihm teilen konnten.

    Der erste Tag war der leichteste mit ca. 11 km und 500 hm. Trotzdem waren wir froh, als wir am Hostel ankamen, denn das hatte einen Spa-Bereich mit Sauna, Dampfsauna und Whirlpool! Was für ein Luxus, genau so etwas will man nach einer Wanderung haben und natürlich ein kaltes Bier!

    • Schon auf der Hinfahrt gab es schöne Aussichten!

    Abends gab es dann ein ausgezeichnetes, im Preis von 20 $ inkludiertes Abendessen. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Familienessen am großen Tisch mit 10 Leuten. Es wurden Scherze gerissen und viel gelacht und auch nach dem Essen noch ein oder zwei Stunden weiter gequatscht. Was für eine Truppe! Ich werde sie vermissen, wenn es nach Peru geht!

    Isinlivi nach Chugchillan (15.12)

    Der zweite Tag hatte es schon etwas mehr in sich mit 12,3 km und 730 hm, aber nichts, was nicht zu meistern wäre. Zusätzlich hatten wir im nächsten Hostel wieder die Aussicht auf eine Sauna! Da das Frühstück aber erst um 8 Uhr anfing, sind wir erst kurz nach 9 Uhr losgekommen. Alles kein Problem!

    Dieser Tag war meiner Meinung nach und auch der der anderen zu urteilen der schönste. Die Landschaft ist einfach nur wahnsinnig schön, es ging lange Zeit an einem Fluss entlang und durch wunderschöne Täler! Jeder, der Ecuador bereist, sollte diese Wanderung machen, es ist sicher, einfach zu finden und super günstig!

    Am Hostel gab es dann eine nette Überraschung: Die Buchung hatte nicht richtig funktioniert. Daher dachten die, es kämen keine Gäste, und wir bekamen schöne private Zimmer. So hatten Remy, Reece und ich jeweils ein Doppelbett für uns! Das Ganze gepaart mit einer Sauna und günstigem Bier – was für ein Leben!

    Danach das gleiche Spiel wie am Vortag: ein sehr familiäres Abendessen und danach noch lange Unterhaltungen. Dass sich diese Truppe so zusammengefunden hat, ist echt ein Wunder und wunderschön!

    Auf zum Quilotoa Lake! (16.12)

    Diesen Tag wollten wir die Füße etwas zügiger auf den Trail bekommen, da wir 13 km und etwas über 1000 hm vor uns hatten. Das Hostel sah das genauso und daher boten sie das Frühstück ab 7 Uhr an. Somit waren wir um kurz nach 8 schon unterwegs.

    Die Landschaft an diesem Tag war auch schön, aber im Vergleich zum Tag davor nicht ganz der Hammer. Als wir durch ein kleines Dorf kamen, wurde dann noch eine kleine Runde Fußball mit den Kindern dort gespielt. Ich hatte mich rausgehalten, da ich mir meine Puste aufsparen wollte.

    Auf der Kante der Kaldera angekommen, bot sich uns der Blick über die riesige Kaldera und den See darunter. Wir waren gerade noch rechtzeitig angekommen, bevor die Wolken die Sicht versperrten. Dort machten wir erst mal Pause und verspeisten unsere vom Hostel vorbereitete Lunchbox.

    Danach haben wir uns für den Weg in der Kaldera entschieden, da der Wind außen schon sehr stark pustete. Mir gefiel er sehr gut, auch wenn er herausfordernd war. Außerdem bot sich die ganze Zeit ein Blick über den See. Dessen Durchmesser betrug übrigens ca. 2 km und der der Kaldera war ca. 2,8 km. Riesig!

    Im Ort Quilotoa angekommen, haben wir uns dann in einem Gespräch mit einem Anwohner dafür entschieden, direkt mit ihm in die nächste Stadt zu fahren. Elf Leute (wir hatten noch einen auf dem Weg aufgesammelt) in einem Pickup-Truck. Wir saßen zu acht auf der Ladefläche, machen die hier alle so! Der 1 $ pro Person war die Erfahrung auf jeden Fall wert, auch wenn der Typ jetzt nicht gerade langsam gefahren ist!

    Vom nächsten Ort ging es dann mit dem Bus wieder nach Latacunga. Dort hieß es: etwas essen, Bier und duschen! Abends haben wir dann noch Arne, Felix und Yasmine verabschiedet, die zusammen ans Meer fuhren. Schon dabei flossen ein paar Tränen.

    Auf Wiedersehen Ecuador, auf Wiedersehen Freunde! (17. und 18.12)

    Am nächsten Morgen ist der Rest von uns zusammen frühstücken gegangen und danach habe ich mich von den restlichen sechs, die zusammen nach Baños fuhren, verabschiedet. Dabei konnte ich mir eine Träne noch verkneifen, als ich auf dem Weg zum Busbahnhof war. Es war eine fantastische Zeit! Fast einen ganzen Monat war ich jetzt nicht alleine unterwegs. Ich hoffe, ich sehe euch alle mal wieder! <3

    Danach ging es für mich mit dem Bus zurück nach Quito, wo ich mir mit Fabian und Lena, einem österreichisch-deutschen Pärchen, ein Taxi zum Flughafen teilte, denn sie waren im gleichen Flieger wie ich. Am Flughafen wollte ich eigentlich diesen Beitrag fertig machen, das hat sich dann aber doch als etwas ambitioniert herausgestellt.

    In Lima angekommen bin ich dann mit dem Uber zum Busbahnhof und habe mir einen Nachtbus nach Huaraz gebucht. Warum einen Tag in Lima gammeln, wenn ich da eh noch Zeit mit Melvin verbringen werde! Der Sitz war gemütlich, die Länge für mich aber mal wieder zu klein, wie soll es denn auch anders sein!

    Schlimmer war aber, dass die Klima kaputt war, es hatte am Anfang also 33°C in diesem blöden Bus! Später als wir dann in höheren Lagen waren bin ich aufgewacht, weil mir kalt war. Entweder wird man zum Eisklotz oder gebraten, was dazwischen gibt es wohl nicht.

    Gegen 7:30 bin ich dann in Huaraz angekommen und direkt zum Hostel getapert, da gabs erstmal Frühstück und ich konnte mich schonmal über die Touren informieren. Danach wurde erstmal ein bisschen gechillt, die Wäsche zur Reinigung gebracht, die Stadt erkundet und dieser Beitrag fertiggestellt.

    Ich habe mich schlussendlich nun dazu entschieden die Santa Cruz runde zu machen, das sind 4 Tage und 3 Nächte. Huayhuash wäre zwar auch möglich gewesen, aber nur mit biegen und brechen und auf den Stress hatte ich keinen Bock. Ich werde also die Nächsten 4 Tage kein Netz haben. Melde mich dann bei euch!

  • Tag 68 bis 76 – Galápagos, Isabela und San Christobal

    Las Tintoras Tour (01.12)

    Heute sind wir etwas später aufgestanden, da es Morgens geregnet hat und es somit keinen Grund gab, um früh aus dem Bett zu fallen. Ich bin etwas früher aufgestanden als die anderen und habe mich nach längerer Zeit mal wieder an den Morgensport gemacht, da muss ich echt mal ein bisschen dran bleiben…

    Nach dem Frühstück sind wir dann los, um eine Tour für den Tag zu buchen. Am Ende sind es zwei Touren und die Fährtickets geworden. Nach Galápagos muss ich echt den Spargang einlegen, das hat jetzt schon ein ziemlich großes Loch ins Budget gerissen.

    Die Tour beginnt erst um 14:30 also sind wir erstmal einkaufen gegangen, haben schon mal des Chili für Abends zubereitet und danach ein bisschen in der Bude gechillt. Das ist schon ein Vorteil, wenn man mit mehreren unterwegs ist und sich ein Airbnb leisten kann.

    Um 14 Uhr ging es dann los, abgeholt wurden wir an der Agentur in einem Minibus, der natürlich erstmal direkt zurück zu unserem Apartment fuhr, da dort deren Lager ist. Wären die Wege hier nicht alle so kurz, wäre ich angepisst gewesen… 😀

    Danach ging es dann zum Boot, auf dem Weg zum Anleger konnte man einen Seelöwen beobachten, der von seiner Mutter gefüttert wurde, wie wir später lernten machen die das bis zu einem Alter von 3 Jahren. Hatte mich schon gewundert, warum so ein großes Junges noch gefüttert wird.

    Nach einigen Erklärungen vom Guide ging es dann auf eine Insel, auf der einen kleine Rundtour gemacht wurde. Diese Inseln sind die, die direkt vor dem Hafen von Puerto Villamil liegen. Bei der Tour gab es viele Marine Iguanas, absurd viele Weißspitzenriffhaie in einem Kanal, Seelöwen und Schildkröten zu bewundern.

    Danach war dann Schnorcheln angesagt. Das war ganz nett, aber wenn man hier schon vier Tage getaucht ist, dann bringt einen der Anblick eines Rochens oder einer Meeresschildkröte so schnell nicht mehr aus der Fassung.

    Cerro grande und El Estero (02.12)

    Zunächst haben wir den Tag entspannt angehen lassen, da wir die Tour gestern und die Tour Morgen mit der gleichen Agentur gebucht haben durften wir heute für Umme ein Fahrrad ausleihen. Wir haben uns dann mit dem Taxi, die hier alle Pickups sind, fast bis ganz hochfahren lassen zum Cerro Grande.

    Es war noch ein kurzer Weg mit dem Rad und dann ging es zu Fuß weiter. Schon auf dem Rad habe ich gemerkt, dass Sandalen vielleicht nicht ganz die richtige Entscheidung war, denn alles hier ist nass. Die Inseln sind ziemlich unterteilt, die niedrigen Regionen sind sehr trocken und die höhergelegenen sind feucht.

    Na gut nützt ja nichts also hoch da! Nach ca. 45 Minuten erreichten wir den ersten Aussichtspunkt und ich war positiv überraschten, denn man konnte tatsächlich etwas sehen! Da wir davor durch die Wolken durchgefahren sind, hatte ich nicht mehr als eine graue Wand erwartet.

    Danach ging es dann noch in einer Runde um der Peak herum und dann wieder runter. Die Abfahrt mit dem Rad zurück in die Stadt hat dann richtig Spaß gemacht! Gut dass wir das nicht alles hoch geradelt sind, hab ich mir dabei die ganze Zeit gedacht.

    Zurück in der Bude war erstmal Beine und Sandalen Waschen angesagt, wie ihr gesehen habt, war das nötig. Danach gabs Mittag beim bekannten Grill gegenüber und danach Mittagsruhe.

    Später am Nachmittag sind wir dann nochmal losgezogen, um uns El Estrado ein weiteres Mal, bzw. für Remy zum ersten Mal anzuschauen. Danach sind wir noch zu Concha del Perla, aber das war nicht allzu spannend. Hier hätte man Schnorcheln können, es gleicht aber eher einem Pool und die Leute paddeln da so laut drin rum, dass sich eh alles verkriecht.

    Danach ging es zu Yummi Yummi der angeblich besten Empanada hier in der Stadt. Seit drei Tagen versuchten wir schon da was zu bekommen, immer hatte der zu, aber heute nicht! Tja, was soll ich sagen, waren nice, aber vom Hocken gehauen haben die mich jetzt auch nicht.

    Am Abend gabs dann noch den Rest vom Chili und eine fette Chillung, am nächsten Tag mussten wir nämlich früh raus für eine Tour zum Sierra Negra Vulkan.

    Sierra Negra, minas de azufre und Sucre Cave (03.12)

    Abgeholt werden sollten wir gegen 7:15, also bin ich mal entspannt um 6:20 aufgestanden, sogar ohne Wecker, und habe mir Frühstück gemacht. Die anderen pennen immer etwas länger, deswegen habe ich für sie vorbereitet, was ich konnte. Ich bin lieber etwas früher wach und habe dann weniger Stress, man wird ja doch älter….. 😀

    Dann ging es mit dem Taxi los zum Vulkan. Der ist ja bislang immer in den Wolken verborgen geblieben, aber ich hatte schon mehrfach gehört, dass es oben sonnig sein soll, na lassen wir uns mal überraschen! Die Fahrt bis zum Beginn der Wanderung hat ca. eine Stunde gedauert und tatsächlich wurden wir oben von der Sonne geküsst!

    Nach kurzem Staunen über den Ausblick ging es los in die Caldera hinunter. Dort ist es wie in einem Ofen, die Sonne brennt unerbittlich und es geht kaum ein Lüftchen. Das frühe aufbrechen ist also nicht zum Spaß, denn Nachmittags wird man hier bestimmt gegrillt!

    Nach und nach stieg einem immer öfter und immer stärker der Geruch von faulen Eiern in die Nase, wir kommen näher! Die Landschaft ist beeindruckend, ein bisschen wie eine Mischung aus Mond und Mars.

    An den Minas de Azufre angekommen, merkt man die vulkanischen Gase in der Kehle. Der Guide sagt wir dürfen nicht länger als 10 Minuten hier bleiben, danach wird es gefährlich. Also ein paar Videos und Fotos machen und es geht wieder etwas weiter runter.

    Dort waren die Spalten aus denen die Gase strömen vor etwa einem Jahr noch aktiv. Nun kommt noch heiße Luft raus, so heiß das man die Hand nach weniger als einer Sekunde wegziehen muss, aber sie stoßen keine Gase mehr aus.

    • Die Vulkane schauen tatsächlich aus den Wolken heraus und im Panorama sieht man auch, das sie diese teilen.

    Danach ging es den Weg wieder zurück und es wurde immer wärmer und wärmer. Ich verstehe jetzt, warum die Dame in der Agentur sagte, man würde keinen Guide finden, der das mit einem am Nachmittag macht.

    Danach ging es dann zum Sucre Cave, einem alten Lavatunnel. Nicht super spannend, aber auch mal nett zu sehen. Anschließend sind wir zu einer Farm gebracht worden, auf der wir Früchte probieren durften. Scheint mir alles ein bisschen Lückenfüller gewesen zu sein, aber gut. Zum Schluss gab es dann Mittagessen am Strand, war ok… 😀

    Danach haben wir erstmal ein bisschen gechillt, schon mal unsere Sachen gepackt und später den Sonnenuntergang am Strand angeschaut. Der war nach 4 Abenden nun endlich mal gut!

    • Es gibt hier keine Contrainerhäfen. Die Schiffe ankern vor der Küste, laden mitteln eines Krans einen 20 Fuß Container auf ein Floß und die tuckern damit dann an Land. Was ein Aufwand, kein Wunder das Bier 4$ kostet!

    Fähre und Fähre (04.12)

    Die Fähre von Isabela nach Santa Cruz fährt schon um 6 Uhr und um 5 Uhr holte uns das Taxi ab, heißt wir mussten früh raus. Dann hieß es erstmal zwei Stunden Fährfahrt.

    In Santa Cruz angekommen haben wir unsere großen Rucksäcke bei der Tauchbasis, bei der wir vorher waren, unterbracht und sind erstmal frühstücken gegangen. Danach wurde gechillt, Mittag gegessen und dann hieß es auch schon wieder auf zum Hafen, die nächste Fähre wartet.

    Mit der ging es diesmal nach San Christobal, die zweit Bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Hier ist abends dann nicht mehr viel passiert, außer das wir kurz am Wasser waren zum Seelöwen gucken und was gegessen haben.

    Playa Mann und Night dive (05.12)

    Wir hatten einen Nachttauchgang gebucht und da wir alle etwas Platt waren haben wir den Tag mal ganz langsam gemacht. Entspannt aufstehen, dann mal an den Strand, später dann Mittag und danach mal bei der Divebase vorbei zum Gear Fit. Achja eingekauft und gekocht haben wir auch noch, damit wir nach dem Tauchgang was zu essen haben.

    • Die Seedrohnen wer zur Bekämpfung des Drogenhandels eingesetzt. Scheinbar von den USA zur Verfügung gestellt

    Der Tauchgang war dann nicht ganz so spektakulär wie ich gehofft hatte und von den Guides etwas unorganisiert unter Wasser. Auch hatte ich viel zu wenig Blei und da wir Flach unterwegs waren hatte ich echt zu kämpfen unten zu bleiben, aber da zahlt sich gute Ausbildung und Ruhe aus. Wer Unterwasser in Panik gerät, hat verloren, also cool bleiben!

    Tauchen am Kicker Rock und Mini Wanderung (06.12)

    Wir hatten für den Tag nach dem Night Dive zwei Tauchgänge am Kicker Rock gebucht. Dieser soll eine der besten Dive Spots in ganz Galápagos sein. Lassen wir uns mal überraschen!

    Zunächst mal aufstehen, Frühstücken und dann ab zum Anleger und aufs Boot. Diesmal ist es kein reines Taucherboot, sondern wir sind nur vier Taucher und der Rest schnorchelt nur. Daher sind wir auch nicht direkt zu dem Dive Spot gefahren, sondern erstmal auf einem Strand an Land gegangen. Die anderen konnten Schnorcheln und wir konnten die Gegend erforschen.

    • Kicker Rock unser heutiger Divespot. Es soll einer der besten sein, leider war die Sicht nicht besonders gut…

    Dort haben wir dann auch eine weight check gemacht und das war auch gut so, denn mit meinen angepeilten 11Kg wäre ich deutlich zu leicht gewesen, aber weil die keine 1Kg Gewichte mehr hatten musste ich mit 14 Tauchen. War auch in Ordnung, die Ausrichtung war nicht ganz so gut und ich musste das Jacket etwas stärker aufpusten, aber besser so als beim Sicherheitsstop mit leerem Alu Tank zu leicht zu sein.

    Die Tauchgänge waren wirklich schön, aber leider war die Sicht nicht besonders gut. Das hatte aber auch was Mystisches, da die Haie aus dem Nichts auftauchten und direkt danach wieder verschwanden. Ihr müsst euch leider noch ein bisschen Gedulden, bislang bin ich noch nicht dazu gekommen die Videos zu schneiden.

    Nach den Tauchgängen sind wir dann erstmal nach Hause und haben uns danach nochmal auf eine kleine Wanderung zur Darwin Bay gemacht, wo wir Tags zuvor den Nachttauchgang absolviert hatten. Viel mehr ist den Abend dann auch nicht passiert, reicht auch!

    • Ich mag Karten, deswegen müsst ihr euch die angucken! 😀

    Ein Berg ohne Aussicht und Delphine (07.12)

    Remy und ich haben uns entscheiden an diesem Tag eine kleine Fahrradtour zu machen, während Chloe die 360 Tour macht. Die war uns mit 150$ nach dem ganzen Tauchen aber etwas zu teuer. Wir haben und also zusammen mit Chris, einem Niederländer den wir schon auf Santa Cruz kennengelernt haben, Fahrräder gemietet und sind mit dem Taxi zum El Juncu. Das ist ein See in einem erloschenem Vulkan.

    Leider waren die Berge komplett in den Wolken und alles war matschig. Chris und ich sind einmal drumherum gewandert, danach waren die Schuhe auf jeden Fall nass. Danach haben wir uns dann mit den Rädern schnell auf den Rückweg gemacht. Einen kurzen Anstieg mussten wir überwinden und dann ging es nur noch Bergab. Die Abfahrt war rasant und das spaßigste bislang an diesem Tag.

    • Leider gab es keine Aussicht über die gesamte Insel, die man bei gutem Wetter haben soll! :/

    Zurück in der Stadt haben wir erstmal die Räder zurückgegeben, danach gab es ein Menu del día und danach bin ich mit Chris an den Strand. Dort wurde ein bisschen geschnorchelt und wir haben eine riesige Gruppe Delphine gesehen. Das müssen bestimmt mehrere hundert gewesen sein. Was hätte ich gegeben da gerade mit einem Boot draußen zu sein!

    Abends haben wir uns dann mal gegönnt und Languste gegessen. Muss auch mal sein so etwas und der Spaß hat ja auch nur 25$ gekostet, das kann man verkraften!

    Lecker wars!

    Der letzte Tag auf San Christobal (08.12)

    Da Chloe´s Flieger schon an diesem Tag ging haben Remy und ich was zu zweit unternommen. Zunächst sind wir zu einem Strand gewandert, an dem man wegen Ebbe leider nicht schwimmen konnte, da alle Steine aus dem Wasser ragten.

    Also sind wir zurück zur Darwin Bay und sind dort schwimmen und Schnorcheln gewesen, bis auf eine Gruppe Baby Baracudas war aber nichts zu spannendes dabei.

    Anschließend gabs Mittag und dann mussten wir auch schon unsere Rucksäcke aus der Bude holen und zum Fährterminal, denn wir beide hatten das nicht so ganz so gut geplant und unsere Flüge gehen von Baltra. Also mussten wir nochmal eine Fähre nach Santa Cruz nehmen und dort eine Nacht verbringen.

    So eine Sicht gab es Puerto Ayrona noch nie für uns!

    So schlimm war das aber nicht, denn das Wetter war das erste Mal so richtig gut und so konnten wir in Puerto Ayrona nochmal die Sachen shoppen, die wir uns bislang noch verkniffen hatten. Für mich war das ein Jutebeutel mit einem tollen design, kann man ja immer gebrauchen… ;D

    Der letzte Morgen und die Reise nach Quito

    Unsere Flüge gingen beide um kurz nach 11. Also sind wir mal ganz entspannt gegen 8 frühstücken gegangen und dann mit dem Bus nach Baltra rüber. Ich war dann etwas spät dran, das Boarding startete um 10:15 und ich war um 10:15 am Luggage Checkin, aber der Flughafen ist winzig also war das kein Problem.

    Ich wurde dann am Gate ausgerufen, ich solle zu einer Gepäcküberprüfung. Die Jonglierbälle können es ja nicht sein, die sie sonst immer für Früchte gehalten haben, die habe ich ja im Handgepäck. Ich wurde dann in einen Nebenraum geführt und gefragt, ob ich Korallen mitgenommen hätte, natürlich nicht war meine Antwort. Danach fiel es mir dann ein, das kann ich jetzt hier aber nicht näher erläutern, sagen wir so es hat sich am Ende alles in Wohlgefallen aufgelöst.

    • Chef ich hab Malleut!

    Beim Anflug auf Quito konnte man dann schon mal einen Blick auf den Cotopaxi werden, echt ein schöner Anblick! Ich habe am Flughafen dann auf Remy gewartet, der etwa zwei Stunden nach mir ankam, und wir haben uns das Taxi in die Stadt geteilt.

    Erstmal ein Bier auf der Dachterrasse des Hostels und mit was für einer Aussicht! Abends gab es dann leckeres Essen beim Family Dinner, da kann man mit anderen Gästen des Hostels zusammen Essen, wirklich eine tolle Sache. Danach gab es noch ein paar Bier und dann ging es ins Bett. Morgen geht es dann nach Cotopaxi, da ich dort kein Netz haben werde, werdet ihr auf die nächsten Updates etwas warten müssen!

  • Tag 58 bis 67 – Bogotá und Galápagos

    Nachtbus und Bogotá

    Zunächst ging es mit dem Nachtbus wieder von San Gil nach Bogotá. Der war natürlich erstmal zwei Stunden zu spät, super! Schlafen war wieder nicht, eher ausruhen und morgens musste ich dann direkt zum Krankenhaus zu einem Kontrolltermin für den Daumen.

    Dort kam ich gut eine Stunde zu spät an, wegen der Verspätung des Busses. Den Termin konnte ich trotzdem wahrnehmen. Kurzgefasst, alles gut so weit und ich soll in zwei bis drei Wochen nochmal ein Röntgenbild machen lassen. Der Arzt konnte mir einen Kollegen in Quito nennen, den er kennt, da muss ich noch einen Termin machen, fällt mir gerade ein….

    Ich habe dann noch versucht eine Stack-Schiene in meiner Größe zu finden und habe, nachdem ich bei 15 Läden gefragt habe, aufgegeben und bin zum Hostel gefahren. Die wollten mich aber nicht sofort ins Zimmer lassen, also bin ich erstmal nochmal los und habe weiter gesucht, leider wieder ohne Erfolg.

    Ich habe dann Bradon, dem Eigentümer des Motorradverleihs, geschrieben und seine Frau war so nett für mich rum zu telefonieren, um eine Schiene zu finden. Das hat sie dann auch tatsächlich und ein Mitarbeiter von ihnen hat sie auf dem Weg abgeholt.

    Abends bin ich dann mit Brandon und ein paar anderen ein oder auch mehr Bier trinken gegangen. Wirklich nette Leute muss man sagen. Sie hätte mir in dieser Situation nicht helfen müssen und haben es trotzdem getan, es gibt doch gute Menschen auf dieser Welt!

    Zum nächsten Tag gibt es nicht viel zu erzählen, außer dass ich einen langen Spaziergang unternommen habe und ein wirklich gutes Abendessen in einem Restaurant hatte und sehr früh ins Bett gegangen bin. Am nächsten Morgen musste ich nämlich vor 4 Uhr aufstehen, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen.

    Die Reise nach Galápagos (Ecuador)

    In Bogotá hat alles erstmal gut geklappt. Ich war auch nur leicht müde, da ich aufgrund meines frühen zu Bett Gehens doch etwas mehr als 6 Stunden geschlafen hatte.

    Mein Flug hatte eine Verbindung über Guayaquil und wir hatten eine Stunde Verspätung, weil es kurz vorm Start einen Notfall an Bord gab. Ich musste mich also beeilen, um meinen Anschlussflug zu bekommen. Als ich am Gepäckband vorbeikam, dachte ich mir noch, „muss ich das wohl rausholen? Nä sind beides Avianca Flüge, in Bogotá haben sie nichts gesagt und auf dem Gepäckband steht auch GPS (Kürzel für den Baltra Flughafen auf Galápagos)“. Diese Fehleinschätzung würde sich kurz später rächen.

    Am Gate angekommen hatte ich dann doch noch etwas Zeit und was für mich ungewöhnlich ist, ich stand als erster beim Bording, weil in Gruppen aufgerufen wurde. Das hat mir im Rückblick den Arsch gerettet.

    Auf der Bridge wollten sie uns noch nicht reinlassen und nach einigen Minuten sagte die Mitarbeiterin zu mir ich sollte zum Schalter am Gate zurück, denn irgendetwas mit meinem Gepäck würde nicht stimmen. Dort sagte man mir dann, dass ich mein Gepäck hätte holen und neu einchecken müssen. Ich hätte 20 Minuten Zeit, um das zu tun!

    Ich bin also losgesprintet zurück durch den gesamten, zum Glück kleinen, Flughafen. Erstmal eine Mitarbeiterin fragen, wie ich da überhaupt wieder reinkomme. Sie hat mich in die Gepäckabfertigung gelassen, danach musste das Ding durch einen Scanner und ich durfte die Treppen hoch sprinten mit dem gesamten Gepäck, weil die Rolltreppen voll waren.

    Problem! Die Checkinschalter sind zu! Der Mitarbeiter verwies mich zu einem Avivanca Stand. Die nette Frau hat dann kurz telefoniert und mir mit den zügigen Aktionen danach den Arsch gerettet. Ich musste erneut durch die Sicherheit und bin dann mit offenen Schuhen, weil ich die natürlich wieder ausziehen durfte, zum Gate gesprintet.

    Geschafft! Gerade so rechtzeitig bin ich im Flieger angekommen, sie haben mein Aufgabegepäck noch schnell im Flugzeug verstaut und als Entschädigung hab ich ein Glas Wasser bekommen! Top!

    So etwas habe ich echt noch nie erlebt! Ein Ticket, eine Buchung, da muss man doch sein Gepäck nicht erneut einchecken! Da werde ich mich bei Avianca nochmal Beschweren!

    • Früh Morgens geht es los am Flughafen El Dorado

    Nun ja, der Rest der Reise ist dann entspannt verlaufen und Nachmittags bin ich in dem Airbnb angekommen, in dem Remy schon auf mich gewartet hat, endlich ist es so weit! Galápagos Baby!!!

    Etwas später kam dann Chloe an, eine Britin die Remy im Flieger kennengelernt hat. Sie teilt das Airbnb mit uns und geht auch mit uns Tauchen. Wir sind dann erstmal zum Anleger, wo man tatsächlich zahlreiche Babyhaie und verschiedene Rochen im Wasser beobachten kann. Schon wirklich verrückt!

    Abends dann noch schnell die Ausrüstung anprobieren, was essen und dann ins Bett denn Morgen:

    Let the Diving begin (24.11)

    Aufstehen um 6 Uhr, denn um 5 vor 7 müssen wir an der Base sein. Vorher aber erstmal ein paar Eier braten, denn jeder weiß: Ohne Mampf, kein Kampf!

    Erstmal werden wir über die gesamte Insel gefahren, denn das Boot und die Spots sind auf der anderen Seite. Dabei steigt die Vorfreude immer weiter! Dort ankommen erstmal einen Kaffee ziehen, für günstige 2$, man ist schon verwöhnt von den Preisen in Kolumbien! Und ja, die nutzen hier tatsächlich den US-Dollar. Deren Währung ist den Bach heruntergegangen und dann haben die den einfach eingeführt. Ist für mich sogar das erste Mal, dass ich mit physischen USD bezahle!

    Kurze Zeit später ging es dann ab aufs Boot, Briefing, langsam fertig machen und ca. 40-50 Minuten später ins Wasser. Heute wurde an Gordon Rocks getaucht, ein alter Vulkan, der nach und nach im Meer versunken ist. Die Tauchgänge waren unglaublich gut. Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben, hier mal ein Video. Das ganze werde ich dann wieder zu einem YouTube-Video zusammen schneiden, aber keine Ahnung wann ich dazu komme.

    Zusätzlich haben die Guides teilweise wirklich tolle Fotos gemacht, davon möchte ich auch ein paar mit euch teilen.

    Die nächsten Tage

    Am Dienstag sind wir bei Seymour Mosquera getaucht, tags drauf wieder Gordons Rocks und am Donnerstag ging es nach Daphne. Alles wirklich schöne Tauchgänge, aber den ersten Tag hat leider nichts mehr geschlagen.

    Ich habe dann einen Tag gecancelt, da ich drei Tage lang Probleme beim Druckausgleich hatte und dies am Ende auch etwas wehgetan hat. Lieber einmal weniger tauchen als einen dauerhaften Schaden davon zu tragen.

    Viel mehr ist die Tage auch nicht passiert, morgens gefrühstückt, dann aufs Boot, Nachmittags chillen und Abends kochen. Einen Nachmittag habe ich die Darwin Research Station besucht, das war ganz interessant.

    Es wurde viel Wissen über die hier ansässigen Riesenschildkröten vermittelt und wie sie deren Populationen wieder aufgebaut haben, nachdem sich Jahrhunderte lang Seefahrer, die hier vorbeikamen, an ihnen bedient hatten.

    Am Donnerstag (27.11) haben wir uns dann nach den ganzen Tauchgängen mal was gegönnt uns sind fancy essen gegangen. Freitag ist dann nicht wirklich viel passiert, außer das wir bei Darwin+Wolf zum Black Friday shoppen waren. Das ist eine Designermarke hier von den Inseln die mit den Verkäufen Programme zum Schutz von Haien unterstützt. Da kauft man doch gerne mal zwei T-Shirts

    Die nächste Insel – Isla Isabela

    Am Samstag (29.11) sind wir zunächst zur Tortuga Bay und haben dort den Vormittag verbracht. Ein wirklich schöner Strand und auch eine schöne Wanderung dorthin.

    Danach ging es dann nochmal ins Airbnb, Duschen und dann ab zur „Fähre“. Warum das in Anführungszeichen ist? Das sind eher zur Fähre umgebaute Yachten, habe ich so auch noch nicht gesehen. Die Überfahrt dauerte gut zwei Stunden und war auch recht rumpelig, aber seekrank bin ich nicht geworden.

    Am nächsten Airbnb angekommen heißt es dann erstmal schnell etwas zu essen fassen. Gut das vor der Tür direkt die Fressmeile ist. Klingt vielleicht sogar etwas zu groß, eher ein Fressmeilchen, denn Puerto Villamil hat nur gut 3000 Einwohner. Es ist schon sehr beschaulich hier. Danach bin ich mit Remy noch ein Bier trinken gegangen und das wars dann auch gewesen für den Tag.

    Flamingos gucken und Fahrradtour (30.11)

    Erstmal ausschlafen bis 8 Uhr, danach wurde was zum Frühstücken eingekauft und danach kann man in den Tag starten! Am Vormittag stand eine kostenlose (das muss man hier immer dazu sagen, denn oft ist ein Guide für die Wanderungen vorgeschrieben) Wanderung auf dem Programm, bei der man Flamingos beobachten können soll.

    Wir sind also losgetapert zum ersten Teich, wo die sich tummeln. Dort angekommen waren alle etwas enttäuscht, denn wirklich viele waren nicht zu sehen und wirklich nah war man auch nicht dran. Auf OSMAND+ sehe ich aber es gibt noch einen weiteren Weg, also hin da.

    Es stellte sich dann leider heraus, dass der ein bisschen heruntergekommen war und teilweise von Iguanas blockiert wurde. So weit wie es ging haben wir in jedoch dennoch beschritten.

    • Du kannst nicht vorbei!

    Man musste dann etwas weiter die Straße hoch und dann konnte man dem Weg weiter folgen. Wirklich spektakulär war das aber auch nicht. Etwas weiter oben gab es dann nochmal einen Tümpel mit ca. 5 Flamingos, alles nix Weltbewegendes, da habe ich in Spanien schon mehr gesehen.

    Also erstmal zurück zum Airbnb und ein Menu del Día einverleiben. So gestärkt geht es dann los ein Fahrrad ausleihen und Chloe und ich (Remy blieb zuhause) machten uns auf den Weg zur Wall of Tears. Das ist ein Überbleibsel von einem alten Sträflingslager und auf dem Weg soll es viele schöne Orte und Aussichtspunkte geben.

    Zunächst wird man auf der Tour mit einem Wunderbaren langen Strand begrüßt, danach geht es an einem schönen Pozo vorbei und schon muss man sich beim Fahren in Acht nehmen, denn die Iguanas liegen über die ganze Straße verteilt, um sich aufzuwärmen.

    Neben schönen Stränden kann man auch noch halb eingestürzte Lavatunneln bewundern und sich die Riesenschildkröten direkt auf dem Weg genauer anschauen. Die Wall of Tears an sich ist dann relativ unspektakulär, spannender sind da die beiden Aussichtspunkte.

    Auf dem Rückweg sind wir dann bei El Estrado vorbei und das hat dem ganzen dann die Krone aufgesetzt. Wir hatten Glück, denn es war Ebbe und so könnten wir durch die Mangroven durch bis auf die Lavafelsen vor. Dort konnte man das Leben in den Gezeitenpools beobachten und vor allem den Blaufußtölpeln, Pelikanen und Seelöwen beim Jagen zuschauen.

    Da der Beitrag jetzt schon wieder ziemlich lang ist, werde ich den zweiten Teil von Galápagos separat verarbeiten. Sneak peak, es wird ein Vulkan bewandert (drückt die Daumen für gutes Wetter!), es gibt eine Sschnorcheltour, es wird wieder getaucht und vieles mehr. Bis dahin, ihr lieben!