Kategorie: Natur

  • Tag 90 bis 93 – Pastoruri und das erste Weihnachten Auswärts

    Tagesausflug zum Pastoruri Gletscher(chen) (23.12)

    Erst mal war feines Ausschlafen angesagt, denn die Tour beginnt erst um 9 Uhr. Also gemütlich aufstehen und frühstücken. Das ist hier im Hostel zwar inkludiert, aber auch ziemlich Basic. Es gibt nur etwas Brot, Eier, Marmelade und eine Auswahl an Tees und ziemlich ungenießbarem Instantkaffee. Nun gut, für 5 € die Nacht ist das schon okay. „Für morgen hole ich mir aber etwas Bacon und Käse“, denke ich mir beim Essen.

    Danach geht es dann mit dem Minibus Richtung Gletscher. Neben einer Ungarin bin ich der einzige Ausländer. Der Guide erklärt während der Fahrt, die ca. 2 Stunden dauert, alles auf Spanisch. Dem konnte ich so lange folgen, bis wir von der Teerstraße auf eine Schotterstraße abbogen. Durch das Gerumpel war der Kollege so schwer zu verstehen, dass ich mir einfach Musik auf die Ohren gepackt habe.

    Der erste kurze Stopp war bei einer Quelle, aus der Sprudelwasser kommt, für mich also uninteressant! Danach haben wir an einem Ort angehalten, an dem viele Exemplare einer besonderen Pflanzenart, den Puya Titanca stehen. Die sind wirklich beeindruckend groß (siehe Bild) und die stehen hier wie Säulen in der Landschaft herum.

    Kurze Zeit später waren wir am Ziel angekommen. Ganz bis zum Parkplatz konnten wir nicht hochfahren, da gerade eine neue Brücke gebaut wurde. Also über eine Behelfsbrücke und dann mit dem Shuttle hoch. Als Wanderung kann man das danach nicht wirklich bezeichnen, denn man geht einen betonierten Weg hinauf. Nun gut, ich habe das trotzdem als Challenge gesehen, denn man startet bei 4856m und geht bis auf über 5000m hinauf.

    Die ersten 2,5 km und 150m Aufstieg waren dann in gut 30 Minuten gemeistert und es bot sich der Anblick des Gletschers als Belohnung. Richtig groß ist der aber leider nicht mehr, da war der am 3. Tag des Santa Cruz Treks deutlich beeindruckender. Naja, hier ist man wenigstens näher rangekommen und konnte schön das Blau des Eises sehen. Zusätzlich habe ich auch endlich die 5000er-Marke geknackt. So richtig verdient fühlte sich das aber nicht an, da muss ich erst einen Gipfel mit 1000m Höhengewinn erklimmen, damit das für mich zählt!


    Danach wollte ich dann noch zu einem weiteren, aber der Weg war versperrt. Also habe ich den Guide gefragt, und der meinte, man kann da schon hin, aber halt auf eigene Gefahr, weil der Weg nicht gewartet wird. Na dann! Abfahrt!
    So richtig gelohnt hat sich das aber nicht, denn das, was von dem übrig war, ist leider noch deutlich weniger gewesen als von dem anderen. Der Aufstieg dahin hat mich aber fast gekillt, Wahnsinn, was die Höhe macht. Aber hey, nochmal ein neuer Rekord: 5071m! Die 6000m sind nicht mehr weit weg!

    Danach ging es dann wieder Richtung Huaraz. Es wurde nochmal kurz bei einem Restaurant angehalten, die Pause habe ich aber zum Pennen im Bus genutzt. In Huaraz angekommen, habe ich mir dann erstmal ein Restaurant gesucht und danach den Sonnenuntergang auf der Dachterasse mit einem Bier genossen. Dabei habe ich dann noch ein bisschen mit Sefton, einem Australier der durch ganz Südamerika radelt, gequatscht.

    Das erste Weihnachten fern von Zuhause (24.12)

    Ständig werde ich von allen gefragt, ob ich es schön hab, nette Leute da sind usw., wenn ich ehrlich bin interessiert mich das gar nicht so sehr. Ich habe mich dazu entschieden zu Reisen und damit war klar, dass ich Weihnachten nicht Zuhause bin, so einfach ist die Sache. Ich kann auch die anderen Reisenden nicht verstehen, die sich da so einen draus machen, es ist am Ende ein Tag wie jeder andere, aber manche haben eben Probleme damit mal alleine zu sein.

    Alleine bin ich an diesem Abend aber nicht, denn der Hostel Staff kocht und hat die Gäste eingeladen sich anzuschließen und das Angebot nehme ich doch gerne an. Den Tag habe ich dann erstmal mit organisatorischen Dingen verbracht und nach Hause telefoniert. Am Nachmittag wurde dann gekocht und Abends gab es ein Festmahl! Danach wurde noch was getrunken und gequatscht, so kann man Weihnachten doch verbringen!

    Das ganz hat aber etwas gedauert, da zwischendurch das Gas für den Ofen ausgegangen ist und der Gasofen auch nicht so super Heiß wurde. Den Truthahn gab es dann also erst gegen 1 Uhr Nachts. Es hat sich auch angefühlt wie ein vorgezogenes Neujahr, denn um Mitternacht wurde sich umarmt und „Feliz Navidad“ gewünscht, danach ging man raus und es wurde geböllert. Etwas ungewohnt, hat aber was!

    Katertag (25.12)

    Da Abends dann doch ein paar mehr drinks geschlürft wurden ist diesen Tag nicht viel passiert. Ich war kurz in der Stadt, obwohl kein Feiertag ist war die Chance das ein Geschäft offen so Gefühlt so 50:50. Danach wurden ein paar Socken gestopft und weiter gechillt! Muss auch mal sein!

    Abends bin ich dann noch mit Sefton, einem Australier der Südamerika mit dem Fahrrad bereist, essen gegangen. Danach wurden noch ein Paar Bier getrunken und der Abend sachte ausklingen lassen.

    Der letzte Tag in Huaraz (26.12)

    Nach dem Frühstück bin ich wieder in die Stadt gedackelt, um bei Claro zu fragen ob die jetzt endlich SIM-Karten an Ausländer verkaufen. Antwort: Nein! Na gut, also wieder zurück und im Internet nach der günstigsten eSIM suchen. Ich habe dann auch eine gefunden mit 10Gb für 30 Tage für nur 8,5€. Jetzt habe ich unterwegs wenigstens wieder Internet! Hier in Huaraz geht das ja noch, in Lima will ich aber nicht ohne unterwegs sein!

    Danach war dann auch schon Mittag angesagt, da gabs zusammen mit Sefton ein Menu del día für günstige 1,77€, das ist wirklich unschlagbar! Nach dem Essen habe ich mich dann auf zu dem Viewpoint oberhalb der Stadt gemacht, das waren gut 250m Aufstieg, was in der Höhe hier wirklich anstrengend ist. Großartig anders als von der Dachterrasse des Hostels ist der Ausblick nicht, aber man sieht mehr von den Bergen und ich wollte mich ein wenig bewegen.

    Für Abends haben Sefton und ich für Spaghetti mit Tomatensauce eingekauft, bis dahin chille ich noch ein bisschen auf der Terrasse. Um 10:30 heute Abend fährt dann mein Bus nach Lima, wo ich morgen um 09:30 ankomme. Abends landet dann auch schon Melvin, um 18:10. So schnell vergehen drei Monate, auch wenn es mir rückblickend wie eine Ewigkeit vorkommt, aber so ist das immer beim Reisen. Ich muss mal schauen, wie sehr ich den Blog im nächsten Monat pflegen kann, wenn ich mit Melvin unterwegs bin, da alles ein wenig getakteter sein wird, aber ich gebe mein Bestes. Bis dahin! 🙂

  • Tag 86 bis 89 – Der Santa Cruz Trek

    Früh geht es los, aber spät beginnt die Wanderung

    Um 5 Uhr sollte es losgehen, also habe ich mir den Wecker auf 4:30 gestellt. Immerhin konnte ich früh schlafen, da die Nacht davor ja im Bus war. Eben die restlichen Sachen zusammenpacken, den Rest in den Storage packen, kurz auf Klo und dann klopft es auch schon an der Tür.

    Zuerst war ich alleine im Bus, dann stiegen 5 weitere ein. Alle aufgrund der frühen Stunde relativ Wortkarg, wie ich eben auch. Später habe ich dann erfahren, es handelt sich um zwei Belgierinnen, ein italienisches Pärchen und eine aus Kanada. An sich eine ganz nette Truppe und mit allen kann man quatschen. Das wurde nach 1,5h bei der Frühstückspause auch gleich gemacht.

    Danach ging die fahrt nochmal 4h weiter und wir wurden vorgewarnt das es holprig wird. Da haben die auch echt nicht übertrieben, man wurde 4h komplett durchgeschüttelt. Gut das ich mir Youtube Video runtergeladen hatte und somit wenigstens etwas gucken konnte, auch wenn es das Gerumpel nicht einfach gemacht hat.

    Nach und nach fuhren wir also immer weiter in die Berge hinein und es boten sich immer und immer mehr Aussichten. Bis wir dann kurz an einem See haltmachten. Kurz die Aussicht genießen, die Blase leeren und weiter gehts!

    Es ging immer weiter bergauf und man konnte immer mehr der schneebedeckten Gipfel auf dem Fenster bewundern. Etwa 40 Minuten später machten wir dann gut 500m oberhalb des Sees nochmals pause mit einer wahnsinnigen Aussicht!

    Kurze Zeit später überquerten wir den Portachuelo de Llanganuco und erreichten kurze Zeit danach unser Ziel. Den Ausgangspunkt der Wanderung, das kleine Örtchen Vaquería. Dort gab es dann erstmal Tee und Mittag. Danach wurde der eine Esel und die beiden Pferde gepackt und wir machten uns auf den Weg.

    Der erste Tag war nicht allzu wild, ca. 10km und 500hm, sollte machbar sein. Nach und nach begaben wir uns immer weiter das Tal hinauf und immer mehr Gipfel kamen zum Vorschein. Zwischenzeitlich hat es auch mal angefangen zu regnen, aber zum Glück hielt das nicht lange an.

    Das Gute bei so einer Tour ist ja, man muss sich um nichts außer sich selbst kümmern. Die Zelte werden aufgebaut, das Essen wird gekocht und um das Plumpsklo brauch man sich auch erst kümmern, wenn die Natur einen ruft. Ich mache solche Sachen ja auch gerne auf eigene Faust, aber so hat das auch was für sich.

    Jetzt aber erstmal im Bach Waschen und frische Klamotten an. Ist zwar elendig kalt das Wasser, aber ich will nicht vier Tage lang den Schweiß auf der Haut haben und nach so einem kalten Bad geht es einem auch gleich viel besser. Danach gabs dann Tee und Kekse und kurz später dann auch schon das Abendessen. Da wir am nächsten Tag wieder um 5 Uhr rausmussten habe ich danach nur noch kurz die letzten farben den Sonnenuntergangs bewundern und bin ins bettchen.

    Die Nacht war dann ziemlich frisch. Ich habe mir relativ schnell die Patagonia Jacke mit Kapuze angezogen, da es am Kopf einfach viel zu kalt war. In der nächsten Nacht muss ich mehr anziehen. Die zur Verfügung gestellt Schlafsäcke sind leider nicht der Bringer.

    Über Punta Union ins nächste Tal (20.12)

    Der Wecker geht um 5 Uhr, es ist Arsch kalt im Zelt, geschlafen habe ich aber einigermaßen ok. Es war eine gute Idee das Aufblasbare Nackenkissen mitzunehmen, sonst wäre es kritisch geworden. Erstmal umziehen und dann die Sachen zusammenraffen. Danach dann ab zum Frühstück. Drei Avocadobrote, muss erstmal reichen. Wie immer hab ich zur Not Snacks dabei und dass diese Not eintritt, ist bei mir eine Regelmäßigkeit.

    Gegen kurz nach 6 sind wir dann los, ohne den Guide. Die waren nämlich noch dabei, das Camp abzubauen. Gut, dass ich mir vorher den GPX Track runtergeladen habe, so schwer war es aber auch nicht zu finden, es gab exakt eine Abzweigung, an der auch ein Schild stand. Idiotensicher also.

    Zunächst ging es erstmal 7,5km bergauf mit ca. 870m Höhengewinn. Zu Beginn war es noch Arschkalt und ich spürte meine Zehen kaum, das gab sich dann nach und nach während des Laufens. Als die Sonne dann raus kaum wurde es dann schlagartig heiß. Also kurze pause und lagen ausziehen. Danach ging es stumpf immer weiter bergauf, aber es boten sich auch immer wieder neue Atmenberaubende Aussichten.

    Auf dem Weg zum Pass sind wir an vielen Seen, oder Lagunen, wie sie hier genannt werden, vorbeigekommen. Die wurden dann auch immer mal wieder für Snackpausen genutzt, vor allem von mir, haha! Oben auf dem Pass angekommen wurde dann eine längere Pause eingelegt die für einige Fotos genutzt wurde.

    Den Abstieg habe ich dann alleine vorgenommen, da ich Lust hatte etwas schneller zu gehen. Das tat ich dann auch, Jordi, der Guide, hatte für den Abstieg 2h veranschlagt. Ich hab das mit Hardstyle auf den Ohren in einer erledigt. Hat Spaß gemacht, war aber auch anstrengend! Fast unten angekommen sah ich dann noch ein paar halbwilde, die laufen zwar frei rum gehören aber wem, Pferde galoppieren gesehen. Ein wirklich majestätischer Anblick!

    Danach war im Camp erstmal chillen angesagt. Ja, das war schon aufgebaut, denn Jordis Helfer Javier war nach uns los, vor uns da und hatte quasi schon das Mittagessen fertig. Echt krass was die Jungs hier leisten, wir Touris schleifen uns den Berg hoch und die Arbeiten nebenbei auch noch. Da gehört an dieser Stelle mal der Respekt ausgesprochen!

    Wo wir bei Mittagsessen waren, das gabs dann auch zeitnah, zum Glück! Ich war nämlich schon wieder am Verhungern. Sobald ich mich bewege, steigt mein Kalorienverbrauch ins unermessliche, gut für die Figur, aber in einem apokalyptischen Szenario würde ich wohl nicht lange überleben. Müssen wir aber hoffentlich nie herausfinden! 😉

    Da Vier aus der Truppe das Ganze in nur drei Tagen machen, sind die dann noch hoch zu einer Lagune. Für mich steht das aber morgen eh aufm Plan, also hab ich mich kurz ins Zelt gelegt. Zehn Minuten später fing es an zu regnen, also sind aus den 20 Minuten kurz ablegen gut zwei Stunden im Zelt chillen geworden. Da kommt Youtube Premium mit seinen Downloads wieder ins Spiel!

    Als der Regen endlich aufhörte, bin ich direkt mit meinen schon gepackten Sachen zum Fluss und hab mich gewaschen. Javier der dort gerade am Angeln war, hat nicht schlecht geguckt als ich da nackt reingestiegen bin. Er hielt mich wohl für verrückt, weil er kopfschüttelnd weggegangen ist, aber mir tut das einfach gut. Eben den Dreck runterwaschen und danach in frische Klamotten rein einfach nur herrlich!

    Da es ziemlich kalt und keiner im Camp war zum Teekochen bin ich ein bisschen umher getapert, um mich aufzuwärmen ohne dafür im Zelt liegen zu müssen. Dabei habe ich doch tatsächlich einen Kolibri gesehen, auf 4200m! Leider war er zu schnell und ich konnte kein Foto machen, aber Jordi hat mir bestätigt, dass es die hier gibt. Danach habe ich noch ein bisschen den Fluss bewundert, der hier an mehreren Stellen unter der Erde fließt.

    Kurze Zeit später war Javier dann wieder da und konnte mir Teewasser aufsetzen, das könnte ich wohl auch selber, aber ich wollte nicht an deren Sachen rumfummeln. Jetzt konnte man sich im Zelt auch aufwärmen, wo der Kocher an war. Etwas später bin ich dann raus um den Sonnenuntergang anzuschauen und es gab auch ein gutes Spektakel. Ich würde das Bild „Fire and Ice“ taufen! 😀

    Danach gab es dann mal wieder ein ausgezeichnetes Abendessen, mit Suppe, als Hauptgang einen Blumenkohl Eintopf mit Reis und danach dann noch den frisch gefangenen Fisch. Dabei haben wir ein bisschen mit Jordi gequatscht und er sagte, in der Hochsaison machen diesen Trek um die 200 Leute pro Tag! Ich muss sagen da bin ich doch recht froh in der Regenzeit hier zu sein, das Wetter ist ok und wir sind quasi alleine! Das lässt hoffen für Machu Picchu und die anderen Wanderungen, die ich mit Melvin machen will!

    Besuch hatten wir dabei im Zelt von drei wilden Hunden, die wohl immer wieder zu Jordi kommen, wenn er hier ist. Danach ging es dann auch direkt ins Bett. Die Hunde bellten immer mal wieder gegen ihr Echo an, davon bin ich zweimal aufgewacht und beim dritten Mal hat es mir dann gereicht. Schuhe angezogen, Kopflampe auf und raus. Der erste hat einen sachten tritt abbekommen und der zweite einen Stein hinterher, der nicht getroffen, aber seine Wirkung trotzdem entfaltet hat. Danach war, ruhe im Karton und ich konnte endlich schlafen!

    Zur Laguna und der Abstieg beginnt (20.12)

    Die beiden Belgierinnen und das Italienische Pärchen wollten die Tour in drei Tagen machen mussten, die heute den kompletten Abstieg bis Cashapampa machen. Crystal und ich sind daher alleine zur Laguna Arguaycocha aufgestiegen. Gut dass wir, das nicht gestern mit den Belgierinnen gemacht haben, denn heute war alles in gleißendes Sonnenlicht getaucht!

    Danach ging es wieder Bergab, wo wir uns mit Jordi trafen und danach begann der lange und zähe Abstieg. Man hatte zwar immer schöne Ausblicke, aber das ganze zog sich dann doch etwas hin, denn es waren gut 17km. Man konnte aber den sich immer verändernden Anblick des Flusses, die Pferde, Esel und Kühe, die unzähligen Wasserfälle und die sich verändernde Landschaft genießen.

    Die Hunde begleiteten uns und bellten alles an, was ihnen in die Quere kam, Esel, Pferde, Kühe und Bullen. Das hat immer mal wieder für lustige Momente gesorgt, aber eins kann ich euch sagen, sollten die wieder die Nacht durch bellen gibt’s aufs Maul, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche!

    Im Camp angekommen war erstmal wieder Waschen im Fluss angesagt, dabei habe ich sann auch gleich mal die Socken und Unterhose ausgewaschen, denn heute haben wir mal genug Sonne am Nachmittag damit das auch trocknet. Danach war dann erstmal Kaffeepause und eine Sitzung aufm „Klo“ angesagt. Das ist einfach ein Loch im Boden, über die sie ein Zelt stellen. Das Zeug fliegt zwar schnell raus, aber angenehm sitzen kann ich in die Position nicht.

    Danach war ein bisschen Klettern auf den Steinen im Fluss angesagt, bei so etwas kommt ja da Kind in mir raus. Die restliche Zeit bis zum Abendessen habe ich dann TV Stromschnelle geguckt. Könnte ich echt den ganzen Tag machen, das wird nicht langweilig!

    Während des Abendsessens gabs es dann einen schönen Sonnenuntergang zu bewundern und danach gab es die Sterne tatsächlich schon zur Bettgehzeit zu sehen und nicht erst, wenn ich Nachts aufs Klo gehe und mir dabei den Arsch abfriere. Ich habe mir also die Zeit genommen, mal mit dem Handy ein paar Fotos zu machen, ohne Stativ sind die nur so Lala geworden, aber seht selbst:

    Abstieg nach Cashapampa

    Die Nacht war deutlich besser, da sie zum einen wärmer war, was ich daran ablesen konnte, dass die Feuchtigkeit in meinem Zelt nicht von innen an der Außenhaut festgefroren war und zum anderen daran, dass ich zwei Matten hatte. Also ein letztes Mal Frühstücken im Zelt und dann geht es auch schon los.

    Die heutige Strecke war recht kurz, und zwar nur 8km, die legten wir auch recht schnell zurück und kamen schon gegen 09:30 in Cashapampa an, dort warteten wir dann bis uns ein Taxi abholte. Das brachte uns dann bis nach Caraz, wo wir in ein Collectivo umstiegen, dass uns dann wieder bis nach Huaraz brachte.

    Mein Fazit zum Trek: Unglaublich schön und ich würde sagen für jeden, der einigermaßen fit ist machbar. Allerdings würde ich den glaube ich wohl nicht in der Hauptsaison machen, wenn da 200 Leute am Tag durchgeschleust werden. Langsam fange ich an, die Regenzeit hier gut zu finden. Anfangs war ich von meiner Zeitwahl etwas enttäuscht, aber ich glaube, das war gar nicht so doof. Schauen wir mal, wie es damit weitergeht.

    Den restlichen Tag habe ich dann nur ein paar organisatorische Dinge erledigt, telefoniert und diesen Beitrag zu Ende geschrieben. Ich wünsche euch allen schöne Feiertage! Ich melde mich, dass wieder aus Lima, bevor ich Melvin in Empfang nehme!

  • Tag 77 bis 85 – Cotopaxi, Quilotoa und Bienveniedo a Peru!

    Der erste Tag am Vulkan (10.12)

    Zunächst einmal war ich nach den vier großen Bier am Morgen danach leicht verkatert. So langsam macht das echt keinen Spaß mehr. Na gut, aufstehen, duschen, frühstücken, den Blogbeitrag über Galápagos fertig schreiben und nach Hause telefonieren.

    Kurz später ging es dann mit dem Bus auch schon los Richtung Cotopaxi. Die Tour ist komplett vom Secret Garden organisiert. Ein 3 Tage / 2 Nächte Paket für 110 $ all inclusive. Normalerweise nicht mein Ding, aber ich habe von vielen gehört, dass die echt gut sein soll. Also auf geht’s!

    Remy und Chloe sind auch wieder am Start und Yasmine, eine Bekannte von Remy, und Julia, eine Französin, die Chloe bei der Free Walking Tour kennengelernt hat, sind auch mit dabei.

    Entgegen meiner vorherigen Planung habe ich mich auch dazu entschieden, den Quilotoa Loop mitzumachen. Lieber 3 Tage mit einer coolen Truppe wandern, als in der Stadt abhängen. So sehe ich zwar nichts von Quito, aber man muss sich ja auch immer etwas für das zweite Mal übrig lassen!

    Am Hostel angekommen, erstmal das Zimmer beziehen und meine Schuhe reparieren, die lösen sich nämlich teilweise auf und bei dem ganzen Wandern in den nächsten Tagen wird das bestimmt nicht besser.

    Danach gab es dann schon Mittag und kurz später ging es auf eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall. Erstmal an die Höhe gewöhnen, das Hostel liegt nämlich schon auf satten 3500m.

    Die Wanderung ging durch einen Bachlauf etwa 200m aufwärts und die merkt man auch. Am Ende wurde dann im 5°C kalten Wasser gebadet. Sehr kalt, aber auch sehr belebend.

    Zurück im Hostel war erst mal Chillen angesagt. Die kümmern sich echt gut, es gibt dauerhaft Bananen zum Snacken, man kann Marshmallows im Kamin rösten und einen Arepa-Snack bekommt man sogar noch nach draußen gebracht.

    Julia und ich sind dann mit unseren Bananenschalen zu den Lamas gegangen, da man diese damit füttern kann. Es kam auch sofort eins an und hat sie mir direkt aus der Hand gefressen! Kleine Lämmer (kein Plan, ob man die bei Lamas so nennt) gab es auch, einfach supersüß!

    Nach dem wirklich ausgezeichneten Abendessen, da kann man hier echt nicht klagen, wurde dann noch ein bisschen auf den gemütlichen Sofas am Kamin gechillt und gequatscht. Die Atmosphäre hier ist wirklich toll, lauter nette Leute aus allen Ländern, die Bock auf Wandern haben! So muss es im Himmel sein! 😀

    Aufstieg zum Basecamp und Bike ride (11.12)

    Für den nächsten Tag hatten Chloe, Julia und ich die Tour zum Cotopaxi Basecamp gebucht, während Remy und Yasmine eine andere Wanderung machten, bei der man auch klettern musste. Ich wäre zwar gerne mitgegangen, aber ich habe noch nicht die volle Stärke in meinem Daumen zurück. Lieber Vorsicht als Nachsicht. Ich habe keine Lust, operiert werden zu müssen.


    Nach dem Frühstück ging es quasi direkt los, gut, dass ich meinen Rucksack den Abend vorher schon gepackt hatte! Erstmal hieß es eine Stunde Fahrt mit acht Leuten hinten in einem alten Land Cruiser. Es war quasi eine Viererbank an jeder Seite und man schaute sich an. Was die Fahrt wirklich angenehm machte, da durchgehend gequatscht wurde.

    Die Fahrt ging bis auf 4580m, und von dort aus ging es dann zu Fuß bis zum Beginn des Gletschers. Es waren zwar nur 400 m Aufstieg und der Weg war auch nicht anspruchsvoll, aber auf der Höhe merkt man das dann doch schon dolle. Die Höhenkrankheit habe ich mir aber zum Glück nicht eingefangen.

    Danach sind wir zum Basecamp abgestiegen, das ist eine Hütte auf 4800m, von der aus die Gipfelbesteigungen starten. Die ist mir hier zu teuer, da warte ich lieber auf Bolivien. Hier gab es dann einen Snack und danach ging es wieder abwärts. Nach einer kurzen Autofahrt sind wir dann auf Mountainbikes umgestiegen und damit gut 8km den Berg hinuntergepest.

    Im Hostel angekommen gab es dann erst mal ein Bierchen, danach ging es in den Jacuzzi und danach unter die Dusche. Den Nachmittag wurde dann gechillt, die Aussicht genossen und gequatscht. Da es kein oder nur zu bestimmten Zeiten Internet gibt, muss man sich tatsächlich mal unterhalten, ich weiß, ist voll verrückt!

    Beim, wieder einmal, ausgezeichneten Abendessen haben wir dann entschieden, dass wir unseren Pausentag hier machen wollen, auch wenn es teuer ist. Bis auf Remy haben da auch alle zugestimmt, er wollte dann einen Tag alleine verbringen. Das kann man ja auch hin und wieder mal gebrauchen.

    Für diesen Tag hatten wir uns die inkludierte Wanderung auf den Pasachoa, den Hausberg, vorgenommen. Los ging es um 8 Uhr direkt nach dem Frühstück. Zunächst durch einen mystisch wirkenden Wald und dann über etwas offeneres Gelände. Der Start liegt auf 3500m und der Gipfel auf 4200m.

    Es ist schon ein bisschen verrückt, dass auf dieser Höhe hier so viel wächst. In den Alpen gäbe es hier nur noch Steine und Eis, aber gut, wir sind ja auch quasi am Äquator. Es gibt keinen Winter und die Tage haben das ganze Jahr die gleiche Länge.

    Etwa alle 30–40 Minuten wurde eine kleine Pause eingelegt, gewartet, bis alle da waren, kurz verschnauft und dann ging es weiter. Einige hatten gut zu kämpfen, ich bin gut zurechtgekommen, aber es ist schon ein anderer Schnack, in diesen Höhen zu wandern. Man merkt, dass die Luft knapper wird.

    Das letzte Stück wurde dann ein bisschen geklettert, aber nicht zu wild und auch nicht senkrecht nach oben. Danach war der Gipfel erreicht und es bot sich ein atemberaubender Blick über Quito in die eine Richtung und das Tal, in dem das Hostel liegt, auf der anderen Seite. Hier oben wurde dann kurz gesnackt und danach begann der Abstieg.

    Danach dann das gleiche Spiel wie am Vortag, viel mehr gibt es hier ja nicht zu tun, das ist aber auch gut so! Nach dem Abendessen haben wir dann noch in einer illustren Runde Durak gespielt, das war wirklich spaßig, denn es wurde viel geschummelt! 😀

    Der Pausentag und Latacunga (12. und 13.12)

    Das Ausschlafen hatten wir uns an diesem Tag selbst genommen, denn wir wollten zum Sonnenaufgang aufstehen. Das haben wir so auch gemacht und es war es wert! Nicht der beste, den ich je gesehen habe, aber wolkenfrei, denn nachmittags ist der Blick auf den Cotopaxi verhangen. Immerhin konnte ich mir direkt einen Kaffee ziehen!

    Danach gab es dann wieder einmal ein tolles Frühstück und dann hieß es schon, Sachen packen, denn man muss das Bett bis 10 Uhr freimachen. Noch ein bisschen Wäsche waschen mit dem Scrubber und danach habe ich mich mal wieder dem Nähen gewidmet.

    Nein, es ist nicht schon wieder etwas kaputt, aber Chloe hat mich mit einem Geschenk auf eine Idee gebracht. Eines Tages kam sie auf Galápagos mit einem Patch für Remy und mich an, da sie die Tage vorher ein bisschen anstrengend war (ihre Worte :D) und sich dafür entschuldigen wollte. Den habe ich jetzt vorne auf meinen Rucksack genäht und da werden noch ein paar mehr dazukommen!


    Danach habe ich ein paar Panoramabilder zusammengebastelt, ein bisschen an diesen Zeilen geschrieben und Julia Jonglieren beigebracht, danke nochmal für die Bälle, Thomas! Fünf klappt zwar noch nicht so ganz, aber ich bleibe dran!

    Nicht lange nach dem wieder mal ausgezeichneten Mittagessen ging es dann mit dem Bus nach Latacunga, wo wir eine Nacht verbringen und am nächsten Tag zu der dreitägigen Wanderung auf dem Quilotoa Loop aufbrechen.

    Es haben sich uns sogar noch mehr angeschlossen: Reece, ein Australier, und Lucas, ein Belgier, der auch noch zwei Freunde mitgebracht hat, Felix und Arne. Wir werden die Wanderung also in einer Zehnergruppe antreten. Gut, dass ich mich dazu entschieden habe, denn es ist wirklich eine spaßige Truppe!

    So langsam fühle ich mich richtig wohl beim Reisen. Man ist zwischendurch auch mal alleine, aber eigentlich kann man sich sicher sein, dass man immer irgendwen Nettes kennenlernt, mit dem man etwas zusammen unternehmen kann. Unsere Wege werden sich nach dieser Wanderung trennen, aber entweder trifft man sich irgendwo wieder, oder man lernt neue Freunde kennen. So viel ist sicher!

    Abends sind wir dann ein paar Bierchen trinken und etwas essen gegangen. Danach wurden noch die Rucksäcke umgepackt und dann ging es auch schon ins Bett, denn wir wollten am nächsten Tag den ersten Bus in Richtung Sigchos nehmen, wo die Wanderung startet.

    Sigchos nach Isinlivi (14.12)

    Morgens ging es einigermaßen früh raus. Der erste Bus nach Sigchos fuhr erst um 8 Uhr, da wir Sonntag hatten. Also gab es als erstes Frühstück nur ein paar Kleinigkeiten von einer Bäckerei um die Ecke. Die hatten leider noch nicht alles fertig, daher war die Auswahl ein wenig schmal.

    Nun gut, auf zum Busterminal! Kaum zu glauben, dass wir eine Truppe von 10 Leuten sind! Die Fahrt dauerte etwa 2 Stunden, währenddessen wurde gequatscht, viel gelacht und ich habe ein paar dieser Zeilen geschrieben.

    In Sigchos angekommen haben wir uns dann auf die Suche nach einem Café gemacht. In einer Bäckerei wurde uns dann aber gesagt, dass es auf dem Weg ein Café mit toller Aussicht geben soll. Also hin da! Die Aussicht war gut, der Kaffee zwar Instant, aber man nimmt, was man kriegen kann. Zusätzlich gab es dann noch ein Sandwich und dann ging es los an die eigentliche Wanderung.

    Danach begann der Abstieg ins Tal. So würde jeder Tag hier sein: Man steigt ins Tal ab, um danach wieder daraus hinaufzuklettern. Während der gesamten Wanderung habe ich mit Reece und Yasmine Q&A gespielt. Zunächst fragten wir, um uns kennenzulernen, und irgendwann wurde es absurd. Während des Aufstiegs war das dann nicht mehr so einfach, aber wir haben es durchgezogen!

    Die Landschaft ist wahnsinnig grün für die Höhenlage, und Landwirtschaft wird hier auch überall betrieben. Einen Bauern haben wir auf seinem Feld getroffen und einen kleinen Schnack mit ihm gehalten. Er bearbeitet alle seine Felder von Hand, und das in einer Höhe von gut 3000m! Wahnsinn! Er hat uns dann um Wasser gebeten, und zum Glück hatten wir etwas, das wir mit ihm teilen konnten.

    Der erste Tag war der leichteste mit ca. 11 km und 500 hm. Trotzdem waren wir froh, als wir am Hostel ankamen, denn das hatte einen Spa-Bereich mit Sauna, Dampfsauna und Whirlpool! Was für ein Luxus, genau so etwas will man nach einer Wanderung haben und natürlich ein kaltes Bier!

    • Schon auf der Hinfahrt gab es schöne Aussichten!

    Abends gab es dann ein ausgezeichnetes, im Preis von 20 $ inkludiertes Abendessen. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Familienessen am großen Tisch mit 10 Leuten. Es wurden Scherze gerissen und viel gelacht und auch nach dem Essen noch ein oder zwei Stunden weiter gequatscht. Was für eine Truppe! Ich werde sie vermissen, wenn es nach Peru geht!

    Isinlivi nach Chugchillan (15.12)

    Der zweite Tag hatte es schon etwas mehr in sich mit 12,3 km und 730 hm, aber nichts, was nicht zu meistern wäre. Zusätzlich hatten wir im nächsten Hostel wieder die Aussicht auf eine Sauna! Da das Frühstück aber erst um 8 Uhr anfing, sind wir erst kurz nach 9 Uhr losgekommen. Alles kein Problem!

    Dieser Tag war meiner Meinung nach und auch der der anderen zu urteilen der schönste. Die Landschaft ist einfach nur wahnsinnig schön, es ging lange Zeit an einem Fluss entlang und durch wunderschöne Täler! Jeder, der Ecuador bereist, sollte diese Wanderung machen, es ist sicher, einfach zu finden und super günstig!

    Am Hostel gab es dann eine nette Überraschung: Die Buchung hatte nicht richtig funktioniert. Daher dachten die, es kämen keine Gäste, und wir bekamen schöne private Zimmer. So hatten Remy, Reece und ich jeweils ein Doppelbett für uns! Das Ganze gepaart mit einer Sauna und günstigem Bier – was für ein Leben!

    Danach das gleiche Spiel wie am Vortag: ein sehr familiäres Abendessen und danach noch lange Unterhaltungen. Dass sich diese Truppe so zusammengefunden hat, ist echt ein Wunder und wunderschön!

    Auf zum Quilotoa Lake! (16.12)

    Diesen Tag wollten wir die Füße etwas zügiger auf den Trail bekommen, da wir 13 km und etwas über 1000 hm vor uns hatten. Das Hostel sah das genauso und daher boten sie das Frühstück ab 7 Uhr an. Somit waren wir um kurz nach 8 schon unterwegs.

    Die Landschaft an diesem Tag war auch schön, aber im Vergleich zum Tag davor nicht ganz der Hammer. Als wir durch ein kleines Dorf kamen, wurde dann noch eine kleine Runde Fußball mit den Kindern dort gespielt. Ich hatte mich rausgehalten, da ich mir meine Puste aufsparen wollte.

    Auf der Kante der Kaldera angekommen, bot sich uns der Blick über die riesige Kaldera und den See darunter. Wir waren gerade noch rechtzeitig angekommen, bevor die Wolken die Sicht versperrten. Dort machten wir erst mal Pause und verspeisten unsere vom Hostel vorbereitete Lunchbox.

    Danach haben wir uns für den Weg in der Kaldera entschieden, da der Wind außen schon sehr stark pustete. Mir gefiel er sehr gut, auch wenn er herausfordernd war. Außerdem bot sich die ganze Zeit ein Blick über den See. Dessen Durchmesser betrug übrigens ca. 2 km und der der Kaldera war ca. 2,8 km. Riesig!

    Im Ort Quilotoa angekommen, haben wir uns dann in einem Gespräch mit einem Anwohner dafür entschieden, direkt mit ihm in die nächste Stadt zu fahren. Elf Leute (wir hatten noch einen auf dem Weg aufgesammelt) in einem Pickup-Truck. Wir saßen zu acht auf der Ladefläche, machen die hier alle so! Der 1 $ pro Person war die Erfahrung auf jeden Fall wert, auch wenn der Typ jetzt nicht gerade langsam gefahren ist!

    Vom nächsten Ort ging es dann mit dem Bus wieder nach Latacunga. Dort hieß es: etwas essen, Bier und duschen! Abends haben wir dann noch Arne, Felix und Yasmine verabschiedet, die zusammen ans Meer fuhren. Schon dabei flossen ein paar Tränen.

    Auf Wiedersehen Ecuador, auf Wiedersehen Freunde! (17. und 18.12)

    Am nächsten Morgen ist der Rest von uns zusammen frühstücken gegangen und danach habe ich mich von den restlichen sechs, die zusammen nach Baños fuhren, verabschiedet. Dabei konnte ich mir eine Träne noch verkneifen, als ich auf dem Weg zum Busbahnhof war. Es war eine fantastische Zeit! Fast einen ganzen Monat war ich jetzt nicht alleine unterwegs. Ich hoffe, ich sehe euch alle mal wieder! <3

    Danach ging es für mich mit dem Bus zurück nach Quito, wo ich mir mit Fabian und Lena, einem österreichisch-deutschen Pärchen, ein Taxi zum Flughafen teilte, denn sie waren im gleichen Flieger wie ich. Am Flughafen wollte ich eigentlich diesen Beitrag fertig machen, das hat sich dann aber doch als etwas ambitioniert herausgestellt.

    In Lima angekommen bin ich dann mit dem Uber zum Busbahnhof und habe mir einen Nachtbus nach Huaraz gebucht. Warum einen Tag in Lima gammeln, wenn ich da eh noch Zeit mit Melvin verbringen werde! Der Sitz war gemütlich, die Länge für mich aber mal wieder zu klein, wie soll es denn auch anders sein!

    Schlimmer war aber, dass die Klima kaputt war, es hatte am Anfang also 33°C in diesem blöden Bus! Später als wir dann in höheren Lagen waren bin ich aufgewacht, weil mir kalt war. Entweder wird man zum Eisklotz oder gebraten, was dazwischen gibt es wohl nicht.

    Gegen 7:30 bin ich dann in Huaraz angekommen und direkt zum Hostel getapert, da gabs erstmal Frühstück und ich konnte mich schonmal über die Touren informieren. Danach wurde erstmal ein bisschen gechillt, die Wäsche zur Reinigung gebracht, die Stadt erkundet und dieser Beitrag fertiggestellt.

    Ich habe mich schlussendlich nun dazu entschieden die Santa Cruz runde zu machen, das sind 4 Tage und 3 Nächte. Huayhuash wäre zwar auch möglich gewesen, aber nur mit biegen und brechen und auf den Stress hatte ich keinen Bock. Ich werde also die Nächsten 4 Tage kein Netz haben. Melde mich dann bei euch!

  • Tag 68 bis 76 – Galápagos, Isabela und San Christobal

    Las Tintoras Tour (01.12)

    Heute sind wir etwas später aufgestanden, da es Morgens geregnet hat und es somit keinen Grund gab, um früh aus dem Bett zu fallen. Ich bin etwas früher aufgestanden als die anderen und habe mich nach längerer Zeit mal wieder an den Morgensport gemacht, da muss ich echt mal ein bisschen dran bleiben…

    Nach dem Frühstück sind wir dann los, um eine Tour für den Tag zu buchen. Am Ende sind es zwei Touren und die Fährtickets geworden. Nach Galápagos muss ich echt den Spargang einlegen, das hat jetzt schon ein ziemlich großes Loch ins Budget gerissen.

    Die Tour beginnt erst um 14:30 also sind wir erstmal einkaufen gegangen, haben schon mal des Chili für Abends zubereitet und danach ein bisschen in der Bude gechillt. Das ist schon ein Vorteil, wenn man mit mehreren unterwegs ist und sich ein Airbnb leisten kann.

    Um 14 Uhr ging es dann los, abgeholt wurden wir an der Agentur in einem Minibus, der natürlich erstmal direkt zurück zu unserem Apartment fuhr, da dort deren Lager ist. Wären die Wege hier nicht alle so kurz, wäre ich angepisst gewesen… 😀

    Danach ging es dann zum Boot, auf dem Weg zum Anleger konnte man einen Seelöwen beobachten, der von seiner Mutter gefüttert wurde, wie wir später lernten machen die das bis zu einem Alter von 3 Jahren. Hatte mich schon gewundert, warum so ein großes Junges noch gefüttert wird.

    Nach einigen Erklärungen vom Guide ging es dann auf eine Insel, auf der einen kleine Rundtour gemacht wurde. Diese Inseln sind die, die direkt vor dem Hafen von Puerto Villamil liegen. Bei der Tour gab es viele Marine Iguanas, absurd viele Weißspitzenriffhaie in einem Kanal, Seelöwen und Schildkröten zu bewundern.

    Danach war dann Schnorcheln angesagt. Das war ganz nett, aber wenn man hier schon vier Tage getaucht ist, dann bringt einen der Anblick eines Rochens oder einer Meeresschildkröte so schnell nicht mehr aus der Fassung.

    Cerro grande und El Estero (02.12)

    Zunächst haben wir den Tag entspannt angehen lassen, da wir die Tour gestern und die Tour Morgen mit der gleichen Agentur gebucht haben durften wir heute für Umme ein Fahrrad ausleihen. Wir haben uns dann mit dem Taxi, die hier alle Pickups sind, fast bis ganz hochfahren lassen zum Cerro Grande.

    Es war noch ein kurzer Weg mit dem Rad und dann ging es zu Fuß weiter. Schon auf dem Rad habe ich gemerkt, dass Sandalen vielleicht nicht ganz die richtige Entscheidung war, denn alles hier ist nass. Die Inseln sind ziemlich unterteilt, die niedrigen Regionen sind sehr trocken und die höhergelegenen sind feucht.

    Na gut nützt ja nichts also hoch da! Nach ca. 45 Minuten erreichten wir den ersten Aussichtspunkt und ich war positiv überraschten, denn man konnte tatsächlich etwas sehen! Da wir davor durch die Wolken durchgefahren sind, hatte ich nicht mehr als eine graue Wand erwartet.

    Danach ging es dann noch in einer Runde um der Peak herum und dann wieder runter. Die Abfahrt mit dem Rad zurück in die Stadt hat dann richtig Spaß gemacht! Gut dass wir das nicht alles hoch geradelt sind, hab ich mir dabei die ganze Zeit gedacht.

    Zurück in der Bude war erstmal Beine und Sandalen Waschen angesagt, wie ihr gesehen habt, war das nötig. Danach gabs Mittag beim bekannten Grill gegenüber und danach Mittagsruhe.

    Später am Nachmittag sind wir dann nochmal losgezogen, um uns El Estrado ein weiteres Mal, bzw. für Remy zum ersten Mal anzuschauen. Danach sind wir noch zu Concha del Perla, aber das war nicht allzu spannend. Hier hätte man Schnorcheln können, es gleicht aber eher einem Pool und die Leute paddeln da so laut drin rum, dass sich eh alles verkriecht.

    Danach ging es zu Yummi Yummi der angeblich besten Empanada hier in der Stadt. Seit drei Tagen versuchten wir schon da was zu bekommen, immer hatte der zu, aber heute nicht! Tja, was soll ich sagen, waren nice, aber vom Hocken gehauen haben die mich jetzt auch nicht.

    Am Abend gabs dann noch den Rest vom Chili und eine fette Chillung, am nächsten Tag mussten wir nämlich früh raus für eine Tour zum Sierra Negra Vulkan.

    Sierra Negra, minas de azufre und Sucre Cave (03.12)

    Abgeholt werden sollten wir gegen 7:15, also bin ich mal entspannt um 6:20 aufgestanden, sogar ohne Wecker, und habe mir Frühstück gemacht. Die anderen pennen immer etwas länger, deswegen habe ich für sie vorbereitet, was ich konnte. Ich bin lieber etwas früher wach und habe dann weniger Stress, man wird ja doch älter….. 😀

    Dann ging es mit dem Taxi los zum Vulkan. Der ist ja bislang immer in den Wolken verborgen geblieben, aber ich hatte schon mehrfach gehört, dass es oben sonnig sein soll, na lassen wir uns mal überraschen! Die Fahrt bis zum Beginn der Wanderung hat ca. eine Stunde gedauert und tatsächlich wurden wir oben von der Sonne geküsst!

    Nach kurzem Staunen über den Ausblick ging es los in die Caldera hinunter. Dort ist es wie in einem Ofen, die Sonne brennt unerbittlich und es geht kaum ein Lüftchen. Das frühe aufbrechen ist also nicht zum Spaß, denn Nachmittags wird man hier bestimmt gegrillt!

    Nach und nach stieg einem immer öfter und immer stärker der Geruch von faulen Eiern in die Nase, wir kommen näher! Die Landschaft ist beeindruckend, ein bisschen wie eine Mischung aus Mond und Mars.

    An den Minas de Azufre angekommen, merkt man die vulkanischen Gase in der Kehle. Der Guide sagt wir dürfen nicht länger als 10 Minuten hier bleiben, danach wird es gefährlich. Also ein paar Videos und Fotos machen und es geht wieder etwas weiter runter.

    Dort waren die Spalten aus denen die Gase strömen vor etwa einem Jahr noch aktiv. Nun kommt noch heiße Luft raus, so heiß das man die Hand nach weniger als einer Sekunde wegziehen muss, aber sie stoßen keine Gase mehr aus.

    • Die Vulkane schauen tatsächlich aus den Wolken heraus und im Panorama sieht man auch, das sie diese teilen.

    Danach ging es den Weg wieder zurück und es wurde immer wärmer und wärmer. Ich verstehe jetzt, warum die Dame in der Agentur sagte, man würde keinen Guide finden, der das mit einem am Nachmittag macht.

    Danach ging es dann zum Sucre Cave, einem alten Lavatunnel. Nicht super spannend, aber auch mal nett zu sehen. Anschließend sind wir zu einer Farm gebracht worden, auf der wir Früchte probieren durften. Scheint mir alles ein bisschen Lückenfüller gewesen zu sein, aber gut. Zum Schluss gab es dann Mittagessen am Strand, war ok… 😀

    Danach haben wir erstmal ein bisschen gechillt, schon mal unsere Sachen gepackt und später den Sonnenuntergang am Strand angeschaut. Der war nach 4 Abenden nun endlich mal gut!

    • Es gibt hier keine Contrainerhäfen. Die Schiffe ankern vor der Küste, laden mitteln eines Krans einen 20 Fuß Container auf ein Floß und die tuckern damit dann an Land. Was ein Aufwand, kein Wunder das Bier 4$ kostet!

    Fähre und Fähre (04.12)

    Die Fähre von Isabela nach Santa Cruz fährt schon um 6 Uhr und um 5 Uhr holte uns das Taxi ab, heißt wir mussten früh raus. Dann hieß es erstmal zwei Stunden Fährfahrt.

    In Santa Cruz angekommen haben wir unsere großen Rucksäcke bei der Tauchbasis, bei der wir vorher waren, unterbracht und sind erstmal frühstücken gegangen. Danach wurde gechillt, Mittag gegessen und dann hieß es auch schon wieder auf zum Hafen, die nächste Fähre wartet.

    Mit der ging es diesmal nach San Christobal, die zweit Bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Hier ist abends dann nicht mehr viel passiert, außer das wir kurz am Wasser waren zum Seelöwen gucken und was gegessen haben.

    Playa Mann und Night dive (05.12)

    Wir hatten einen Nachttauchgang gebucht und da wir alle etwas Platt waren haben wir den Tag mal ganz langsam gemacht. Entspannt aufstehen, dann mal an den Strand, später dann Mittag und danach mal bei der Divebase vorbei zum Gear Fit. Achja eingekauft und gekocht haben wir auch noch, damit wir nach dem Tauchgang was zu essen haben.

    • Die Seedrohnen wer zur Bekämpfung des Drogenhandels eingesetzt. Scheinbar von den USA zur Verfügung gestellt

    Der Tauchgang war dann nicht ganz so spektakulär wie ich gehofft hatte und von den Guides etwas unorganisiert unter Wasser. Auch hatte ich viel zu wenig Blei und da wir Flach unterwegs waren hatte ich echt zu kämpfen unten zu bleiben, aber da zahlt sich gute Ausbildung und Ruhe aus. Wer Unterwasser in Panik gerät, hat verloren, also cool bleiben!

    Tauchen am Kicker Rock und Mini Wanderung (06.12)

    Wir hatten für den Tag nach dem Night Dive zwei Tauchgänge am Kicker Rock gebucht. Dieser soll eine der besten Dive Spots in ganz Galápagos sein. Lassen wir uns mal überraschen!

    Zunächst mal aufstehen, Frühstücken und dann ab zum Anleger und aufs Boot. Diesmal ist es kein reines Taucherboot, sondern wir sind nur vier Taucher und der Rest schnorchelt nur. Daher sind wir auch nicht direkt zu dem Dive Spot gefahren, sondern erstmal auf einem Strand an Land gegangen. Die anderen konnten Schnorcheln und wir konnten die Gegend erforschen.

    • Kicker Rock unser heutiger Divespot. Es soll einer der besten sein, leider war die Sicht nicht besonders gut…

    Dort haben wir dann auch eine weight check gemacht und das war auch gut so, denn mit meinen angepeilten 11Kg wäre ich deutlich zu leicht gewesen, aber weil die keine 1Kg Gewichte mehr hatten musste ich mit 14 Tauchen. War auch in Ordnung, die Ausrichtung war nicht ganz so gut und ich musste das Jacket etwas stärker aufpusten, aber besser so als beim Sicherheitsstop mit leerem Alu Tank zu leicht zu sein.

    Die Tauchgänge waren wirklich schön, aber leider war die Sicht nicht besonders gut. Das hatte aber auch was Mystisches, da die Haie aus dem Nichts auftauchten und direkt danach wieder verschwanden. Ihr müsst euch leider noch ein bisschen Gedulden, bislang bin ich noch nicht dazu gekommen die Videos zu schneiden.

    Nach den Tauchgängen sind wir dann erstmal nach Hause und haben uns danach nochmal auf eine kleine Wanderung zur Darwin Bay gemacht, wo wir Tags zuvor den Nachttauchgang absolviert hatten. Viel mehr ist den Abend dann auch nicht passiert, reicht auch!

    • Ich mag Karten, deswegen müsst ihr euch die angucken! 😀

    Ein Berg ohne Aussicht und Delphine (07.12)

    Remy und ich haben uns entscheiden an diesem Tag eine kleine Fahrradtour zu machen, während Chloe die 360 Tour macht. Die war uns mit 150$ nach dem ganzen Tauchen aber etwas zu teuer. Wir haben und also zusammen mit Chris, einem Niederländer den wir schon auf Santa Cruz kennengelernt haben, Fahrräder gemietet und sind mit dem Taxi zum El Juncu. Das ist ein See in einem erloschenem Vulkan.

    Leider waren die Berge komplett in den Wolken und alles war matschig. Chris und ich sind einmal drumherum gewandert, danach waren die Schuhe auf jeden Fall nass. Danach haben wir uns dann mit den Rädern schnell auf den Rückweg gemacht. Einen kurzen Anstieg mussten wir überwinden und dann ging es nur noch Bergab. Die Abfahrt war rasant und das spaßigste bislang an diesem Tag.

    • Leider gab es keine Aussicht über die gesamte Insel, die man bei gutem Wetter haben soll! :/

    Zurück in der Stadt haben wir erstmal die Räder zurückgegeben, danach gab es ein Menu del día und danach bin ich mit Chris an den Strand. Dort wurde ein bisschen geschnorchelt und wir haben eine riesige Gruppe Delphine gesehen. Das müssen bestimmt mehrere hundert gewesen sein. Was hätte ich gegeben da gerade mit einem Boot draußen zu sein!

    Abends haben wir uns dann mal gegönnt und Languste gegessen. Muss auch mal sein so etwas und der Spaß hat ja auch nur 25$ gekostet, das kann man verkraften!

    Lecker wars!

    Der letzte Tag auf San Christobal (08.12)

    Da Chloe´s Flieger schon an diesem Tag ging haben Remy und ich was zu zweit unternommen. Zunächst sind wir zu einem Strand gewandert, an dem man wegen Ebbe leider nicht schwimmen konnte, da alle Steine aus dem Wasser ragten.

    Also sind wir zurück zur Darwin Bay und sind dort schwimmen und Schnorcheln gewesen, bis auf eine Gruppe Baby Baracudas war aber nichts zu spannendes dabei.

    Anschließend gabs Mittag und dann mussten wir auch schon unsere Rucksäcke aus der Bude holen und zum Fährterminal, denn wir beide hatten das nicht so ganz so gut geplant und unsere Flüge gehen von Baltra. Also mussten wir nochmal eine Fähre nach Santa Cruz nehmen und dort eine Nacht verbringen.

    So eine Sicht gab es Puerto Ayrona noch nie für uns!

    So schlimm war das aber nicht, denn das Wetter war das erste Mal so richtig gut und so konnten wir in Puerto Ayrona nochmal die Sachen shoppen, die wir uns bislang noch verkniffen hatten. Für mich war das ein Jutebeutel mit einem tollen design, kann man ja immer gebrauchen… ;D

    Der letzte Morgen und die Reise nach Quito

    Unsere Flüge gingen beide um kurz nach 11. Also sind wir mal ganz entspannt gegen 8 frühstücken gegangen und dann mit dem Bus nach Baltra rüber. Ich war dann etwas spät dran, das Boarding startete um 10:15 und ich war um 10:15 am Luggage Checkin, aber der Flughafen ist winzig also war das kein Problem.

    Ich wurde dann am Gate ausgerufen, ich solle zu einer Gepäcküberprüfung. Die Jonglierbälle können es ja nicht sein, die sie sonst immer für Früchte gehalten haben, die habe ich ja im Handgepäck. Ich wurde dann in einen Nebenraum geführt und gefragt, ob ich Korallen mitgenommen hätte, natürlich nicht war meine Antwort. Danach fiel es mir dann ein, das kann ich jetzt hier aber nicht näher erläutern, sagen wir so es hat sich am Ende alles in Wohlgefallen aufgelöst.

    • Chef ich hab Malleut!

    Beim Anflug auf Quito konnte man dann schon mal einen Blick auf den Cotopaxi werden, echt ein schöner Anblick! Ich habe am Flughafen dann auf Remy gewartet, der etwa zwei Stunden nach mir ankam, und wir haben uns das Taxi in die Stadt geteilt.

    Erstmal ein Bier auf der Dachterrasse des Hostels und mit was für einer Aussicht! Abends gab es dann leckeres Essen beim Family Dinner, da kann man mit anderen Gästen des Hostels zusammen Essen, wirklich eine tolle Sache. Danach gab es noch ein paar Bier und dann ging es ins Bett. Morgen geht es dann nach Cotopaxi, da ich dort kein Netz haben werde, werdet ihr auf die nächsten Updates etwas warten müssen!

  • Tag 58 bis 67 – Bogotá und Galápagos

    Nachtbus und Bogotá

    Zunächst ging es mit dem Nachtbus wieder von San Gil nach Bogotá. Der war natürlich erstmal zwei Stunden zu spät, super! Schlafen war wieder nicht, eher ausruhen und morgens musste ich dann direkt zum Krankenhaus zu einem Kontrolltermin für den Daumen.

    Dort kam ich gut eine Stunde zu spät an, wegen der Verspätung des Busses. Den Termin konnte ich trotzdem wahrnehmen. Kurzgefasst, alles gut so weit und ich soll in zwei bis drei Wochen nochmal ein Röntgenbild machen lassen. Der Arzt konnte mir einen Kollegen in Quito nennen, den er kennt, da muss ich noch einen Termin machen, fällt mir gerade ein….

    Ich habe dann noch versucht eine Stack-Schiene in meiner Größe zu finden und habe, nachdem ich bei 15 Läden gefragt habe, aufgegeben und bin zum Hostel gefahren. Die wollten mich aber nicht sofort ins Zimmer lassen, also bin ich erstmal nochmal los und habe weiter gesucht, leider wieder ohne Erfolg.

    Ich habe dann Bradon, dem Eigentümer des Motorradverleihs, geschrieben und seine Frau war so nett für mich rum zu telefonieren, um eine Schiene zu finden. Das hat sie dann auch tatsächlich und ein Mitarbeiter von ihnen hat sie auf dem Weg abgeholt.

    Abends bin ich dann mit Brandon und ein paar anderen ein oder auch mehr Bier trinken gegangen. Wirklich nette Leute muss man sagen. Sie hätte mir in dieser Situation nicht helfen müssen und haben es trotzdem getan, es gibt doch gute Menschen auf dieser Welt!

    Zum nächsten Tag gibt es nicht viel zu erzählen, außer dass ich einen langen Spaziergang unternommen habe und ein wirklich gutes Abendessen in einem Restaurant hatte und sehr früh ins Bett gegangen bin. Am nächsten Morgen musste ich nämlich vor 4 Uhr aufstehen, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen.

    Die Reise nach Galápagos (Ecuador)

    In Bogotá hat alles erstmal gut geklappt. Ich war auch nur leicht müde, da ich aufgrund meines frühen zu Bett Gehens doch etwas mehr als 6 Stunden geschlafen hatte.

    Mein Flug hatte eine Verbindung über Guayaquil und wir hatten eine Stunde Verspätung, weil es kurz vorm Start einen Notfall an Bord gab. Ich musste mich also beeilen, um meinen Anschlussflug zu bekommen. Als ich am Gepäckband vorbeikam, dachte ich mir noch, „muss ich das wohl rausholen? Nä sind beides Avianca Flüge, in Bogotá haben sie nichts gesagt und auf dem Gepäckband steht auch GPS (Kürzel für den Baltra Flughafen auf Galápagos)“. Diese Fehleinschätzung würde sich kurz später rächen.

    Am Gate angekommen hatte ich dann doch noch etwas Zeit und was für mich ungewöhnlich ist, ich stand als erster beim Bording, weil in Gruppen aufgerufen wurde. Das hat mir im Rückblick den Arsch gerettet.

    Auf der Bridge wollten sie uns noch nicht reinlassen und nach einigen Minuten sagte die Mitarbeiterin zu mir ich sollte zum Schalter am Gate zurück, denn irgendetwas mit meinem Gepäck würde nicht stimmen. Dort sagte man mir dann, dass ich mein Gepäck hätte holen und neu einchecken müssen. Ich hätte 20 Minuten Zeit, um das zu tun!

    Ich bin also losgesprintet zurück durch den gesamten, zum Glück kleinen, Flughafen. Erstmal eine Mitarbeiterin fragen, wie ich da überhaupt wieder reinkomme. Sie hat mich in die Gepäckabfertigung gelassen, danach musste das Ding durch einen Scanner und ich durfte die Treppen hoch sprinten mit dem gesamten Gepäck, weil die Rolltreppen voll waren.

    Problem! Die Checkinschalter sind zu! Der Mitarbeiter verwies mich zu einem Avivanca Stand. Die nette Frau hat dann kurz telefoniert und mir mit den zügigen Aktionen danach den Arsch gerettet. Ich musste erneut durch die Sicherheit und bin dann mit offenen Schuhen, weil ich die natürlich wieder ausziehen durfte, zum Gate gesprintet.

    Geschafft! Gerade so rechtzeitig bin ich im Flieger angekommen, sie haben mein Aufgabegepäck noch schnell im Flugzeug verstaut und als Entschädigung hab ich ein Glas Wasser bekommen! Top!

    So etwas habe ich echt noch nie erlebt! Ein Ticket, eine Buchung, da muss man doch sein Gepäck nicht erneut einchecken! Da werde ich mich bei Avianca nochmal Beschweren!

    • Früh Morgens geht es los am Flughafen El Dorado

    Nun ja, der Rest der Reise ist dann entspannt verlaufen und Nachmittags bin ich in dem Airbnb angekommen, in dem Remy schon auf mich gewartet hat, endlich ist es so weit! Galápagos Baby!!!

    Etwas später kam dann Chloe an, eine Britin die Remy im Flieger kennengelernt hat. Sie teilt das Airbnb mit uns und geht auch mit uns Tauchen. Wir sind dann erstmal zum Anleger, wo man tatsächlich zahlreiche Babyhaie und verschiedene Rochen im Wasser beobachten kann. Schon wirklich verrückt!

    Abends dann noch schnell die Ausrüstung anprobieren, was essen und dann ins Bett denn Morgen:

    Let the Diving begin (24.11)

    Aufstehen um 6 Uhr, denn um 5 vor 7 müssen wir an der Base sein. Vorher aber erstmal ein paar Eier braten, denn jeder weiß: Ohne Mampf, kein Kampf!

    Erstmal werden wir über die gesamte Insel gefahren, denn das Boot und die Spots sind auf der anderen Seite. Dabei steigt die Vorfreude immer weiter! Dort ankommen erstmal einen Kaffee ziehen, für günstige 2$, man ist schon verwöhnt von den Preisen in Kolumbien! Und ja, die nutzen hier tatsächlich den US-Dollar. Deren Währung ist den Bach heruntergegangen und dann haben die den einfach eingeführt. Ist für mich sogar das erste Mal, dass ich mit physischen USD bezahle!

    Kurze Zeit später ging es dann ab aufs Boot, Briefing, langsam fertig machen und ca. 40-50 Minuten später ins Wasser. Heute wurde an Gordon Rocks getaucht, ein alter Vulkan, der nach und nach im Meer versunken ist. Die Tauchgänge waren unglaublich gut. Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben, hier mal ein Video. Das ganze werde ich dann wieder zu einem YouTube-Video zusammen schneiden, aber keine Ahnung wann ich dazu komme.

    Zusätzlich haben die Guides teilweise wirklich tolle Fotos gemacht, davon möchte ich auch ein paar mit euch teilen.

    Die nächsten Tage

    Am Dienstag sind wir bei Seymour Mosquera getaucht, tags drauf wieder Gordons Rocks und am Donnerstag ging es nach Daphne. Alles wirklich schöne Tauchgänge, aber den ersten Tag hat leider nichts mehr geschlagen.

    Ich habe dann einen Tag gecancelt, da ich drei Tage lang Probleme beim Druckausgleich hatte und dies am Ende auch etwas wehgetan hat. Lieber einmal weniger tauchen als einen dauerhaften Schaden davon zu tragen.

    Viel mehr ist die Tage auch nicht passiert, morgens gefrühstückt, dann aufs Boot, Nachmittags chillen und Abends kochen. Einen Nachmittag habe ich die Darwin Research Station besucht, das war ganz interessant.

    Es wurde viel Wissen über die hier ansässigen Riesenschildkröten vermittelt und wie sie deren Populationen wieder aufgebaut haben, nachdem sich Jahrhunderte lang Seefahrer, die hier vorbeikamen, an ihnen bedient hatten.

    Am Donnerstag (27.11) haben wir uns dann nach den ganzen Tauchgängen mal was gegönnt uns sind fancy essen gegangen. Freitag ist dann nicht wirklich viel passiert, außer das wir bei Darwin+Wolf zum Black Friday shoppen waren. Das ist eine Designermarke hier von den Inseln die mit den Verkäufen Programme zum Schutz von Haien unterstützt. Da kauft man doch gerne mal zwei T-Shirts

    Die nächste Insel – Isla Isabela

    Am Samstag (29.11) sind wir zunächst zur Tortuga Bay und haben dort den Vormittag verbracht. Ein wirklich schöner Strand und auch eine schöne Wanderung dorthin.

    Danach ging es dann nochmal ins Airbnb, Duschen und dann ab zur „Fähre“. Warum das in Anführungszeichen ist? Das sind eher zur Fähre umgebaute Yachten, habe ich so auch noch nicht gesehen. Die Überfahrt dauerte gut zwei Stunden und war auch recht rumpelig, aber seekrank bin ich nicht geworden.

    Am nächsten Airbnb angekommen heißt es dann erstmal schnell etwas zu essen fassen. Gut das vor der Tür direkt die Fressmeile ist. Klingt vielleicht sogar etwas zu groß, eher ein Fressmeilchen, denn Puerto Villamil hat nur gut 3000 Einwohner. Es ist schon sehr beschaulich hier. Danach bin ich mit Remy noch ein Bier trinken gegangen und das wars dann auch gewesen für den Tag.

    Flamingos gucken und Fahrradtour (30.11)

    Erstmal ausschlafen bis 8 Uhr, danach wurde was zum Frühstücken eingekauft und danach kann man in den Tag starten! Am Vormittag stand eine kostenlose (das muss man hier immer dazu sagen, denn oft ist ein Guide für die Wanderungen vorgeschrieben) Wanderung auf dem Programm, bei der man Flamingos beobachten können soll.

    Wir sind also losgetapert zum ersten Teich, wo die sich tummeln. Dort angekommen waren alle etwas enttäuscht, denn wirklich viele waren nicht zu sehen und wirklich nah war man auch nicht dran. Auf OSMAND+ sehe ich aber es gibt noch einen weiteren Weg, also hin da.

    Es stellte sich dann leider heraus, dass der ein bisschen heruntergekommen war und teilweise von Iguanas blockiert wurde. So weit wie es ging haben wir in jedoch dennoch beschritten.

    • Du kannst nicht vorbei!

    Man musste dann etwas weiter die Straße hoch und dann konnte man dem Weg weiter folgen. Wirklich spektakulär war das aber auch nicht. Etwas weiter oben gab es dann nochmal einen Tümpel mit ca. 5 Flamingos, alles nix Weltbewegendes, da habe ich in Spanien schon mehr gesehen.

    Also erstmal zurück zum Airbnb und ein Menu del Día einverleiben. So gestärkt geht es dann los ein Fahrrad ausleihen und Chloe und ich (Remy blieb zuhause) machten uns auf den Weg zur Wall of Tears. Das ist ein Überbleibsel von einem alten Sträflingslager und auf dem Weg soll es viele schöne Orte und Aussichtspunkte geben.

    Zunächst wird man auf der Tour mit einem Wunderbaren langen Strand begrüßt, danach geht es an einem schönen Pozo vorbei und schon muss man sich beim Fahren in Acht nehmen, denn die Iguanas liegen über die ganze Straße verteilt, um sich aufzuwärmen.

    Neben schönen Stränden kann man auch noch halb eingestürzte Lavatunneln bewundern und sich die Riesenschildkröten direkt auf dem Weg genauer anschauen. Die Wall of Tears an sich ist dann relativ unspektakulär, spannender sind da die beiden Aussichtspunkte.

    Auf dem Rückweg sind wir dann bei El Estrado vorbei und das hat dem ganzen dann die Krone aufgesetzt. Wir hatten Glück, denn es war Ebbe und so könnten wir durch die Mangroven durch bis auf die Lavafelsen vor. Dort konnte man das Leben in den Gezeitenpools beobachten und vor allem den Blaufußtölpeln, Pelikanen und Seelöwen beim Jagen zuschauen.

    Da der Beitrag jetzt schon wieder ziemlich lang ist, werde ich den zweiten Teil von Galápagos separat verarbeiten. Sneak peak, es wird ein Vulkan bewandert (drückt die Daumen für gutes Wetter!), es gibt eine Sschnorcheltour, es wird wieder getaucht und vieles mehr. Bis dahin, ihr lieben!

  • Tag 53 bis 57 – San Gil

    Der erste Nachtbus und der Tag (1) danach

    Da ich etwas knapp an Zeit war, habe ich mich dazu entschieden, mit einem Nachtbus nach San Gil zu fahren. So spart man sich einen Reisetag und ja zusätzlich auch die Kosten für ein Hostel für diese Nacht. „Man wird ja sicherlich zumindest ein bisschen schlafen können, wenn man den Tag vorher aktiv war“, dachte ich mir beim Buchen.

    Dem war leider nicht so. Diesmal hatte ich nicht das Glück den Platz neben mir freizuhaben und außerdem hat der Typ vor mir direkt die Lehne zurück gemacht und somit lagen meine Knie am Vordersitz an. Manchmal hasse ich es einfach so groß zu sein!

    Das nenne ich Beinfreiheit!

    Nun ja, das gute war immerhin, dass ich direkt mein Bett im Macondo Hostel beziehen konnte als ich angekommen bin. Also den Tag erstmal mit 2,5h Stunden gutem Schlaf starten! Danach bin ich mit Krista, die ich in Salento kennengelernt habe, Mittag essen gegangen. Sie hat sich danach ausruhen wollen, während ich die Stadt erkundet habe.

    Leider ist mir ein Regenschauer dazwischen gekommen, weshalb ich etwas eine Stunde in einem Kiosk fest saß. Danach gings dann erstmal wieder ins Hostel, aber Nachmittags hat es mich dann doch noch einmal gepackt und ich bin raus zu einem Aussichtspunkt. Danach habe mich mit Krista zum Abendessen getroffen und das war dann auch ein guter Abschluss für den Tag.

    • Immerhin hat sich der Aufstieg gelohnt!

    Hoch in die Lüfte! (Tag 2)

    Da ich mir ja den Daumen leicht angebrochen habe, konnte ich leider die meisten Outdooraktivitäten hier nicht wahrnehmen. Nur zu gern wäre ich zum Caving oder Rafting, aber das Tauchen auf Galapagos ist mir wichtiger, also habe ich das alles sausen lassen.

    Paragliding, dachte ich mir, wird ja aber wohl gehen und so war es auch! Zunächst sind wir mit dem Bus von Hostel abgeholt worden, danach ging es zum Office und dann zum Startplatz. Das hat etwas gedauert, denn der Minibus hatte nicht mehr ganz so viel Puste. Ich würde mal die Behauptung aufstellen, dass ich einen Großteil dem Bergaufpassen schneller hätte laufen können, aber gut wir sind ja schließlich angekommen! 😀

    Leider mussten wir dann relativ lange warten, da der Himmel bedeckt waren und die Jungs Thermik brauchen, damit sie wieder zum Startplatz, der auf einem Bergrücken liegt, zurückkommen können. Sollte das nicht möglich sein, muss man im Tal landen und von dort aus dauert der Rückweg dann entsprechend länger.

    Irgendwann ging es dann aber los, zuerst die leichten und am Ende ich Fettsack, haha! War wirklich mal ein Erlebnis, irgendwann werde ich den Schein auch selber nochmal machen, auch wenn mein Magen danach etwas Flau war. Naja ich denke mal, wenn man selber fliegt und die Kontrolle hat ist das nochmal etwas anderes.

    Danach war dann erstmal etwas chillen angesagt. Später bin ich dann noch Lebensmittel einkaufen gegangen, da ich etwas sparen und nicht ständig in Restaurants essen will. Ich tracke im Moment meine Ausgaben und da ich nicht an Aktivitäten sparen möchte, wird das eben beim Essen getan. Das wars dann auch schon wieder mit dem Tag, erstaunlich wie schnell das immer geht!

    Die kleine Wanderung (Tag 3)

    Ich hatte mich entschieden die Wanderung von Baricharra nach Guane zu machen. Eine Wanderung kann man das zwar nicht wirklich nennen, eher einen kleinen Spaziergang, aber gut. Es sind nur 5km, die sollen aber sehr schön sein. Also erstmal entspannt aufstehen, Frühstücken und dann langsam auf den Weg machen.

    Nach Baricharra kommt man mit dem Bus und diese beiden Städte sind alte Kolonialstädte, also überall schöne alte Gebäude und es sieht aus wie in einem klassischen Pueblo vor 200 Jahren.

    Für die Wanderung habe ich mir schön Zeit gelassen und diese trotzdem in gut 2,5h gemacht, sind ja auch nur 5km und dann alles Bergab. Nun gut, die Aussichten auf dem Weg waren schön und die beiden Städte auch.

    • Also Charm haben die Orte ja

    Nachdem ich dann in Guane eine Menu del día gegessen habe ging es mit dem Bus zunächst nach Baricharra und danach wieder nach San Gil. Dort war ich dann wieder gegen 16 Uhr. Also chillen, danach was zu essen machen und Abends dann eine Runde Tejo mit Leuten aus dem Hostel spielen. Das wird von dem Besitzer als Aktivität angeboten. Diese Lokalität ist aber etwas professioneller als die anderen und die Distanzen sind wesentlich größer! Kaum zu glauben, dass die Lokals hier aus geschätzt 15m mit einem gut halben Kilo schweren Tejo ständig 9er werfen! Wahnsinn!

    Danach hieß es dann schnell in die Haija, denn morgen muss ich früh raus, um die große Wanderung anzutreten!

    Die große Wanderung! (Tag 4)

    Mein Wecker ging um 05:20, denn um die Wanderung von Villanueva nach Jordán als Tagestour zu machen muss man früh raus. Nicht weil die so unglaublich lang ist, sondern weil der letzte Bus, der eigentlich ein Pickup ist, schon um 1 Uhr Mittags aus Jordán fährt. Sollte man den verpassen muss man einen Bewohner davon überzeugen einen zur Hauptstraße zu fahren, was wohl um die 50k Pesos kosten soll. Die Wanderung ist ca. 15km lang mit 300m Aufstieg und gut 1300m Abstieg.

    Mein Ziel war es also den ersten Bus um 6 Uhr Morgens von San Gil nach Villanueva zu erwischen und das habe ich auch geschafft. In Villlanueva erstmal einen Kaffee ziehen, die Chance nutzen überschüssiges Gewicht zu verlieren und los gehts! Um 7 Uhr früh war ich also auf dem Weg Richtung Canyon.

    Die ersten 5km des Tracks waren eher unspektakulär, eine Schotterstraße auf der es aber ab und zu schöne Ausblicke gab. Danach ging es aber in die Canyon und meine Güte bei dem Anblick bleibt einem wirklich manchmal die Luft weg! Aber seht selbst!

    • Ein gutes hat das Frühe aufstehen ja, man sieht den Sonnenaufgang!

    Der Tipp von Shaun, dem Hostelbestitzer, 3L Wasser mitzunehmen war auf jeden Fall richtig und wichtig. Im Caynon staut sich die Luft und je tiefer man Abstieg, desto heißer wurde es. Zwar immer noch weit entfernt von den 45°C, die hier maximal erreicht werden können, aber schweißtreibend war es allemal! Weil ich früh dran war, konnte ich aber immer wieder Pausen machen und die atemberaubenden Ausblicke genießen.

    In Jordán angekommen erstmal eine kalte Cola ziehen und eine Runde chillen. Mit dem Pickup ging es den ganzen Weg dann wieder hoch, es hat gut eine Stunde gedauert bis ich in Aratoca angekommen war. Dort dann erstmal ein Menu del día und danach mit dem Bus ab nach San Gil.

    Im Hostel angekommen erstmal unter die Dusche – Herrlich! Den Rest des Tages wurde eigentlich nur noch gechillt und früh ins Bett gegangen, die 10h Schlafe die Nacht hatte ich mir auch redlich verdient!

    Chillen und Park (Tag 5)

    Heute war nicht so richtig viel los. Erstmal ausschlafen, entspannt Frühstücken und danach ein bisschen Nähen. Diese Merionsachen sind super geil, aber auch super empfindlich. Bleibt man irgendwo hängen, ist sofort ein Loch drin. Ich habe mir heute also mal ein bisschen Zeit genommen, um die zuzunähen.

    Danach gings dann zum Mittagessen und danach wollte ich eigentlich in den Park. Leider hat es dann aber ziemlich angefangen zu regnen, also im Kiosk chillen und eine Runde mit Melvin telefonieren, so hat man die Zeit auch gut rumgebracht.

    Danach ging es dann aber in den Park und naja was soll ich sagen ich war unterweltigt. Für 18K Pesos hätte ich mehr erwartet, aber gut hässlich war es auch nicht.

    Danach dann noch kurz Einkaufen und diesen Beitrag schreiben. Heute Abend geht es mit dem Nachtbus (Juhu!) wieder zurück nach Bogotá. Dort habe ich Morgen früh nochmal einen Termin im Krankenhaus zur Nachkontrolle. Ich hoffe mal, ich komme da auch rechtzeitig an. Der Bus soll um 6 Uhr abkommen und ich muss um 8 da sein, klingt einfach, hier weiß man aber nie, ob das klappt!

    Ich habe dann noch zwei Nächte in Bogotá und dann geht es nach Galapagos, die Vorfreude steigt immer weiter! Ich denke, ich werde mich erst von dort wieder melden, mit hoffentlich krassen Unterwasservideos von Hammerhaien und Walhaien! Bis dahin!

  • Tag 42 bis 47 – Salento, so hab ichs mir vorgestellt!

    Busreise und ankommen (Tag 1)

    Von Medellín aus gibt es einen Bus, der direkt nach Salento fährt. Simon, der Schwede, hat den gestern schon genommen und ich werde mich mit ihm in einem Hostel in Salento treffen. Die Busreise war relativ angenehm, der Platz neben mir war frei also konnte ich meine Beine lang machen. Man musste sich mit dem, glücklicherweise vorhandenen, drei-punkt-Gurt ziemlich in den Sitz spannen, damit man bei der kurvigen Strecke nicht andauernd hin und her geworfen wird.

    Im Hostel angekommen, dann erstmal das Bett im Dorm beziehen und kurz chillen. Lustigerweise kann ich hier an dem Bett meine Größenveränderung über den Tag nachvollziehen. Abends liegt mein Kopf oben an, meine Füße aber nicht. Morgens liegt beides an. Das Bett könnte für meinen Geschmack also etwas länger sein, aber es ist einigermaßen gemütlich. Das Hostel ist allgemein ganz nett, viele nette Leute und kostenlose Aktivitäten am Abend.

    Danach ging es dann was essen mit Simon und anderen, die er hier kennengelernt hatte. Erstmal einen dicken Burger für ca. 2,8€ rein Futtern, danach eine Runde Pool spielen und danach eine Runde Tejo. Dabei wirft man ein Metallgewicht auf eine schräge Fläche, die aus Lehm besteht. In der Mitte gibt es einen Kreis, um den Kreis sind vier dreieckige Papierschnipsel mit Schwarzpulver drinnen angeordnet. Trifft man eins davon explodiert es und man bekommt 3 Punkte. , man 6 Punkte. Schafft dies keiner, bekommt der nächste zur Mitte einen Punkt. Ist mal ganz was anderes und macht auch wirklich Spaß!

    Wanderung zum Santa Rita Wasserfall (Tag 2)

    Zuerst wollte ich mit den anderen eine Downhill Moutainbiking tour machen, da es aber die ganze Nacht und den Morgen auch ziemlich dolle geregnet hatte habe ich das dann kurzfristig abgesagt. Erst wollten sie mir dafür noch eine Stornierungsgebühr abziehen, aber durch freundliches aber bestimmtes gegenargumentiernen habe ich das abwenden können. Manchmal muss man sich einfach nicht unterkriegen lassen!

    Also habe ich mir eine Wanderung Rund um die Stadt ausgeguckt bei der man am Ende zum Santa Rita Wasserfall gelangen würde. Auf dieser hat mich dann Ethen begleitet, ein netter Israeli den ich hier kennengelernt habe.

    • Ausblick über die Salento vom ersten Viewpoint

    Die Wanderung war wirklich schön, das Wasser im Wasserfall war nur echt Arschkalt. Naja einmal rein dippen als Erfrischung musste aber drin sein!

    Nachdem wir gegessen hatte ging es zurück zum Hostel und da traute ich meinen Augen kaum. Wer steht vor dem Hostel und will gerade einchecken? Rembert! Der Belgier den ich in Minca kennengelernt habe und mit dem Ich am 23.11 zusammen nach Galapgos fliege zum Tauchen. Es gibt manchmal Zufälle die kann man nicht erklären.

    Abends dann kleine Spielchen und Bierchen im Hotel, danach gings zum Biliard

    Valle der Cocora (Tag 3)

    Am nächsten Tag haben Simon, Rembert, Barney und ich (Ich meine man könnte auch einen Schuljungen Witz so starten, ein Schwede, ein Belgier, ein Britte und ein Deutscher gehen in den Wald. :D) uns vorgenommen ins Valle de Cocora zu fahren Das ganze ohne Guide, denn es ist im Endeffekt nur eine Wanderung und die kann man auch ohne machen.

    Es ging also früh Morgens los zum Zentralen Platz, dort fahren die Jeeps ab die einen dahin bringen. Auf der Hinfahrt durfte ich hinten auf der Ladefläche stehen, dass war schon mal eine Erfahrung.

    Wir haben die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn gemacht, den Tipp haben mir ein paar Deutsche im Hostel gegeben. So ist man eher für sich und hat den schönen Ausblick zum Schluss und nicht direkt am Anfang. Auf halbem Wege gelangt man dann zum Kolibrihaus und das macht seinem Namen wirklich alle Ehre!

    • Erster Ausblick auf die berühmten Wachspalmen, aber erstmal geht es woanders hin

    Danach ging es an den anstrengenden Part. Es ging sehr steil ca. 400m bergauf und dazu war alles sehr matschig. Gut das wir anderes herum gegangen sind, denn man konnte die Spuren von Leuten sehen, die da mal ein Stück den Hang heruntergerutscht waren.

    Oben angekommen gab es dann erstmal ein Gruppenbild und dann ging es weiter zum berühmten Aussichtspunkt. Diese Riesenpalmen sind schon beeindruckend. Ich würde mal schätzen, dass die 30-40m hoch sind und ergeben dadurch, dass sie so einsam in der Langschaft stehen einfach einen krassen Eindruck.

    Zurück im Hostel war erstmal chillen angesagt und Abends gab es dann eine Gesellige Runde im Restaurant mit einer anschließenden Runde Tejo und ein Paar Trinkspielen im Park. Nach den doch etwas einsamen Wochen an der Küste ist das nun endlich mal die Backpackingerfahrung die ich mir gewünscht habe. Neue Leute aus anderen Ländern kennenlernen und gemeinsam tolle Erfahrungen haben, so kann es weitergehen!

    Motorradtour zu den heißen Quellen (Tag 4)

    Am Abend zuvor kam mir die Idee, dass man sich ja Motorräder (bzw. Roller für die, die keinen Motorradführerschein haben) und zu den heißen Quellen von Santa Rosa de Cabal fahren. Mit dem Bus ist das zwar an einem Tag möglich, man würde hin und zurück aber 6 Stunden im Bus sitzen. Mit dem Motorrad dauert eine Strecke nur 1,5 Stunden.

    Da es am Abend zuvor doch einige Bier gab haben wir uns darauf geeinigt nicht all zu früh los zu machen. Also erstmal entspannt ausschlafen, frühstücken und dann ging es los. Da die Miete doch ziemlich teuer war haben wir uns dazu entscheiden zwei Motorräder und zwei Roller für und acht zu nehmen. Ich hatte Krista hinten drauf, sie kommt aus den USA und macht gerade zwei Monate unbezahlten Urlaub, auch mal eine Methode.

    Die fahrt war wirklich schön, auch wenn wir uns in Pereira auf die Kolumbianische weise durch den Verkehr schlängeln mussten. Gut das ich damit in Italien schon einiges an Erfahrung sammeln konnte. Leider gibt es davon keine guten Videos, weil ich töffel vergessen hab, das die Kamera noch im Zeitraffer-Modus war.

    • Ein paar einzelne Bilder konnte ich Retten.

    An den heißen Quellen angekommen haben wir erstmal den Wasserfall bewundert und etwas kleines gegessen. Leider gibt es keine Natürlichen Pools mit heißem Wasser, sondern nur künstliche. Nun gut, entspannen konnte man darin trotzdem sehr gut und in den Wasserfall haben wir uns dann auch nochmal gewagt. Alles in allem ein toller Tagesausflug!

    Abends gab es dann noch ein paar mehr Bierchen in einer Bar und für den Nächsten Tag wurde ein chilltag beschlossen, da gibt es also nicht groß was zu erzählen. Das einzig erwähnenswerte ist, dass wir beschlossen haben uns in Pereira für eine Nacht ein Airbnb zu nehmen bevor sich unsere Wege erstmal wieder trennen.

    Pereira

    Am Montag ging es dann los mit dem Bus nach Pereira. Das Airbnb das ich gebucht hatte hat eine Dachterasse mit Whirlpool und Grill. Also nach dem ankommen erstmal was zu Mittag essen und danach einkaufen gehen.

    Danach ging es dann zum Padel spielen, leider waren aber alle Plätze belegt also haben wir eine Runde Beachvolleyball gespielt, auch gut!

    Abends dann Grillen, quatschen, Wein trinken und im Whirlpool chillen. Alles in allem muss ich sagen, dass die letzten Tage mit Abstand die schönsten bislang waren und ich freue mich schon Rembert auf Galapagos wiederzutreffen.

    • Schon eine geile Aussicht und das für 10€ pro Person, da kann man nicht meckern

    Gerade sitze ich im Bus nach Bogota, wo ich die nächsten paar Tage verbringen werden, danach geht es dann nach San Gil, danach wieder nach Bogota und dann endlich nach Galapagos. Das wird zwar ein wirklich teurer spaß mit den Flügen und den Tauchgängen, aber die Vorfreude ist mittleweil schon nicht mehr messbar.

    Ich melde mich wieder aus San Gil. Bis dann!

  • Tag 29 bis 32 – Minca

    Manche Sachen laufen gut, andere weniger

    Der Trip von Tayrona nach Santa Marta und dann nach Minca ist gut verlaufen, auch wenn ich dabei in den local Bussen etwas nervös war. Das Blöde bei der Geschichte ist nämlich, dass vor ein paar Tagen mein Handy fürs Netz hier gesperrt wurde, da ich es nicht registriert habe. Zum Glück habe ich mein altes mitgenommen, das kann ich jetzt erstmal als mobilen Hotspot nutzen.

    In Santa Marta angekommen also erstmal zum Claro Store und mir das wieder freischalten lassen – Denkste! Der Typ war ziemlich unfreundlich und hat zwar einiges probiert, aber es am Ende nicht wieder hinbekommen. Ich muss jetzt in Medellín nochmal mein Glück versuchen, da Fliege ich nächste Woche hin. Sollte das dort auch nicht klappen habe ich ein echtes Problem, denn mein Handy nimmt keinerlei SIM-Karten mehr an, auch keine eSIMs. Sollte ich das also nicht hinbekommen und in ca. 20 Tagen auch das andere Handy gesperrt werden, hab ich kein Internet mehr. Ohne Internet ist ja das eine, das haben die Oldtimer früher auch hinbekommen, aber keinen Notruf absetzten zu können ist schon ein No-Go!

    Zu allem Übel ist mir eines Morgens dann auch noch aufgefallen, dass sich die Glasrückseite von meinem Handy ablöst. Jetzt darf ich in Medellín also auch noch einen Samsung Store aufsuchen und gucken, ob die das auf Garantie reparieren. Na das wird ja immer besser!

    Die Natur ist Heilsam!

    In Minca angekommen erstmal den Rucksack ins Zimmer ballern und ab zum ersten Wasserfall. Naja nicht ganz, vorher musste ich erstmal noch ein paar Sachen mit der Miniwaschanlage waschen, die mir meine Schwester geschenkt hat – Danke nochmal dafür! 🙂

    Jetzt aber los! Der Weg dorthin dauert etwa eine Stunde und ist mal wieder recht schwitzig meinerseits, obwohl es hier oben ein wenig Kühler ist. Für die meisten Wasserfälle muss man hier Eintritt zahlen, jeder will sein Stück von Touristenkuchen abhaben. Bei 10000 Pesos, also umgerechnet etwas mehr als zwei Euro kann man sich aber noch nicht beschweren.

    Leider musste ich Handtuch und Badehose waschen, weil die echt gemüffelt haben. Baden ist also nicht, naja immerhin mal auf die Unterhose ausziehen und im Wasser etwas abkühlen, das tat gut kann ich euch sagen!

    • Man könnte glatt meinen, man ist in Asien. Ich habe allerdings mal nachgeforscht und diese Bambusart ist hier heimisch. The more you know!

    Danach dann noch schnell was essen gehen, ein paar Bananen, Wasser und zwei Bierchen kaufen. So schnell ist der Tag auch schon wieder vorbei. Nach ausgehen ist mir nicht, im Hostel ist auch nichts los, also etwas chillen, die Vokabeln lernen und dann im Bett einen Film anmachen. Gut das ich mir vorher was auf die Externe SSD gezogen habe. 🙂

    Erst die Entäuschung, dann die Freude über wenig

    Für den zweiten Tag habe ich mir einen Wanderung zu einem Aussichtspunkt vorgenommen im anschließendem Abstieg zu einem Wasserfall. Andersherum wäre die Sache deutlich anspruchsvoller gewesen und normalerweise scheue ich ja vor so etwas nicht zurück, aber nach der Plackerei an einem Wasserfall Baden zu können ist schon besser als das vorher zu machen.

    Also erstmal mit dem Motorradtaxi von Minca nach El Campano, es wären sonst über 20Km gewesen und das ist mir dann doch ein bisschen zu viel. Die Kollegen hatten sogar ein Helm der mir gepasst hat, der des Fahrers, der ist dann ohne gefahren – ganz normal hier. Man sieht hier städig auch komplette Familien die alle auf einem Motorrad, alle ohne Helm, die wirklich anspruchsvollen Berg“straßen“ hochfahren. Nun gut, das was schon mal das erste Erlebnis des Tages!

    In El Campano angekommen erstmal noch einen Kaffee ziehen, leider haben die keinen ohne Zucker und der mit ist immer so süß, das es einem die Fußnägel hochrollt – egal was solls! Weiter geht es also und meine Hoffung, dass der Wind von heute Morgen abschwächt bewahrheitet sich leider nicht. Mehr noch drückt er die Wolken über die Berge, man läuft immer mehr und mehr in die Suppe rein. „Na toll, ob man da überhaupt was sehen wird?“, denke ich laut vor mich hin.

    Ich kann euch sagen, nein hat man nicht, es war eine einzige Suppe da oben. Ich habe kurz gewartet und bin dann etwa einen Kilometer weiter den Weg runter erstmal in dein Restaurant geganen. Vielleicht ändert sich das ja noch! Während ich dort saß wurde ich aber ein bisschen Nervös, denn der Wind wurde gefühlt immer stärker, aber das Restaurant war auch auf der Bergseite von der es reingedrückt hat und Minca auf der anderen.

    Also ich mit dem Essen fertig war hat es dann tatsächlich ein wenig aufgeklärt, also schnell bezahlen und die Beine in die Hand nehmen, ab zurück zum Aussichtspunkt! Tatsächlich die Wolken haben aufgerissen und man kann Santa Marta und das Meer sehen! Herrlich, jetzt bin ich zufrieden.

    Lange wollte ich das ganze aber auch nicht genießen, weil es am Nachmittag regnen sollte (Spoiler es hat nur getröpfel, aber das kann man hier nie so genau wissen) und ich noch ca. 850m Abstiegt vor mir hatte. Der hatte es dann auch gewaltig in sich. Ich bin ja schon so einige Wege in meinem Leben gegangen, aber dieser gehörte, zumindest passagenweise, zu den Top 3 der schwersten. Nass, Steil, eng und teilweise riesige absätze mit Abgrund daneben. Gut das ich Trittsicher und Gebirgserfahren (als Experten will ich mich nicht bezeichen, aber die ein oder andere Wanderung in den Alpen hat man dann ja doch schon mal gemacht) bin!

    • Angekommen in El Campano, die stehen hier auf ihre Herzchen-Zeichen. Die gibt es wirklich überall.

    Als das ganze dann überstanden war ging es zum Marinka Wasserfall, auch der Kostet mal wieder Eintritt und diesmal sogar 22K, aber es lohnt sich! Die ganze Analage drum herum ist super schön mit tollen Aussichten und alles ist sehr gepflegt. Nach einem ausgiebigen Bad, bei dem ich mich Frage warum ich die Insta360 nicht mitgenommen habe, geht es noch in das Restaurant dort, was überraschender weise echt bezahlbar war. Ich meine bei 8€ für eine Limmonada Natural und eine wirklich leckere Handgemachte Pizza kann man sich nicht beschweren und mit Karte ohne Gebühr konnte man auch noch bezahlen!

    Also das letzte Stück packen und ab zum Hostel, da ich dann doch wieder gut durchgeschwitz war, weil langsam laufen einfach nichts für mich ist geht es direkt mal unter die Dusche. Danach ein bisschen chillen und am Blog schreiben. So langsam gefällt mir das schreiben, aber wer von euch liest das eigentlich alles. Könnt mir ja mal ein Kommentar da lassen, wenn ihr es bis hier hin geschafft habt! 😀

    • Der Marinka Wasserfall!

    Achja Abends bin ich dann noch in eine Bar, da war aber ziemlich wenig los. Mit dem Barkeeper und ein paar Franzosen habe ich mich aber nett auf Spanisch unterhalten. Immerhin hat man so nochmal ein bisschen Sprachtraining eingeschoben und der Barkeeper hat mir ein Tipp für mein Handy-Problem gegeben! Dazu später mehr!

    Birdwatching und Kaffeefarm

    Für diesen Tag hatte ich mir eine Birdwatching Tour gebucht und die startet frühmorgens. Also den Wecker auf 05:30 gestellt und um 6 Uhr zur Kirche. Die Tour war wirklich interessant, wir haben viele verschiedene Vögel gesehen und der Guide hat immer ein paar Sachen dazu erklärt, vor allem ist der einfach viel besser im Spotten als ich! 😀

    Die Bilder sind alle von dem Guide, der hatte so eine 50 Fach Zoom Kamera. Mein Handy macht zwar auch gute Fotos, bei den Entfernungen reicht der 10x Zoom dann aber nicht mehr aus.

    Danach ging es dann erstmal wieder zum Hostel etwas Frühstücken, denn mein Magen hatte sich am Ende der Tour schon ziemlich lautstark zu Wort gemeldet! Dann hieß es Sachen Packen und mit dem Mototaxi auf zur Finca La Victoria, eine alte Kaffeeplantage und Fabrik die es schon seit dem Jahre 1892 gibt. Die Plantage wird tatsächlich schon ziemlich lange von einer Deutschen geführt und einen Deutschen Craftbierbrauer gibt es dort auch, deswegen war das Bier auch so lecker! 😀

    Ich könnte hier jetzt alles beschreiben, aber ich habe einen Blogeintrag gefunden, der das viel besser tut, daher verlinke ich einfache Mal dazu, wer Lust hat, kann das ja lesen!

    https://www.bloeth.eu/tourismus/besondere-ziele/kaffeefarm-la-victoria

    Abends bin ich dann noch in ein Restaurant gegangen, das ich auf der Birdwatching Tour gespottet hatte. Hier gab es ein paar Bierchen, eine tolle Aussicht und ein nettes, langes Gespräch mit Estefan, der das Restaurant führt. Wegen des Regens kamen keine Gäste, weshalb wir uns locker zwei Stunden auf Spanisch unterhalten haben.

    • Zwischendurch hat es so dolle geschüttet, dass man keine 100m weit sehen konnte.

    Da der Beitrag jetzt schon viel zu lange ist lasse ich die kommenden Tage in Santa Marta mal raus. Dort fahre ich jetzt gleich hin und Dienstag geht es dann weiter nach Medellín. Bis dahin!

  • Tag 21 bis 28 – Tayrona und Umgebung

    Cartagena – Santa Marta – Tayrona

    Wie schon im letzten Post angekündigt bin ich mit dem Bus von Cartagena nach Santa Marta gefahren. Die Fahrt war recht angenehm, viel Beinfreiheit! Die Zeit im Bus habe ich genutzt, um das YouTube Video zu schneiden. Man muss aber auch immer mal wieder herausschauen, zum einen, weil die Landschaft schön ist und zum anderen damit einem nicht schlecht wird. Die Busfahrer scheinen nämlich zu denken, dass jede Fahrt ein rennen ist und so fahren die dann auch.

    Ein Teil der Strecke führt auf einem sehr schmalen Stück Land direkt an der Küste entlang

    In Cartagena am Busterminal haben mich dann Tom und seine Freundin mit dem Auto abgeholt, da die eh mal wieder nach Santa Marta zum Einkaufen mussten. Dort ist es wohl deutlich günstiger als in dem kleinen Dorf hier.

    Abends habe ich mit Tom dann noch einen kleinen Spaziergang zu seinem zweiten Hostel gemacht und mich auf die kommenden Tage vorbereite. Also den kleinen Rucksack packen und früh schlafen gehen!

    Tayrona Nationalpark – Tag 1

    Frühmorgens ging es dann zu Fuß los zum Eingang des Parkes. Unterwegs wurde aber natürlich erstmal noch etwas schnabuliert. Am Eingang angekommen heißt es erstmal auf den Minibus warten der einen die ersten Kilometer in den Park hinein fährt, die 6000 Pesos sind es mir Wert! 😀

    Von dort aus musste ich dann allerdings ca. 3,5km laufen bis zu dem Campingplatz wo ich drei Nächte in der Hängematte gebucht hatte. Das war eine schwitzige Angelegenheit kann ich euch sagen! Auf dem Weg dorthin konnte man aber schon mal die Natur bewundern. Es handelt sich um Jungle der Quasi bis an die Küste herangeht und die Strände haben es auch in sich, aber seht selber:

    • Direkt am Einang bekommt man schon mal einen Blick auf die Affen!

    Nachdem ich mich einmal kurz abgeduscht hatte, wurde die Badehose angezogen und ab gings zum nächsten Strand an dem man schwimmen darf. An vielen Stränden hier hat es nämlich ordentlich Strömung und deswegen sind nicht alle zum Baden freigegeben. Abend dann noch was im Restaurant auf dem Campingplatz essen und ab gehts ins Bett. Mal gucken, wie gut ich in der Hängematte schlafe!

    Tayrona Nationalpark – Tag 2

    Da ich im Park kaum Internet habe, wird die Zeit Morgens beim Frühstück erstmal genutzt, um nach Hause zu telefonieren. Danach Packe ich meinen Daypack und mache mich auf den Weg ans Cabo San Juan. Das soll ein sehr schöner Strand sein, der aber wohl auch ziemlich überlaufen von Instagrammer ist.

    So ist es auch der Strand ist wirklich schön mit einem kleinen Aussichtspunkt, aber es sind auch wirklich viele Leute da und alle sind sie die ganze Zeit am Selfies machen. Das ist ja so gar nicht meine Welt. Naja bisschen chillen und dann aber zurück zu dem anderen Strand, der war angenehmer!

    • Da habe ich heute Nacht drin gepennt. Ich finde die Dächer haben was von Reetdächern.

    Danach fing das Elend dann an. Wie den Abend zuvor auch habe ich im Restaurant zu Abend gegessen und mich dann recht früh fertig gemacht fürs Bett, da ich am nächsten Morgen um 5 Uhr aufstehen wollte, um mir den Sonnenaufgang anzuschauen. Nach dem Zähneputzen will ich in meine Hängematte steigen, wo ich mein Kissen hab drinne liegen lassen. Liegt da der Kram von wem anders drin und mein Kissen ist weg! Was soll der Scheiß?!

    Ich habe erstmal kurz umhergeschaut, aber das Kissen war nicht aufzufinden, also bin ich vor zur Rezeption, die wissen auch von nichts. Na super! Eigentlich würde ich mich ja wegen einem Gegenstand nicht so anstellen, aber das war mein Stück Heimat mit dem ichs mir überall gemütlich machen kann. Das hat mich schon sehr getroffen! 🙁

    Der Mitarbeiter hat mir dann ein anderes vom Hotel gegeben und ich habe eine andere Hängematte bekommen. Erstmal über den Schock hinwegkommen und versuchen zu schlafen!

    Tayrona Nationalpark – Tag 3

    Beim Frühstück sitzt der Schock immer noch tief, das Kissen wurde bislang auch nicht gefunden und damit ist die Chance meiner Meinung nach fast null, dass es nochmal wieder auftaucht. Aufstehen, Kopf hoch, weiter gehts!

    Heute habe ich eine Wandung vor, die mich fast wieder zurück an den Eingang führt, zu einem Aussichtspunkt der ganz schön sein sollt. Dort angekommen merke ich den Weg gibt es gar nicht mehr. Na gut, dann gehe ich halt hier an den Strand und kühle mich erstmal kurz ab. Hier ist man komplett alleine, was ein Unterschied zum Cabo San Juan!

    Nach dem Studieren der OSMand+ Karten fällt mir auf ich kann auch am Strand bis zum Piscinita weiterlaufen, dann spare ich mir den schwitzigen Weg durch den Jungle und vor allem die Höhenmeter. Dicho y Hecho – gesagt, getan! Am Piscinita angekommen erstmal eine kalte Cola gönnen und eine Runde baden gehen.

    Wo ich da so sitze, sehe ich immer wieder Leute aus Richtung der Felsen kommen und denke mir dabei, es muss doch möglich sein bis zum Arrecifes am Strand zurückzulaufen. Also mache ich mich nach ca. 2 Studen chillen am Strand auf den Weg. Tatsächlich hat es auch funktioniert. Die einzelnen Strände sind immer von großen Felsen, die ja auch auf den Fotos zu sehen sind, abgetrennt. Diese kann man meistens aber relativ einfach überwinden.

    • Irgendwo da oben sollte ein Aussichtspunkt sein, aber da ich keine Machete dabei habe chille ich einfach am Strand

    Tayrona Nationalpark – Tag 4

    Heute muss ich wieder raus aus dem Park, der macht nämlich morgen für zwei Wochen dicht. In der Zeit reinigen die Ureinwohner den Park auf Spirituelle weise. Das passiert dreimal im Jahr.

    Ich habe mir vorgenommen den Park über den anderen Eingang wieder zu verlassen. Das bedeutet 12km Strecke mit ca. 500hm, na schauen wir mal was das für ein schwitzefest wird! Erstmal aufbrechen und am Cabo San Juan ein bisschen chillen und schwimmen. So früh morgens ist hier zum Glück nicht so viel los und man kann das auch ein bisschen genießen!

    Gegen 10 Uhr breche ich auf. Erstmal geht es weiter zu Playa Nudista und von dort aus den ersten, wirklich sehr steilen, Anstieg hinauf. Nicht lange und ich bin komplett Nass geschwitzt, aber egal einfach immer weiter gehen!

    Nach vier Stunden komme ich an einem kleinen Dorf mit einem Aussichtspunkt an, das nehme ich natürlich mit, auch wenn die sich das bezahlen lassen. Erstmal kurz chillen, den Wind genießen und ein bisschen auslüften!

    Eine weitere Stunde später bin ich dann wieder an der Hauptstraße angekommen. Erstmal was essen und ein Bier gönnen, nachdem ich einen Monat komplett darauf verzichtet habe. Es wird nicht das Einzige an diesem Abend bleiben, denn später gehe ich mit Tom noch eine Runde Billard spielen.

    Mit ein paar bieren intus wird es nicht einfacher auf Spanisch zu kommunizieren, aber irgendwie klappt es doch ein bisschen, auch wenn die unglaublich laute Musik es nicht einfacher macht.

    • Nicht ganz so schön wie der Sonnenuntergang, aber das frühe aufstehen war es allemal wert!

    Die Tage danach

    Am nächsten Tag war erstmal Katern angesagt. „Beeing drunk is like borrowing happines from tomorrow“, das stimmt leider immer wieder. Naja am Abend nochmal zu einem Restaurant laufen und was futtern, den Tag über habe ich mich von meinem restlichen Proviant ernärt und im Bett gechillt.

    Am nächsten Tag mache ich ein paar Ausflüge mit Tom, es geht nach Palominio und wir baden im Fluss, eine willkommene Abkühlung! Abends gibts dann wieder ein paar zu viele Bierchen, was den nächsten Tag schon wieder zu einem Katertag macht. Jetzt reichts aber auch mal wieder!

    Heute beschäftige ich mich mit diesem Beitrag und chille ein bisschen, vor der Reise die Morgen ansteht kann ich das auch gebrauchen. Denn Morgen geht es mit dem Bus erst nach Santa Marta und dann weiter nach Minca. Ein Ort in den Bergen, in dem man super Vögel beobachten können soll und wo es viele Kaffeeplantagen gibt, die man sich angucken kann. Bin mal gespannt! Bis dann!