Kategorie: Kultur

  • Tag 33 bis 41 – Santa Marta und Medellín

    Santa Marta und das leiden geht los

    Eigentlich hatte ich mir extra zwei Nächte in Santa Marta genommen, um die Stadt noch etwas zu erkunden. Nachdem ich Nachmittags also angekommen war, bezog ich erstmal das Bett im Schlafsaal. Danach ging es etwas zu essen Fassen und zum Sonnenuntergang ans Meer.

    • Yummi, erstmal Coco frío gönnen!

    Abends gab es dann noch ein Bierchen an der Bar und ein nettes Gespräch mit einem Franzosen. Dabei merkte ich aber schon, dass es mir nicht so ganz gut ging. Das hat sich dann in der Nacht verstärkt und ich habe sehr schlecht geschlafen. Den nächsten Tag ging es mir auch nicht besonders gut, sodass sich mein Ausflug auf einen Weg in ein Café beschränkt hat, die restliche Zeit habe ich im Bett verbracht.

    Am nächsten Tag stand ja aber nun der Flug nach Medellín an, also erstmal Ibu rein um etwas besser schlafen zu können. Das hat zum Glück auch geholfen und am nächsten Tag war ich deutlich fitter und habe den Flug auch gut überstanden.

    In Medellín wird es schlimmer

    Erstmal mit dem Bus in die Stadt, der Flughafen ist sehr weit außerhalb, und danach mit dem Uber zum Hostel. Am Nachmittag ist noch alles tutti, ich genieße die Gespräche mit den anderen Reisenden, nachdem es an der Küste doch irgendwie einsam war. Als ich auf dem Weg zum Essen bin, geht es dann aber richtig los. Die Nacht war dann der komplette Horror, 9 Stunden im Bett gelegen und ganz 3 Stunden geschlafen.

    Alles klar, heute gibt es nur eine einzige Aufgabe, und zwar zum Arzt gehen. Direkt um die Ecke gab es einen, aber leider erst einen Termin um 11, also etwas Zeit totschlagen. Dabei kommt mir die Überlegung ein Hotelzimmer zu nehmen, denn noch so eine Nacht will ich nicht in einem Schlafsaal verbringen. Naja erstmal wieder zum Arzt und natürlich kann der kein Englisch, also muss ich ihm das auf Spanisch verklickern. Hat auch tatsächlich funktioniert. Morgen muss ich zu einem Labor, eine Urinprobe abgeben und einen Bluttest auf Malaria machen.

    Wieder zurück im Hostel schreibe ich mit meiner Schwester hin und her und Fasse aufgrund dieses Gespräch endgültig den Entschluss mir ein Hotelzimmer zu nehmen und das war auch gut so. Die Nacht, die danach kam, war gar nicht schön und ich war kurz davor einen Krankenwagen zu rufen aufgrund des hohen Fiebers.

    Am nächsten Tag ging es dann ins Labor und nochmal zum Arzt, da ich die erste Behandlung noch bezahlen musste und da es mir so massiv schlecht ging wollte ich den Arzt nochmal sehen, der hieß mit zweitem Namen übrigens Escobar – haha! Da ich mir ziemlich sicher war, dass ich einen Harnwegsinfekt hatte wollte ich das er mir dafür schon einmal Antibiotika aufschreibt. Er hatte dann noch eine Akupunktur machen wollen und ich dachte mir, „wird ja wohl nicht schaden“.

    Ob es jetzt das Antibiotikum oder die Akupunktur war kann ich nicht sagen, aber die nächste Nacht war deutlich besser. Am Abend kamen dann noch die Ergebnisse der Untersuchung und ich hab so viel verstanden, dass es keine Malaria ist! Da fiel mir ein Stein vom Herzen kann ich euch sagen. Die nächsten Tage war dann erstmal Bettruhe und Langsam machen angesagt

    Pablo Escobar Tour mit Diego

    Meine erste Aktivität in Medellín habe ich von Luisa empfohlen bekommen und das war wirklich ein guter Tipp! Diego ist in New York geboren und aufgewachsen als Kind von Kolumbianischen Einwanderen. Mit 13 ist er auf die schiefe Bahn gekommen und nach und nach in die Geschäfte des Medellín Kartels in den USA gerutscht.

    Das ganze fing bei ihm damit an, dass er Geld umher gefahren hat. Zu spitzenzeiten hat das Kartel 2,5 Miliarden Dollar täglich verdient und das natürlich alles in Bar. Das muss natürlich alles irgendwie nach Kolumbien kommen und da kommmen Leute wie Diego ins Spiel. Danach ist er dann nach und nach aufgestiegen und hat die ganze Sache Hautnah mitbekommen bis er 1999 verhaftet und zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

    Als erstes hat er uns zum Parque Inflexión gefahren. Einem Ort des gedenkens für alle unschludigen Zivilisten, Polizisten und Politker die in der Zeit ermordet wurde oder durch Autobomben als „Kollateralschäden“ ums Leben gekommen sind. Die ganzen Informationen die er dabei gedropt hat kann ich gar nicht wiedergeben und wer die Tour noch machen will soll ja auch noch was neues erfahren können.

    • Denkmal für alle unschuldigen Zivilisten, Polizisten und Politker die in dieser Zeit durch Autobomben, Attentate oder Schusswaffen ums Leben gekommen sind

    Eines wurde aus seinen Erzählungen aber immer wieder klar, die Kolumbianische Regierung nutzt Pablo für viele Dinge als Sündenbock, um eigne Verfehlungen unter den Teppich zu kehren. Objektiv bestätigen kann ich das natürlich nicht, aber ein Beispiel, das Diego nannte, war ein Flugzeugabsturz. Pablo hatte die Information bekommen, dass der Kolumbianische Präsident an Board sein soll und hat eine Bombe platzieren lassen.

    Nachdem diese hochgegangen ist, wurde klar, dass er nicht an Board war. Danach hat er seinen Informanten verhört, heißt in dem Fall natürlich gefoltert, und der hat zugegeben, dass ihn die Regierung beauftragt hat diese Information an ihn heranzutragen. Die Regierung hat also von der Bombe gewusst und nichts unternommen. Wie gesagt, alles nicht überprüfbar, aber es hat schon ein geschmäckle.

    Danach ging es weiter zum Friedhof wo Pablo mit seiner Familie begraben liegt, auch Griselda Blanco liegt hier. Die Frau, die Pablo in das Geschäft eingeführt und ihm alles beigebracht hat. Diego sagte, das dies die einzige Person im Geschäft war, vor der Pablo Respekt hatte und das soll schon etwas heißen.

    Bei Pablos Beerdigung waren über 25000 Menschen, dies zeigt, finde ich, was für eine ambivalente Persönlichkeit er war. Auf der einen Seite hat er viel Gutes für die arme Bevölkerung in Medellín getan und auf der anderen Seite ist er verantwortlich für so viel Leid und Tod gewesen.

    Und natürlich gab es direkt am Grab einen Doppelgänger, mit dem man für ein paar Pesos Fotos machen konnte, dass hab ich mir aber gespart, da ich es doch etwas sehr morbide Fand.

    • Danach zum Friedhof mit Aussicht

    Danach ging es weiter zu dem Haus wo er sich als letztes versteckt hat und wo er am Ende auch gestorben ist. Die offizielle Variante ist, dass er mit drei Schüssen von der Polizei getötet wurde. Diego hat aber beweise die das widerlegen, zum einen Fehlen die beiden anderen Einschusslöcher in der Brust, zum anderen wurde der Körper nach dem Tod für die Fotos bewege und zu guter Letzt ist das einzige Einschussloch direkt am Ohr. Dort wo man einen Schuss setzten sollte, um sicher zu Sterben.

    Pablo wollte nie von der Polizei gefasst werden, da ihn eine Gefängnisstrafe in den USA erwartet. Also warum dieser Aufwand der Polizei? Ganz einfach, es gab ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar ausgesetzt von den USA, also haben sie einfach behauptet sie hätte ihn erschossen und haben das Kopfgeld kassiert.

    Danach ging es dann ins Barrio Escobar, das ist eine Nachbarschaft die Escobar damals am Standort einer offenen Müllkippe hat errichten lassen. Zunächst hat er diese räumen und säuber lassen und danach wollte er 5000 Häuser bauen. Als 1300 fertig waren, hat die Regierung das aber mitbekommen und wollte alles abreißen lassen. Also hat Pablo den Leuten schnell die nötigen Dokumente gegeben und sie einziehen lassen, somit konnte die Regierung die Häuser nicht abreißen.

    Die Menschen dort verehren ihn bis heute, was dazu führt, dass die Regierung dieses Barrio von der Karte hat streichen lassen da sie das ganze Thema Escobar nicht positiv besetzt sehen wollen. Das ist auch der Grund, warum mittlerweile die ganzen Grafities von ihm übermalt wurden, weil die Menschen hier wieder ins normale Stadtleben zurückkehren wollen.

    Meiner Meinung nach ist das einzige, was er hier bezwecken wollte positive Presse und nicht mehr. Ich glaube nicht das es aus dem guten in seinem Herzen heraus entstanden ist. Er wollte Politiker werden und musste sein Image aufbessern, mehr nicht.

    • Barrio Escobar

    Zu guter Letzt kann ich nur sagen, es war eine wirklich gute Tour und ich kann sie jedem weiterempfehlen! Diego ist ein netter Kerl der eine wirklich spannende Geschichte zu erzählen hat. Er hat in seinem Leben einiges verbrochen, aber hat seine Strafe verbüst und verdient es sich hier ein neues Leben aufzubauen, was ihm in den USA nicht möglich ist. Jeder der das ganze mal selber erleben will, meldet euch bei SAT Tours in Medellín.

    Wander im Parque Arví

    Am nächsten Tag bin ich der Stadt mal entflohen und zum Arví Park gefahren. Schon die Fahrt dort hin ist ein Spektakel, denn man fährt nicht nur mit der Metro, die hier komplett oberirdisch und erhöht fährt, sondern auch mit Seilbahnen die zum Metrosystem gefähren. Man schwebt also über Stadtteile hinweg und kann das Leben untersich auf den Straßen beobachten, dass war wirklich mal eine Erfahrung, wenn man die Dinger sonst nur in Skigebieten benutzt!

    Natürlich hab ich mir da oben dann keine Tour gebucht, sondern fix mit OSMAND+ eine Route geplotet und ab gehts! Das war auch wirklich eine gute Entscheidug, denn ich hatte die Wanderwege für mich!

    • Schon die Fahrt mit der Metro biete einem ein paar schöne Ausblicke in die Stadt

    Tour nach Guatape

    Hier hab ich mal entschieden was über GetYourGuide zu buchen, denn der Preis war echt unschlagbar. 29€ für Transport, essen und alle Aktivitäten. Los ging es um 7:30, danach dann ein ziemlich dürftiges Frühstück und kurz nach 10 waren wir dann an diesem berühmten Stein. Ich bin dann mit Simon, einem Schweden den ich kennengelernt und in Salento wieder treffen werden, in 10 Minuten die 260m und 650 Stufen da hoch marschiert, denn wir hatten nur 1,5h Zeit. Das ist halt der Nachteil, wenn man solche Touren macht, die Zeit wird einem vorgegeben. Naja wir hatten oben trotzdem genug Zeit, um die Aussicht zu genießen.

    Danach ging es auf eine leider ziemlich veregnete Bootsfahrt, die ich mir ehrlich gesagt auch hätte sparen können. Naja ist nun mal mit drin, gabs halt ein Bierchen und man hat ein bisschen gequatscht. Das Mittagsessen war dann zum Glück deutlich reichhaltiger und leckerer als das Frühstück.

    Zum Schluss haben wir dann noch die Stadt Guatape erkundet die wirklich süß und einen Besucht wert ist. Die Häuser sind alle Bunt, zumindest vorne, hinten wird dann immer gespart. Unten haben sie alle Sockel mit gemeldet die immer Geschichten erzählen, manche davon sind richtig witzig.

    Danach ging es dann schon wieder zurück, alles in allem kann man sich nicht beschweren, aber so richtig warm werde ich mit solchen Touren nie. Naja etwas Positives hat ja auch immer, man lernt Leute kennen!

    • Ist wohl ein überbleibsel eines Vulkans

    Der Letzte Tag

    Heute war ich in der Stadt, habe mein Handy entsperren und reparieren lassen. Leider ging letzteres nicht auf Garantie, aber es waren nur 67€ also lässt sich das noch verschmerzen und dafür ist es jetzt wieder Wasserdicht. Gerade bin ich dann noch zum Friseur, gleich gibts was zu essen und viel mehr passiert heute nicht. Man muss ja nicht immer der Fomo fröhnen.

    Morgen geht es weiter nach Salento, ich denke dort werde ich 5 Nächte bleiben, aber schauen wir mal. Bis dahin!

  • Tag 29 bis 32 – Minca

    Manche Sachen laufen gut, andere weniger

    Der Trip von Tayrona nach Santa Marta und dann nach Minca ist gut verlaufen, auch wenn ich dabei in den local Bussen etwas nervös war. Das Blöde bei der Geschichte ist nämlich, dass vor ein paar Tagen mein Handy fürs Netz hier gesperrt wurde, da ich es nicht registriert habe. Zum Glück habe ich mein altes mitgenommen, das kann ich jetzt erstmal als mobilen Hotspot nutzen.

    In Santa Marta angekommen also erstmal zum Claro Store und mir das wieder freischalten lassen – Denkste! Der Typ war ziemlich unfreundlich und hat zwar einiges probiert, aber es am Ende nicht wieder hinbekommen. Ich muss jetzt in Medellín nochmal mein Glück versuchen, da Fliege ich nächste Woche hin. Sollte das dort auch nicht klappen habe ich ein echtes Problem, denn mein Handy nimmt keinerlei SIM-Karten mehr an, auch keine eSIMs. Sollte ich das also nicht hinbekommen und in ca. 20 Tagen auch das andere Handy gesperrt werden, hab ich kein Internet mehr. Ohne Internet ist ja das eine, das haben die Oldtimer früher auch hinbekommen, aber keinen Notruf absetzten zu können ist schon ein No-Go!

    Zu allem Übel ist mir eines Morgens dann auch noch aufgefallen, dass sich die Glasrückseite von meinem Handy ablöst. Jetzt darf ich in Medellín also auch noch einen Samsung Store aufsuchen und gucken, ob die das auf Garantie reparieren. Na das wird ja immer besser!

    Die Natur ist Heilsam!

    In Minca angekommen erstmal den Rucksack ins Zimmer ballern und ab zum ersten Wasserfall. Naja nicht ganz, vorher musste ich erstmal noch ein paar Sachen mit der Miniwaschanlage waschen, die mir meine Schwester geschenkt hat – Danke nochmal dafür! 🙂

    Jetzt aber los! Der Weg dorthin dauert etwa eine Stunde und ist mal wieder recht schwitzig meinerseits, obwohl es hier oben ein wenig Kühler ist. Für die meisten Wasserfälle muss man hier Eintritt zahlen, jeder will sein Stück von Touristenkuchen abhaben. Bei 10000 Pesos, also umgerechnet etwas mehr als zwei Euro kann man sich aber noch nicht beschweren.

    Leider musste ich Handtuch und Badehose waschen, weil die echt gemüffelt haben. Baden ist also nicht, naja immerhin mal auf die Unterhose ausziehen und im Wasser etwas abkühlen, das tat gut kann ich euch sagen!

    • Man könnte glatt meinen, man ist in Asien. Ich habe allerdings mal nachgeforscht und diese Bambusart ist hier heimisch. The more you know!

    Danach dann noch schnell was essen gehen, ein paar Bananen, Wasser und zwei Bierchen kaufen. So schnell ist der Tag auch schon wieder vorbei. Nach ausgehen ist mir nicht, im Hostel ist auch nichts los, also etwas chillen, die Vokabeln lernen und dann im Bett einen Film anmachen. Gut das ich mir vorher was auf die Externe SSD gezogen habe. 🙂

    Erst die Entäuschung, dann die Freude über wenig

    Für den zweiten Tag habe ich mir einen Wanderung zu einem Aussichtspunkt vorgenommen im anschließendem Abstieg zu einem Wasserfall. Andersherum wäre die Sache deutlich anspruchsvoller gewesen und normalerweise scheue ich ja vor so etwas nicht zurück, aber nach der Plackerei an einem Wasserfall Baden zu können ist schon besser als das vorher zu machen.

    Also erstmal mit dem Motorradtaxi von Minca nach El Campano, es wären sonst über 20Km gewesen und das ist mir dann doch ein bisschen zu viel. Die Kollegen hatten sogar ein Helm der mir gepasst hat, der des Fahrers, der ist dann ohne gefahren – ganz normal hier. Man sieht hier städig auch komplette Familien die alle auf einem Motorrad, alle ohne Helm, die wirklich anspruchsvollen Berg“straßen“ hochfahren. Nun gut, das was schon mal das erste Erlebnis des Tages!

    In El Campano angekommen erstmal noch einen Kaffee ziehen, leider haben die keinen ohne Zucker und der mit ist immer so süß, das es einem die Fußnägel hochrollt – egal was solls! Weiter geht es also und meine Hoffung, dass der Wind von heute Morgen abschwächt bewahrheitet sich leider nicht. Mehr noch drückt er die Wolken über die Berge, man läuft immer mehr und mehr in die Suppe rein. „Na toll, ob man da überhaupt was sehen wird?“, denke ich laut vor mich hin.

    Ich kann euch sagen, nein hat man nicht, es war eine einzige Suppe da oben. Ich habe kurz gewartet und bin dann etwa einen Kilometer weiter den Weg runter erstmal in dein Restaurant geganen. Vielleicht ändert sich das ja noch! Während ich dort saß wurde ich aber ein bisschen Nervös, denn der Wind wurde gefühlt immer stärker, aber das Restaurant war auch auf der Bergseite von der es reingedrückt hat und Minca auf der anderen.

    Also ich mit dem Essen fertig war hat es dann tatsächlich ein wenig aufgeklärt, also schnell bezahlen und die Beine in die Hand nehmen, ab zurück zum Aussichtspunkt! Tatsächlich die Wolken haben aufgerissen und man kann Santa Marta und das Meer sehen! Herrlich, jetzt bin ich zufrieden.

    Lange wollte ich das ganze aber auch nicht genießen, weil es am Nachmittag regnen sollte (Spoiler es hat nur getröpfel, aber das kann man hier nie so genau wissen) und ich noch ca. 850m Abstiegt vor mir hatte. Der hatte es dann auch gewaltig in sich. Ich bin ja schon so einige Wege in meinem Leben gegangen, aber dieser gehörte, zumindest passagenweise, zu den Top 3 der schwersten. Nass, Steil, eng und teilweise riesige absätze mit Abgrund daneben. Gut das ich Trittsicher und Gebirgserfahren (als Experten will ich mich nicht bezeichen, aber die ein oder andere Wanderung in den Alpen hat man dann ja doch schon mal gemacht) bin!

    • Angekommen in El Campano, die stehen hier auf ihre Herzchen-Zeichen. Die gibt es wirklich überall.

    Als das ganze dann überstanden war ging es zum Marinka Wasserfall, auch der Kostet mal wieder Eintritt und diesmal sogar 22K, aber es lohnt sich! Die ganze Analage drum herum ist super schön mit tollen Aussichten und alles ist sehr gepflegt. Nach einem ausgiebigen Bad, bei dem ich mich Frage warum ich die Insta360 nicht mitgenommen habe, geht es noch in das Restaurant dort, was überraschender weise echt bezahlbar war. Ich meine bei 8€ für eine Limmonada Natural und eine wirklich leckere Handgemachte Pizza kann man sich nicht beschweren und mit Karte ohne Gebühr konnte man auch noch bezahlen!

    Also das letzte Stück packen und ab zum Hostel, da ich dann doch wieder gut durchgeschwitz war, weil langsam laufen einfach nichts für mich ist geht es direkt mal unter die Dusche. Danach ein bisschen chillen und am Blog schreiben. So langsam gefällt mir das schreiben, aber wer von euch liest das eigentlich alles. Könnt mir ja mal ein Kommentar da lassen, wenn ihr es bis hier hin geschafft habt! 😀

    • Der Marinka Wasserfall!

    Achja Abends bin ich dann noch in eine Bar, da war aber ziemlich wenig los. Mit dem Barkeeper und ein paar Franzosen habe ich mich aber nett auf Spanisch unterhalten. Immerhin hat man so nochmal ein bisschen Sprachtraining eingeschoben und der Barkeeper hat mir ein Tipp für mein Handy-Problem gegeben! Dazu später mehr!

    Birdwatching und Kaffeefarm

    Für diesen Tag hatte ich mir eine Birdwatching Tour gebucht und die startet frühmorgens. Also den Wecker auf 05:30 gestellt und um 6 Uhr zur Kirche. Die Tour war wirklich interessant, wir haben viele verschiedene Vögel gesehen und der Guide hat immer ein paar Sachen dazu erklärt, vor allem ist der einfach viel besser im Spotten als ich! 😀

    Die Bilder sind alle von dem Guide, der hatte so eine 50 Fach Zoom Kamera. Mein Handy macht zwar auch gute Fotos, bei den Entfernungen reicht der 10x Zoom dann aber nicht mehr aus.

    Danach ging es dann erstmal wieder zum Hostel etwas Frühstücken, denn mein Magen hatte sich am Ende der Tour schon ziemlich lautstark zu Wort gemeldet! Dann hieß es Sachen Packen und mit dem Mototaxi auf zur Finca La Victoria, eine alte Kaffeeplantage und Fabrik die es schon seit dem Jahre 1892 gibt. Die Plantage wird tatsächlich schon ziemlich lange von einer Deutschen geführt und einen Deutschen Craftbierbrauer gibt es dort auch, deswegen war das Bier auch so lecker! 😀

    Ich könnte hier jetzt alles beschreiben, aber ich habe einen Blogeintrag gefunden, der das viel besser tut, daher verlinke ich einfache Mal dazu, wer Lust hat, kann das ja lesen!

    https://www.bloeth.eu/tourismus/besondere-ziele/kaffeefarm-la-victoria

    Abends bin ich dann noch in ein Restaurant gegangen, das ich auf der Birdwatching Tour gespottet hatte. Hier gab es ein paar Bierchen, eine tolle Aussicht und ein nettes, langes Gespräch mit Estefan, der das Restaurant führt. Wegen des Regens kamen keine Gäste, weshalb wir uns locker zwei Stunden auf Spanisch unterhalten haben.

    • Zwischendurch hat es so dolle geschüttet, dass man keine 100m weit sehen konnte.

    Da der Beitrag jetzt schon viel zu lange ist lasse ich die kommenden Tage in Santa Marta mal raus. Dort fahre ich jetzt gleich hin und Dienstag geht es dann weiter nach Medellín. Bis dahin!

  • Tag 13 bis 20 – Alltag und Tauchen

    Man gewöhnt sich ein

    Die zweite Woche in der Schule ist angebrochen. Diese Woche hatte ich nur 4 Stunden am Tag und somit gegen 13 Uhr frei. Das habe ich genutzt, um die Stadt noch ein wenig zu erkunden und mir ein paar Museen anzuschauen.

    Ein Café im Bocagrande, nicht meine Welt.

    Zum einen das Goldmuseum von Cartagena, in dem Kunstwerke der indigenen Völker ausgestellt sind, die das Land vor der Kolonialisierung bewohnt haben. Es ist schon beeindruckend, welch filigrane Kunstwerke hier vor 2000 Jahren erschaffen wurden.

    • Diverse Ausstellungsstücke im Goldmusuem von Cartagena, die von der reichen Geschichte vor der Kolonialzeit zeugen.

    Zwei Tage später habe ich mir mit Lusia das Naval Museum von Cartagena angeschaut. Es war ganz interessant, aber ein bisschen überladen. Die Tafeln waren mit so viel Text zugeballert, dass man irgendwann keine Lust mehr hatte, alles zu lesen. Ach ja, fast alles auf Spanisch auch. Luisa hat es ganz gut zusammengefasst: „Wie Plakate von Schülern, die noch nicht wissen, dass sie nicht zu viele Informationen auf eine Folie packen sollten.“

    • Eine sehr bewegte Geschichte, oft wurde Cartagena von feindlichen Nationen angegriffen und belagert. Dies geschah meistens auf dem Seeweg.

    Man mag auch manchmal glauben, dass man sich an das Klima angepasst hat und dann schlägt einem wieder die schwül heiße luft ins Gesicht. Das schwitzen lässt sich da nicht vermeiden. Eins ist jetzt schon klar, die Tropen sind nicht meine favorisierte Klimazone!

    Marktbesuch mit Andres

    Diese Aktivität wird von der Schule angeboten, also nehme ich die mal mit. Andres gehören die Sprachschule, die Salsa Schule und der Tauchguide (letzte Woche war ich mit dem raus), er ist auch ein sehr geschäftiger Mann.

    7 Uhr morgens ging es los, am Freitag. Freitags kommen immer die frischen Waren, und deswegen geht Andres dann auf den Markt. Es ist wirklich eine andere Welt dort. Ich glaube nicht, dass ich mich da alleine hineingetraut hätte.

    Ich habe nicht zu viele Bilder gemacht, da ich mich mit dem Handy in der Hand ein bisschen unwohl gefühlt habe. Die Eindrücke bleiben auf jeden Fall in Erinnerung, vor allem die von der Fleischverarbeitung. Das macht mir an sich nichts aus, aber welche Mengen die dort komplett ohne Kühlung verarbeiten, ist schon heftig. Der Geruch ist auch dementsprechend.

    • Ein ziemliches durcheinander, aber es scheint ein System zu geben.

    Alles in allem eine Lohnenswerte erfahrung, auch wenn ich schon längst wieder vergessen habe wie die ganzen Früchte heißen die ich da gegessen habe. Fragt mich also nicht danach…. 😀

    Tauchen auf den Rosario Inseln

    Lange habe ich überlegt, ob ich das machen soll, da es schon relativ teuer ist. Was soll’s, man lebt nur einmal und ich hab Bock zu tauchen, also ab geht’s!

    Gesagt, getan, Hostel gebucht, Tour gebucht und die Vorfreude steigt. Zwei Abende bevor es losgeht, spreche ich mit Elida, weil ihr Sohn eventuell auch dorthin wollte, am gleichen Tag. Eventuell kann man sich ja was teilen. Dabei kommt heraus, ich Töffel habe auch die falsche Insel gebucht. An sich nicht so wild, aber die war 100 km weit weg! Danke Kartenfunktion von Booking und mir selber natürlich auch, dass ich das nicht gegen checke.

    Naja, neues Hostel buchen und das andere bitten, kostenlos zu stornieren, obwohl das eigentlich nicht möglich ist. Am Ende hat aber alles geklappt und ich musste auch nur eins bezahlen.

    Ich habe das Ganze wieder in ein YouTube-Video zusammengeschnitten, diesmal ging es auch schon etwas schneller als beim ersten Mal. Viel Spaß beim Schauen! 🙂

    Hier sind noch ein paar Bilder, die es nicht ins Video geschafft haben:

    • Auf geht’s!

    Als ich zurück war, habe ich nochmal eine Nacht bei der Gastfamilie gepennt und gestern ging es dann mit dem Bus nach Santa Marta.

    Dort hat mich Tom abgeholt, den ich auf dem Flug kennengelernt habe, und wir sind in sein Hostel gefahren. Das liegt direkt vorm Eingang vom Tayrona Nationalpark und stellte somit für mich das perfekte Sprungbrett dar. Zusätzlich ist es immer nett mit Tom, und eine LKW-Ladung voll Tipps hat er auch immer parat!

    Heute ging es in den Park, aber dazu beim nächsten Mal mehr. Bis dahin! 🙂

  • Tag 7 bis 12 – Routine und Ausflüge

    Vokabeln lernen

    Der Spanischkurs ist schon hart und ich komme (gefühlt) nicht so richtig voran, dass könnte daran liegen das ich bislang nie so richtig Vokabel gelernt habe. Das ändert sich jetzt, aber weil ich natürlich turbo faul bin richte ich mir die Karteikarten-App nicht selber ein, sondern nutze einen vorgefertigten Kurs.

    Die App nennt sich Anki und der Kurs heißt Spanisch 5000. Darin sind die 5000 häufigsten Worte mit Beispielen enthalten und die 2500 häufigsten Redewendungen. Das sollte erstmal reichen denke ich. Zusätzlich nutze ich nun noch Verb Form Espanol. Damit kann man Verben und deren Zeitformen lernen. Ich verlinke euch das mal beides, vielleicht hat ja jemand von euch auch Lust Spanisch zu lernen.

    https://ankiweb.net/shared/info/815543631 – Spansich 5000

    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.lexiforms.verbformse.full&hl=es_PY&pli=1 – Verb Forms Espanol

    Jetzt heißt es halt dran bleiben und sich alles, was man lernt aufschreiben, sonst komme ich glaube ich nicht weiter mit dem ganzen. Immerhin meint die Lehrerin ich mache Fortschritte, das ist ja schon mal was.

    Routine

    Ein bisschen habe ich hier gerade sogar einen Alltag. Ich wach gegen halb 7 auf und mache erstmal ein bisschen Sport. Danach gibt es Frühstück von Elida, der Gastmutter, was auch immer wirklich lecker ist. Um 9 Uhr fängt dann die Schule an, das sind so 1,5km bis dahin. Ich gehe immer etwas früher los damit ich dort in der Luft der Klimaanlage erstmal wieder trocknen kann. Nachmittags wird dann ein bisschen gechillt und irgendwas unternommen und Abends geht zum Salsa Kurs. Danach ist bin ich dann meistens schon platt genug, um ins Bett zu fallen.

    Ausflug ins Museum und zu einem Kloster

    Am Samstag bin ich mit Lusia, eine Schweizerin die auch hier wohnt und einen Sprachkurs macht, ins Museum Historico de Cartagena gegangen. Dort gab es eine Ausstellung zur Inquisition in Lateinamerika und eine zur Geschichte der Stadt. Natürlich alles auf Spanisch! Es ging zu Anfang besser als gedacht, erstmal das Spanische lesen und dann mit der Foto Funktion von Deepl übersetzen. Die haben da nur keine Klimaanlage, heißt irgendwann lässt die Konzentration nach und man schaut sich nur noch die Deepl Übersetzung an.

    Karte der Tribunale in Lateinamerika

    Schon krank, was die Spanier bzw. die Katholische Kirche hier so veranstaltet haben. Es waren auch ein paar Folterwerkzeuge ausgestellt, da ist man direkt froh das man in der heutigen Zeit lebt.

    Danach ging es dann mit einem Uber auf den einzigen Berg hier, auf dem ein Kloster gebaut ist. Von dort aus soll man einen tollen Blick über die Stadt haben und dem war auch so. Zusätzlich war das Kloster auch noch recht schön – überzeugt euch selbst:

    Innenhof des Convent of Santa Cruz de la Popa
    Blick auf die Altstadt und über Manga
    Rechts Altstadt – Mitte Manga – Links Rest von Cartagena

    Tauchen

    Am Sonntag habe ich dann einen kleinen Tauchausflug gemacht. Die Sicht war zwar nicht allzu gut, aber alles in allem war es ganz schön. Ich hab mich mal daran versucht das ganze zu einem Filmchen zusammenzuschneiden und habs auf Youtube hochgeladen. Leider gibt es nur Material vom ersten Tauchgang, da mir beim Akkuwechseln das Pad für die Feuchtigkeit in die Dichtung des Gehäuses gerutscht ist und mir das erst im Wasser aufgefallen ist. Naja, wie auch immer. Hier das Video:

    Werde noch zum richtigen Davinci Resolve David ich sags euch! 😀 Hat echt Spaß gemacht, vom nächsten Ausflug auf die Rosario Islands am kommenden Wochenende wird es wieder eins geben und vielleicht schneide ich auch mal ein paar andere zusammen.

    Ich gebe keine versprechen ab, wann der nächste Post kommt, damit müsst ihr euch wohl abfinden – bis dahin! 🙂