Kategorie: Travel

  • Tag 68 bis 76 – Galápagos, Isabela und San Christobal

    Las Tintoras Tour (01.12)

    Heute sind wir etwas später aufgestanden, da es Morgens geregnet hat und es somit keinen Grund gab, um früh aus dem Bett zu fallen. Ich bin etwas früher aufgestanden als die anderen und habe mich nach längerer Zeit mal wieder an den Morgensport gemacht, da muss ich echt mal ein bisschen dran bleiben…

    Nach dem Frühstück sind wir dann los, um eine Tour für den Tag zu buchen. Am Ende sind es zwei Touren und die Fährtickets geworden. Nach Galápagos muss ich echt den Spargang einlegen, das hat jetzt schon ein ziemlich großes Loch ins Budget gerissen.

    Die Tour beginnt erst um 14:30 also sind wir erstmal einkaufen gegangen, haben schon mal des Chili für Abends zubereitet und danach ein bisschen in der Bude gechillt. Das ist schon ein Vorteil, wenn man mit mehreren unterwegs ist und sich ein Airbnb leisten kann.

    Um 14 Uhr ging es dann los, abgeholt wurden wir an der Agentur in einem Minibus, der natürlich erstmal direkt zurück zu unserem Apartment fuhr, da dort deren Lager ist. Wären die Wege hier nicht alle so kurz, wäre ich angepisst gewesen… 😀

    Danach ging es dann zum Boot, auf dem Weg zum Anleger konnte man einen Seelöwen beobachten, der von seiner Mutter gefüttert wurde, wie wir später lernten machen die das bis zu einem Alter von 3 Jahren. Hatte mich schon gewundert, warum so ein großes Junges noch gefüttert wird.

    Nach einigen Erklärungen vom Guide ging es dann auf eine Insel, auf der einen kleine Rundtour gemacht wurde. Diese Inseln sind die, die direkt vor dem Hafen von Puerto Villamil liegen. Bei der Tour gab es viele Marine Iguanas, absurd viele Weißspitzenriffhaie in einem Kanal, Seelöwen und Schildkröten zu bewundern.

    Danach war dann Schnorcheln angesagt. Das war ganz nett, aber wenn man hier schon vier Tage getaucht ist, dann bringt einen der Anblick eines Rochens oder einer Meeresschildkröte so schnell nicht mehr aus der Fassung.

    Cerro grande und El Estero (02.12)

    Zunächst haben wir den Tag entspannt angehen lassen, da wir die Tour gestern und die Tour Morgen mit der gleichen Agentur gebucht haben durften wir heute für Umme ein Fahrrad ausleihen. Wir haben uns dann mit dem Taxi, die hier alle Pickups sind, fast bis ganz hochfahren lassen zum Cerro Grande.

    Es war noch ein kurzer Weg mit dem Rad und dann ging es zu Fuß weiter. Schon auf dem Rad habe ich gemerkt, dass Sandalen vielleicht nicht ganz die richtige Entscheidung war, denn alles hier ist nass. Die Inseln sind ziemlich unterteilt, die niedrigen Regionen sind sehr trocken und die höhergelegenen sind feucht.

    Na gut nützt ja nichts also hoch da! Nach ca. 45 Minuten erreichten wir den ersten Aussichtspunkt und ich war positiv überraschten, denn man konnte tatsächlich etwas sehen! Da wir davor durch die Wolken durchgefahren sind, hatte ich nicht mehr als eine graue Wand erwartet.

    Danach ging es dann noch in einer Runde um der Peak herum und dann wieder runter. Die Abfahrt mit dem Rad zurück in die Stadt hat dann richtig Spaß gemacht! Gut dass wir das nicht alles hoch geradelt sind, hab ich mir dabei die ganze Zeit gedacht.

    Zurück in der Bude war erstmal Beine und Sandalen Waschen angesagt, wie ihr gesehen habt, war das nötig. Danach gabs Mittag beim bekannten Grill gegenüber und danach Mittagsruhe.

    Später am Nachmittag sind wir dann nochmal losgezogen, um uns El Estrado ein weiteres Mal, bzw. für Remy zum ersten Mal anzuschauen. Danach sind wir noch zu Concha del Perla, aber das war nicht allzu spannend. Hier hätte man Schnorcheln können, es gleicht aber eher einem Pool und die Leute paddeln da so laut drin rum, dass sich eh alles verkriecht.

    Danach ging es zu Yummi Yummi der angeblich besten Empanada hier in der Stadt. Seit drei Tagen versuchten wir schon da was zu bekommen, immer hatte der zu, aber heute nicht! Tja, was soll ich sagen, waren nice, aber vom Hocken gehauen haben die mich jetzt auch nicht.

    Am Abend gabs dann noch den Rest vom Chili und eine fette Chillung, am nächsten Tag mussten wir nämlich früh raus für eine Tour zum Sierra Negra Vulkan.

    Sierra Negra, minas de azufre und Sucre Cave (03.12)

    Abgeholt werden sollten wir gegen 7:15, also bin ich mal entspannt um 6:20 aufgestanden, sogar ohne Wecker, und habe mir Frühstück gemacht. Die anderen pennen immer etwas länger, deswegen habe ich für sie vorbereitet, was ich konnte. Ich bin lieber etwas früher wach und habe dann weniger Stress, man wird ja doch älter….. 😀

    Dann ging es mit dem Taxi los zum Vulkan. Der ist ja bislang immer in den Wolken verborgen geblieben, aber ich hatte schon mehrfach gehört, dass es oben sonnig sein soll, na lassen wir uns mal überraschen! Die Fahrt bis zum Beginn der Wanderung hat ca. eine Stunde gedauert und tatsächlich wurden wir oben von der Sonne geküsst!

    Nach kurzem Staunen über den Ausblick ging es los in die Caldera hinunter. Dort ist es wie in einem Ofen, die Sonne brennt unerbittlich und es geht kaum ein Lüftchen. Das frühe aufbrechen ist also nicht zum Spaß, denn Nachmittags wird man hier bestimmt gegrillt!

    Nach und nach stieg einem immer öfter und immer stärker der Geruch von faulen Eiern in die Nase, wir kommen näher! Die Landschaft ist beeindruckend, ein bisschen wie eine Mischung aus Mond und Mars.

    An den Minas de Azufre angekommen, merkt man die vulkanischen Gase in der Kehle. Der Guide sagt wir dürfen nicht länger als 10 Minuten hier bleiben, danach wird es gefährlich. Also ein paar Videos und Fotos machen und es geht wieder etwas weiter runter.

    Dort waren die Spalten aus denen die Gase strömen vor etwa einem Jahr noch aktiv. Nun kommt noch heiße Luft raus, so heiß das man die Hand nach weniger als einer Sekunde wegziehen muss, aber sie stoßen keine Gase mehr aus.

    • Die Vulkane schauen tatsächlich aus den Wolken heraus und im Panorama sieht man auch, das sie diese teilen.

    Danach ging es den Weg wieder zurück und es wurde immer wärmer und wärmer. Ich verstehe jetzt, warum die Dame in der Agentur sagte, man würde keinen Guide finden, der das mit einem am Nachmittag macht.

    Danach ging es dann zum Sucre Cave, einem alten Lavatunnel. Nicht super spannend, aber auch mal nett zu sehen. Anschließend sind wir zu einer Farm gebracht worden, auf der wir Früchte probieren durften. Scheint mir alles ein bisschen Lückenfüller gewesen zu sein, aber gut. Zum Schluss gab es dann Mittagessen am Strand, war ok… 😀

    Danach haben wir erstmal ein bisschen gechillt, schon mal unsere Sachen gepackt und später den Sonnenuntergang am Strand angeschaut. Der war nach 4 Abenden nun endlich mal gut!

    • Es gibt hier keine Contrainerhäfen. Die Schiffe ankern vor der Küste, laden mitteln eines Krans einen 20 Fuß Container auf ein Floß und die tuckern damit dann an Land. Was ein Aufwand, kein Wunder das Bier 4$ kostet!

    Fähre und Fähre (04.12)

    Die Fähre von Isabela nach Santa Cruz fährt schon um 6 Uhr und um 5 Uhr holte uns das Taxi ab, heißt wir mussten früh raus. Dann hieß es erstmal zwei Stunden Fährfahrt.

    In Santa Cruz angekommen haben wir unsere großen Rucksäcke bei der Tauchbasis, bei der wir vorher waren, unterbracht und sind erstmal frühstücken gegangen. Danach wurde gechillt, Mittag gegessen und dann hieß es auch schon wieder auf zum Hafen, die nächste Fähre wartet.

    Mit der ging es diesmal nach San Christobal, die zweit Bevölkerungsreichste Insel des Archipels. Hier ist abends dann nicht mehr viel passiert, außer das wir kurz am Wasser waren zum Seelöwen gucken und was gegessen haben.

    Playa Mann und Night dive (05.12)

    Wir hatten einen Nachttauchgang gebucht und da wir alle etwas Platt waren haben wir den Tag mal ganz langsam gemacht. Entspannt aufstehen, dann mal an den Strand, später dann Mittag und danach mal bei der Divebase vorbei zum Gear Fit. Achja eingekauft und gekocht haben wir auch noch, damit wir nach dem Tauchgang was zu essen haben.

    • Die Seedrohnen wer zur Bekämpfung des Drogenhandels eingesetzt. Scheinbar von den USA zur Verfügung gestellt

    Der Tauchgang war dann nicht ganz so spektakulär wie ich gehofft hatte und von den Guides etwas unorganisiert unter Wasser. Auch hatte ich viel zu wenig Blei und da wir Flach unterwegs waren hatte ich echt zu kämpfen unten zu bleiben, aber da zahlt sich gute Ausbildung und Ruhe aus. Wer Unterwasser in Panik gerät, hat verloren, also cool bleiben!

    Tauchen am Kicker Rock und Mini Wanderung (06.12)

    Wir hatten für den Tag nach dem Night Dive zwei Tauchgänge am Kicker Rock gebucht. Dieser soll eine der besten Dive Spots in ganz Galápagos sein. Lassen wir uns mal überraschen!

    Zunächst mal aufstehen, Frühstücken und dann ab zum Anleger und aufs Boot. Diesmal ist es kein reines Taucherboot, sondern wir sind nur vier Taucher und der Rest schnorchelt nur. Daher sind wir auch nicht direkt zu dem Dive Spot gefahren, sondern erstmal auf einem Strand an Land gegangen. Die anderen konnten Schnorcheln und wir konnten die Gegend erforschen.

    • Kicker Rock unser heutiger Divespot. Es soll einer der besten sein, leider war die Sicht nicht besonders gut…

    Dort haben wir dann auch eine weight check gemacht und das war auch gut so, denn mit meinen angepeilten 11Kg wäre ich deutlich zu leicht gewesen, aber weil die keine 1Kg Gewichte mehr hatten musste ich mit 14 Tauchen. War auch in Ordnung, die Ausrichtung war nicht ganz so gut und ich musste das Jacket etwas stärker aufpusten, aber besser so als beim Sicherheitsstop mit leerem Alu Tank zu leicht zu sein.

    Die Tauchgänge waren wirklich schön, aber leider war die Sicht nicht besonders gut. Das hatte aber auch was Mystisches, da die Haie aus dem Nichts auftauchten und direkt danach wieder verschwanden. Ihr müsst euch leider noch ein bisschen Gedulden, bislang bin ich noch nicht dazu gekommen die Videos zu schneiden.

    Nach den Tauchgängen sind wir dann erstmal nach Hause und haben uns danach nochmal auf eine kleine Wanderung zur Darwin Bay gemacht, wo wir Tags zuvor den Nachttauchgang absolviert hatten. Viel mehr ist den Abend dann auch nicht passiert, reicht auch!

    • Ich mag Karten, deswegen müsst ihr euch die angucken! 😀

    Ein Berg ohne Aussicht und Delphine (07.12)

    Remy und ich haben uns entscheiden an diesem Tag eine kleine Fahrradtour zu machen, während Chloe die 360 Tour macht. Die war uns mit 150$ nach dem ganzen Tauchen aber etwas zu teuer. Wir haben und also zusammen mit Chris, einem Niederländer den wir schon auf Santa Cruz kennengelernt haben, Fahrräder gemietet und sind mit dem Taxi zum El Juncu. Das ist ein See in einem erloschenem Vulkan.

    Leider waren die Berge komplett in den Wolken und alles war matschig. Chris und ich sind einmal drumherum gewandert, danach waren die Schuhe auf jeden Fall nass. Danach haben wir uns dann mit den Rädern schnell auf den Rückweg gemacht. Einen kurzen Anstieg mussten wir überwinden und dann ging es nur noch Bergab. Die Abfahrt war rasant und das spaßigste bislang an diesem Tag.

    • Leider gab es keine Aussicht über die gesamte Insel, die man bei gutem Wetter haben soll! :/

    Zurück in der Stadt haben wir erstmal die Räder zurückgegeben, danach gab es ein Menu del día und danach bin ich mit Chris an den Strand. Dort wurde ein bisschen geschnorchelt und wir haben eine riesige Gruppe Delphine gesehen. Das müssen bestimmt mehrere hundert gewesen sein. Was hätte ich gegeben da gerade mit einem Boot draußen zu sein!

    Abends haben wir uns dann mal gegönnt und Languste gegessen. Muss auch mal sein so etwas und der Spaß hat ja auch nur 25$ gekostet, das kann man verkraften!

    Lecker wars!

    Der letzte Tag auf San Christobal (08.12)

    Da Chloe´s Flieger schon an diesem Tag ging haben Remy und ich was zu zweit unternommen. Zunächst sind wir zu einem Strand gewandert, an dem man wegen Ebbe leider nicht schwimmen konnte, da alle Steine aus dem Wasser ragten.

    Also sind wir zurück zur Darwin Bay und sind dort schwimmen und Schnorcheln gewesen, bis auf eine Gruppe Baby Baracudas war aber nichts zu spannendes dabei.

    Anschließend gabs Mittag und dann mussten wir auch schon unsere Rucksäcke aus der Bude holen und zum Fährterminal, denn wir beide hatten das nicht so ganz so gut geplant und unsere Flüge gehen von Baltra. Also mussten wir nochmal eine Fähre nach Santa Cruz nehmen und dort eine Nacht verbringen.

    So eine Sicht gab es Puerto Ayrona noch nie für uns!

    So schlimm war das aber nicht, denn das Wetter war das erste Mal so richtig gut und so konnten wir in Puerto Ayrona nochmal die Sachen shoppen, die wir uns bislang noch verkniffen hatten. Für mich war das ein Jutebeutel mit einem tollen design, kann man ja immer gebrauchen… ;D

    Der letzte Morgen und die Reise nach Quito

    Unsere Flüge gingen beide um kurz nach 11. Also sind wir mal ganz entspannt gegen 8 frühstücken gegangen und dann mit dem Bus nach Baltra rüber. Ich war dann etwas spät dran, das Boarding startete um 10:15 und ich war um 10:15 am Luggage Checkin, aber der Flughafen ist winzig also war das kein Problem.

    Ich wurde dann am Gate ausgerufen, ich solle zu einer Gepäcküberprüfung. Die Jonglierbälle können es ja nicht sein, die sie sonst immer für Früchte gehalten haben, die habe ich ja im Handgepäck. Ich wurde dann in einen Nebenraum geführt und gefragt, ob ich Korallen mitgenommen hätte, natürlich nicht war meine Antwort. Danach fiel es mir dann ein, das kann ich jetzt hier aber nicht näher erläutern, sagen wir so es hat sich am Ende alles in Wohlgefallen aufgelöst.

    • Chef ich hab Malleut!

    Beim Anflug auf Quito konnte man dann schon mal einen Blick auf den Cotopaxi werden, echt ein schöner Anblick! Ich habe am Flughafen dann auf Remy gewartet, der etwa zwei Stunden nach mir ankam, und wir haben uns das Taxi in die Stadt geteilt.

    Erstmal ein Bier auf der Dachterrasse des Hostels und mit was für einer Aussicht! Abends gab es dann leckeres Essen beim Family Dinner, da kann man mit anderen Gästen des Hostels zusammen Essen, wirklich eine tolle Sache. Danach gab es noch ein paar Bier und dann ging es ins Bett. Morgen geht es dann nach Cotopaxi, da ich dort kein Netz haben werde, werdet ihr auf die nächsten Updates etwas warten müssen!

  • Tag 58 bis 67 – Bogotá und Galápagos

    Nachtbus und Bogotá

    Zunächst ging es mit dem Nachtbus wieder von San Gil nach Bogotá. Der war natürlich erstmal zwei Stunden zu spät, super! Schlafen war wieder nicht, eher ausruhen und morgens musste ich dann direkt zum Krankenhaus zu einem Kontrolltermin für den Daumen.

    Dort kam ich gut eine Stunde zu spät an, wegen der Verspätung des Busses. Den Termin konnte ich trotzdem wahrnehmen. Kurzgefasst, alles gut so weit und ich soll in zwei bis drei Wochen nochmal ein Röntgenbild machen lassen. Der Arzt konnte mir einen Kollegen in Quito nennen, den er kennt, da muss ich noch einen Termin machen, fällt mir gerade ein….

    Ich habe dann noch versucht eine Stack-Schiene in meiner Größe zu finden und habe, nachdem ich bei 15 Läden gefragt habe, aufgegeben und bin zum Hostel gefahren. Die wollten mich aber nicht sofort ins Zimmer lassen, also bin ich erstmal nochmal los und habe weiter gesucht, leider wieder ohne Erfolg.

    Ich habe dann Bradon, dem Eigentümer des Motorradverleihs, geschrieben und seine Frau war so nett für mich rum zu telefonieren, um eine Schiene zu finden. Das hat sie dann auch tatsächlich und ein Mitarbeiter von ihnen hat sie auf dem Weg abgeholt.

    Abends bin ich dann mit Brandon und ein paar anderen ein oder auch mehr Bier trinken gegangen. Wirklich nette Leute muss man sagen. Sie hätte mir in dieser Situation nicht helfen müssen und haben es trotzdem getan, es gibt doch gute Menschen auf dieser Welt!

    Zum nächsten Tag gibt es nicht viel zu erzählen, außer dass ich einen langen Spaziergang unternommen habe und ein wirklich gutes Abendessen in einem Restaurant hatte und sehr früh ins Bett gegangen bin. Am nächsten Morgen musste ich nämlich vor 4 Uhr aufstehen, um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen.

    Die Reise nach Galápagos (Ecuador)

    In Bogotá hat alles erstmal gut geklappt. Ich war auch nur leicht müde, da ich aufgrund meines frühen zu Bett Gehens doch etwas mehr als 6 Stunden geschlafen hatte.

    Mein Flug hatte eine Verbindung über Guayaquil und wir hatten eine Stunde Verspätung, weil es kurz vorm Start einen Notfall an Bord gab. Ich musste mich also beeilen, um meinen Anschlussflug zu bekommen. Als ich am Gepäckband vorbeikam, dachte ich mir noch, „muss ich das wohl rausholen? Nä sind beides Avianca Flüge, in Bogotá haben sie nichts gesagt und auf dem Gepäckband steht auch GPS (Kürzel für den Baltra Flughafen auf Galápagos)“. Diese Fehleinschätzung würde sich kurz später rächen.

    Am Gate angekommen hatte ich dann doch noch etwas Zeit und was für mich ungewöhnlich ist, ich stand als erster beim Bording, weil in Gruppen aufgerufen wurde. Das hat mir im Rückblick den Arsch gerettet.

    Auf der Bridge wollten sie uns noch nicht reinlassen und nach einigen Minuten sagte die Mitarbeiterin zu mir ich sollte zum Schalter am Gate zurück, denn irgendetwas mit meinem Gepäck würde nicht stimmen. Dort sagte man mir dann, dass ich mein Gepäck hätte holen und neu einchecken müssen. Ich hätte 20 Minuten Zeit, um das zu tun!

    Ich bin also losgesprintet zurück durch den gesamten, zum Glück kleinen, Flughafen. Erstmal eine Mitarbeiterin fragen, wie ich da überhaupt wieder reinkomme. Sie hat mich in die Gepäckabfertigung gelassen, danach musste das Ding durch einen Scanner und ich durfte die Treppen hoch sprinten mit dem gesamten Gepäck, weil die Rolltreppen voll waren.

    Problem! Die Checkinschalter sind zu! Der Mitarbeiter verwies mich zu einem Avivanca Stand. Die nette Frau hat dann kurz telefoniert und mir mit den zügigen Aktionen danach den Arsch gerettet. Ich musste erneut durch die Sicherheit und bin dann mit offenen Schuhen, weil ich die natürlich wieder ausziehen durfte, zum Gate gesprintet.

    Geschafft! Gerade so rechtzeitig bin ich im Flieger angekommen, sie haben mein Aufgabegepäck noch schnell im Flugzeug verstaut und als Entschädigung hab ich ein Glas Wasser bekommen! Top!

    So etwas habe ich echt noch nie erlebt! Ein Ticket, eine Buchung, da muss man doch sein Gepäck nicht erneut einchecken! Da werde ich mich bei Avianca nochmal Beschweren!

    • Früh Morgens geht es los am Flughafen El Dorado

    Nun ja, der Rest der Reise ist dann entspannt verlaufen und Nachmittags bin ich in dem Airbnb angekommen, in dem Remy schon auf mich gewartet hat, endlich ist es so weit! Galápagos Baby!!!

    Etwas später kam dann Chloe an, eine Britin die Remy im Flieger kennengelernt hat. Sie teilt das Airbnb mit uns und geht auch mit uns Tauchen. Wir sind dann erstmal zum Anleger, wo man tatsächlich zahlreiche Babyhaie und verschiedene Rochen im Wasser beobachten kann. Schon wirklich verrückt!

    Abends dann noch schnell die Ausrüstung anprobieren, was essen und dann ins Bett denn Morgen:

    Let the Diving begin (24.11)

    Aufstehen um 6 Uhr, denn um 5 vor 7 müssen wir an der Base sein. Vorher aber erstmal ein paar Eier braten, denn jeder weiß: Ohne Mampf, kein Kampf!

    Erstmal werden wir über die gesamte Insel gefahren, denn das Boot und die Spots sind auf der anderen Seite. Dabei steigt die Vorfreude immer weiter! Dort ankommen erstmal einen Kaffee ziehen, für günstige 2$, man ist schon verwöhnt von den Preisen in Kolumbien! Und ja, die nutzen hier tatsächlich den US-Dollar. Deren Währung ist den Bach heruntergegangen und dann haben die den einfach eingeführt. Ist für mich sogar das erste Mal, dass ich mit physischen USD bezahle!

    Kurze Zeit später ging es dann ab aufs Boot, Briefing, langsam fertig machen und ca. 40-50 Minuten später ins Wasser. Heute wurde an Gordon Rocks getaucht, ein alter Vulkan, der nach und nach im Meer versunken ist. Die Tauchgänge waren unglaublich gut. Um euch einen kleinen Vorgeschmack zu geben, hier mal ein Video. Das ganze werde ich dann wieder zu einem YouTube-Video zusammen schneiden, aber keine Ahnung wann ich dazu komme.

    Zusätzlich haben die Guides teilweise wirklich tolle Fotos gemacht, davon möchte ich auch ein paar mit euch teilen.

    Die nächsten Tage

    Am Dienstag sind wir bei Seymour Mosquera getaucht, tags drauf wieder Gordons Rocks und am Donnerstag ging es nach Daphne. Alles wirklich schöne Tauchgänge, aber den ersten Tag hat leider nichts mehr geschlagen.

    Ich habe dann einen Tag gecancelt, da ich drei Tage lang Probleme beim Druckausgleich hatte und dies am Ende auch etwas wehgetan hat. Lieber einmal weniger tauchen als einen dauerhaften Schaden davon zu tragen.

    Viel mehr ist die Tage auch nicht passiert, morgens gefrühstückt, dann aufs Boot, Nachmittags chillen und Abends kochen. Einen Nachmittag habe ich die Darwin Research Station besucht, das war ganz interessant.

    Es wurde viel Wissen über die hier ansässigen Riesenschildkröten vermittelt und wie sie deren Populationen wieder aufgebaut haben, nachdem sich Jahrhunderte lang Seefahrer, die hier vorbeikamen, an ihnen bedient hatten.

    Am Donnerstag (27.11) haben wir uns dann nach den ganzen Tauchgängen mal was gegönnt uns sind fancy essen gegangen. Freitag ist dann nicht wirklich viel passiert, außer das wir bei Darwin+Wolf zum Black Friday shoppen waren. Das ist eine Designermarke hier von den Inseln die mit den Verkäufen Programme zum Schutz von Haien unterstützt. Da kauft man doch gerne mal zwei T-Shirts

    Die nächste Insel – Isla Isabela

    Am Samstag (29.11) sind wir zunächst zur Tortuga Bay und haben dort den Vormittag verbracht. Ein wirklich schöner Strand und auch eine schöne Wanderung dorthin.

    Danach ging es dann nochmal ins Airbnb, Duschen und dann ab zur „Fähre“. Warum das in Anführungszeichen ist? Das sind eher zur Fähre umgebaute Yachten, habe ich so auch noch nicht gesehen. Die Überfahrt dauerte gut zwei Stunden und war auch recht rumpelig, aber seekrank bin ich nicht geworden.

    Am nächsten Airbnb angekommen heißt es dann erstmal schnell etwas zu essen fassen. Gut das vor der Tür direkt die Fressmeile ist. Klingt vielleicht sogar etwas zu groß, eher ein Fressmeilchen, denn Puerto Villamil hat nur gut 3000 Einwohner. Es ist schon sehr beschaulich hier. Danach bin ich mit Remy noch ein Bier trinken gegangen und das wars dann auch gewesen für den Tag.

    Flamingos gucken und Fahrradtour (30.11)

    Erstmal ausschlafen bis 8 Uhr, danach wurde was zum Frühstücken eingekauft und danach kann man in den Tag starten! Am Vormittag stand eine kostenlose (das muss man hier immer dazu sagen, denn oft ist ein Guide für die Wanderungen vorgeschrieben) Wanderung auf dem Programm, bei der man Flamingos beobachten können soll.

    Wir sind also losgetapert zum ersten Teich, wo die sich tummeln. Dort angekommen waren alle etwas enttäuscht, denn wirklich viele waren nicht zu sehen und wirklich nah war man auch nicht dran. Auf OSMAND+ sehe ich aber es gibt noch einen weiteren Weg, also hin da.

    Es stellte sich dann leider heraus, dass der ein bisschen heruntergekommen war und teilweise von Iguanas blockiert wurde. So weit wie es ging haben wir in jedoch dennoch beschritten.

    • Du kannst nicht vorbei!

    Man musste dann etwas weiter die Straße hoch und dann konnte man dem Weg weiter folgen. Wirklich spektakulär war das aber auch nicht. Etwas weiter oben gab es dann nochmal einen Tümpel mit ca. 5 Flamingos, alles nix Weltbewegendes, da habe ich in Spanien schon mehr gesehen.

    Also erstmal zurück zum Airbnb und ein Menu del Día einverleiben. So gestärkt geht es dann los ein Fahrrad ausleihen und Chloe und ich (Remy blieb zuhause) machten uns auf den Weg zur Wall of Tears. Das ist ein Überbleibsel von einem alten Sträflingslager und auf dem Weg soll es viele schöne Orte und Aussichtspunkte geben.

    Zunächst wird man auf der Tour mit einem Wunderbaren langen Strand begrüßt, danach geht es an einem schönen Pozo vorbei und schon muss man sich beim Fahren in Acht nehmen, denn die Iguanas liegen über die ganze Straße verteilt, um sich aufzuwärmen.

    Neben schönen Stränden kann man auch noch halb eingestürzte Lavatunneln bewundern und sich die Riesenschildkröten direkt auf dem Weg genauer anschauen. Die Wall of Tears an sich ist dann relativ unspektakulär, spannender sind da die beiden Aussichtspunkte.

    Auf dem Rückweg sind wir dann bei El Estrado vorbei und das hat dem ganzen dann die Krone aufgesetzt. Wir hatten Glück, denn es war Ebbe und so könnten wir durch die Mangroven durch bis auf die Lavafelsen vor. Dort konnte man das Leben in den Gezeitenpools beobachten und vor allem den Blaufußtölpeln, Pelikanen und Seelöwen beim Jagen zuschauen.

    Da der Beitrag jetzt schon wieder ziemlich lang ist, werde ich den zweiten Teil von Galápagos separat verarbeiten. Sneak peak, es wird ein Vulkan bewandert (drückt die Daumen für gutes Wetter!), es gibt eine Sschnorcheltour, es wird wieder getaucht und vieles mehr. Bis dahin, ihr lieben!

  • Tag 53 bis 57 – San Gil

    Der erste Nachtbus und der Tag (1) danach

    Da ich etwas knapp an Zeit war, habe ich mich dazu entschieden, mit einem Nachtbus nach San Gil zu fahren. So spart man sich einen Reisetag und ja zusätzlich auch die Kosten für ein Hostel für diese Nacht. „Man wird ja sicherlich zumindest ein bisschen schlafen können, wenn man den Tag vorher aktiv war“, dachte ich mir beim Buchen.

    Dem war leider nicht so. Diesmal hatte ich nicht das Glück den Platz neben mir freizuhaben und außerdem hat der Typ vor mir direkt die Lehne zurück gemacht und somit lagen meine Knie am Vordersitz an. Manchmal hasse ich es einfach so groß zu sein!

    Das nenne ich Beinfreiheit!

    Nun ja, das gute war immerhin, dass ich direkt mein Bett im Macondo Hostel beziehen konnte als ich angekommen bin. Also den Tag erstmal mit 2,5h Stunden gutem Schlaf starten! Danach bin ich mit Krista, die ich in Salento kennengelernt habe, Mittag essen gegangen. Sie hat sich danach ausruhen wollen, während ich die Stadt erkundet habe.

    Leider ist mir ein Regenschauer dazwischen gekommen, weshalb ich etwas eine Stunde in einem Kiosk fest saß. Danach gings dann erstmal wieder ins Hostel, aber Nachmittags hat es mich dann doch noch einmal gepackt und ich bin raus zu einem Aussichtspunkt. Danach habe mich mit Krista zum Abendessen getroffen und das war dann auch ein guter Abschluss für den Tag.

    • Immerhin hat sich der Aufstieg gelohnt!

    Hoch in die Lüfte! (Tag 2)

    Da ich mir ja den Daumen leicht angebrochen habe, konnte ich leider die meisten Outdooraktivitäten hier nicht wahrnehmen. Nur zu gern wäre ich zum Caving oder Rafting, aber das Tauchen auf Galapagos ist mir wichtiger, also habe ich das alles sausen lassen.

    Paragliding, dachte ich mir, wird ja aber wohl gehen und so war es auch! Zunächst sind wir mit dem Bus von Hostel abgeholt worden, danach ging es zum Office und dann zum Startplatz. Das hat etwas gedauert, denn der Minibus hatte nicht mehr ganz so viel Puste. Ich würde mal die Behauptung aufstellen, dass ich einen Großteil dem Bergaufpassen schneller hätte laufen können, aber gut wir sind ja schließlich angekommen! 😀

    Leider mussten wir dann relativ lange warten, da der Himmel bedeckt waren und die Jungs Thermik brauchen, damit sie wieder zum Startplatz, der auf einem Bergrücken liegt, zurückkommen können. Sollte das nicht möglich sein, muss man im Tal landen und von dort aus dauert der Rückweg dann entsprechend länger.

    Irgendwann ging es dann aber los, zuerst die leichten und am Ende ich Fettsack, haha! War wirklich mal ein Erlebnis, irgendwann werde ich den Schein auch selber nochmal machen, auch wenn mein Magen danach etwas Flau war. Naja ich denke mal, wenn man selber fliegt und die Kontrolle hat ist das nochmal etwas anderes.

    Danach war dann erstmal etwas chillen angesagt. Später bin ich dann noch Lebensmittel einkaufen gegangen, da ich etwas sparen und nicht ständig in Restaurants essen will. Ich tracke im Moment meine Ausgaben und da ich nicht an Aktivitäten sparen möchte, wird das eben beim Essen getan. Das wars dann auch schon wieder mit dem Tag, erstaunlich wie schnell das immer geht!

    Die kleine Wanderung (Tag 3)

    Ich hatte mich entschieden die Wanderung von Baricharra nach Guane zu machen. Eine Wanderung kann man das zwar nicht wirklich nennen, eher einen kleinen Spaziergang, aber gut. Es sind nur 5km, die sollen aber sehr schön sein. Also erstmal entspannt aufstehen, Frühstücken und dann langsam auf den Weg machen.

    Nach Baricharra kommt man mit dem Bus und diese beiden Städte sind alte Kolonialstädte, also überall schöne alte Gebäude und es sieht aus wie in einem klassischen Pueblo vor 200 Jahren.

    Für die Wanderung habe ich mir schön Zeit gelassen und diese trotzdem in gut 2,5h gemacht, sind ja auch nur 5km und dann alles Bergab. Nun gut, die Aussichten auf dem Weg waren schön und die beiden Städte auch.

    • Also Charm haben die Orte ja

    Nachdem ich dann in Guane eine Menu del día gegessen habe ging es mit dem Bus zunächst nach Baricharra und danach wieder nach San Gil. Dort war ich dann wieder gegen 16 Uhr. Also chillen, danach was zu essen machen und Abends dann eine Runde Tejo mit Leuten aus dem Hostel spielen. Das wird von dem Besitzer als Aktivität angeboten. Diese Lokalität ist aber etwas professioneller als die anderen und die Distanzen sind wesentlich größer! Kaum zu glauben, dass die Lokals hier aus geschätzt 15m mit einem gut halben Kilo schweren Tejo ständig 9er werfen! Wahnsinn!

    Danach hieß es dann schnell in die Haija, denn morgen muss ich früh raus, um die große Wanderung anzutreten!

    Die große Wanderung! (Tag 4)

    Mein Wecker ging um 05:20, denn um die Wanderung von Villanueva nach Jordán als Tagestour zu machen muss man früh raus. Nicht weil die so unglaublich lang ist, sondern weil der letzte Bus, der eigentlich ein Pickup ist, schon um 1 Uhr Mittags aus Jordán fährt. Sollte man den verpassen muss man einen Bewohner davon überzeugen einen zur Hauptstraße zu fahren, was wohl um die 50k Pesos kosten soll. Die Wanderung ist ca. 15km lang mit 300m Aufstieg und gut 1300m Abstieg.

    Mein Ziel war es also den ersten Bus um 6 Uhr Morgens von San Gil nach Villanueva zu erwischen und das habe ich auch geschafft. In Villlanueva erstmal einen Kaffee ziehen, die Chance nutzen überschüssiges Gewicht zu verlieren und los gehts! Um 7 Uhr früh war ich also auf dem Weg Richtung Canyon.

    Die ersten 5km des Tracks waren eher unspektakulär, eine Schotterstraße auf der es aber ab und zu schöne Ausblicke gab. Danach ging es aber in die Canyon und meine Güte bei dem Anblick bleibt einem wirklich manchmal die Luft weg! Aber seht selbst!

    • Ein gutes hat das Frühe aufstehen ja, man sieht den Sonnenaufgang!

    Der Tipp von Shaun, dem Hostelbestitzer, 3L Wasser mitzunehmen war auf jeden Fall richtig und wichtig. Im Caynon staut sich die Luft und je tiefer man Abstieg, desto heißer wurde es. Zwar immer noch weit entfernt von den 45°C, die hier maximal erreicht werden können, aber schweißtreibend war es allemal! Weil ich früh dran war, konnte ich aber immer wieder Pausen machen und die atemberaubenden Ausblicke genießen.

    In Jordán angekommen erstmal eine kalte Cola ziehen und eine Runde chillen. Mit dem Pickup ging es den ganzen Weg dann wieder hoch, es hat gut eine Stunde gedauert bis ich in Aratoca angekommen war. Dort dann erstmal ein Menu del día und danach mit dem Bus ab nach San Gil.

    Im Hostel angekommen erstmal unter die Dusche – Herrlich! Den Rest des Tages wurde eigentlich nur noch gechillt und früh ins Bett gegangen, die 10h Schlafe die Nacht hatte ich mir auch redlich verdient!

    Chillen und Park (Tag 5)

    Heute war nicht so richtig viel los. Erstmal ausschlafen, entspannt Frühstücken und danach ein bisschen Nähen. Diese Merionsachen sind super geil, aber auch super empfindlich. Bleibt man irgendwo hängen, ist sofort ein Loch drin. Ich habe mir heute also mal ein bisschen Zeit genommen, um die zuzunähen.

    Danach gings dann zum Mittagessen und danach wollte ich eigentlich in den Park. Leider hat es dann aber ziemlich angefangen zu regnen, also im Kiosk chillen und eine Runde mit Melvin telefonieren, so hat man die Zeit auch gut rumgebracht.

    Danach ging es dann aber in den Park und naja was soll ich sagen ich war unterweltigt. Für 18K Pesos hätte ich mehr erwartet, aber gut hässlich war es auch nicht.

    Danach dann noch kurz Einkaufen und diesen Beitrag schreiben. Heute Abend geht es mit dem Nachtbus (Juhu!) wieder zurück nach Bogotá. Dort habe ich Morgen früh nochmal einen Termin im Krankenhaus zur Nachkontrolle. Ich hoffe mal, ich komme da auch rechtzeitig an. Der Bus soll um 6 Uhr abkommen und ich muss um 8 da sein, klingt einfach, hier weiß man aber nie, ob das klappt!

    Ich habe dann noch zwei Nächte in Bogotá und dann geht es nach Galapagos, die Vorfreude steigt immer weiter! Ich denke, ich werde mich erst von dort wieder melden, mit hoffentlich krassen Unterwasservideos von Hammerhaien und Walhaien! Bis dahin!

  • Tag 48 bis 52 – Bogotá

    Wäsche machen und Bike Tour (Tag 1)

    Am ersten Tag habe ich zunächst einmal ausgeschlafen und dann meine Wäsche in einem Waschsalon gemacht. Ich hatte zunächst Angst, die guten Merino Sachen in den Trockner zu packen, aber auf niedriger Stufe geht das schon klar.

    Ab zwei Uhr war dann eine Biketour durch die Stadt angesagt. Die hatte ich von Rembert empfohlen bekommen. Die ganze Stadt bekommt man nicht zu sehen, denn die ist ziemlich groß immerhin leben in der Metropolregion gut 11 Millionen Menschen, das entspricht mehr als einem Fünftel der Bevölkerung! Man bekommt aber einen ziemlich guten Eindruck und auf dem Fahrrad ist das auch ein ganz anderes Erlebnis!

    • Altes Kloster das heute Apartments beherbergt. Unter anderem das von unserem Guide

    Zwischendurch waren wir dann noch einem Markt und haben Früchte probiert, kenne ich ja schon aus Cartagena. Ich muss aber sagen der Markt hier war deutlich weniger Chaotisch! In einem Kaffee das seinen eigenen Kaffee röstet waren wir auch noch. Alles in allem einen schöne Tour mit einem wirklich netten Guide!

    Motorradtour (Tag 2)

    Ich hatte mich entschieden mit einem Lokalen Anbieter eine Tagestour auf einem Motorrad zu machen. Ist zwar relativ teuer, aber man hat ja Lust drauf, leider ist die am Ende noch etwas teurer geworden, aber dazu später mehr.

    Es ging erstmal alles ganz entspannt los. Die hatten sogar einigermaßen gute Schutzausrüstung am Start, aber keine Hosen. Nun gut, ist dann halt wohl so, dachte ich mir. Los ging es mit einer wirklich schönen kurvigen Strecke raus aus Bogotá in die Berge, alles trocken, wenig Verkehr, macht direkt Spaß! Dort ging es dann erstmal zu einem Aussichtspunkt über Bogotá.

    • Was für ein Ausblick!

    Wir hatten auch Kommunikationssysteme am Helm, konnten also Miteinader quatschen. Weiter oben in den Bergen hat es dann angefangen zu regnen und wir sind richtig in die Wolken hereingefahren, das ist mir dann leider zum Verhängnis geworden. Das Bike, das ich hatte, hatte eine ziemlich schnell greifende Bremse, was ich von meiner Maschine so nicht gewohnt bin.

    Der Guide musste vor einem Speedbump ziemlich stark bremsen, ich hatte kurz nicht voll aufgepasst, hab mich leicht erschreckt und ein wenig zu stark in die Bremse gegriffen. Auf der nassen Straße hat sofort das Vorderrad blockiert und schon lag ich auf der Nase.

    Knie tut weg, Hüfte auch und der Daumen hat auch was abbekommen. Alles aber nicht so schlimm denke ich mir erstmal im Adrenalinrausch. Leider hat es die Gabel von dem Bike ziemlich verbogen, gut bis zum Restaurant wo wir hin wollten wird es wohl gehen sind sowohl der Guide als auch ich einer Meinung.

    Dort angekommen merke ich richtig wie das Adrenalin nachlässt. Mir wurde schlecht und ich hatte kalten Schweiß auf der Stirn, so krass habe ich das noch nie erlebt. Nachdem ich mich kurz ausgeruht hatte, bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich die Tour weiterfahren will. Der Chef des Verleihs, ein ganz netter Ami, hat dann also ein neues Bike vorbeigebracht und das andere mitgenommen.

    Und das war auch gut so, zum einen um die Angst direkt zu bekämpfen und zum anderen war der Rest der Tour wirklich wunderschön! Zu viele Bilder habe ich leider nicht, da ich keine Halterung für die Insta dabei habe und somit nur Bilder machen konnte, wenn wir Pause gemacht haben.

    Die zweite Hälfte war dann Offroad, dass hat auch richtig Spaß gemacht. Im dunkeln war es dann aber irgendwann schwierig die Löcher zu Spotten. Am ende war ich wirklich froh weitergemacht zu haben!

    • Halt an einer „Lagune“ dem Guide zu Folge. Ich würde das ja eher als See bezeichnen, aber gut

    Wieder zurück beim Verleih kam dann aber die Böse Überraschung. Die Reperatur kostet umgerechnet 400€, na Klasse! Was willste machen, wenn man kacke baut muss man auch dafür geradestehen! Immerhin hatte Brandon, der Chef, Bier geholt und auch angeboten mich am nächsten Tag ins Krankenhaus zu fahren, um mich einmal durchchecken zu lassen. Und ein Wehmutstropfen ist, dass ich damit bislang den zweit höchsten Schaden verursacht habe bei denen. Muss man sich nicht auf die Fahne schreiben, kann ich jetzt aber! 😀

    Krankenhaus und ein bisschen shopping (Tag 3)

    Am nächsten hat hab ich dann erstmal ausgeschalfen und bin danach mit Brandon ins Krankenhaus gefahren. Wohl eines der besten im Land, hier geht er auch hin, wenn er sich ablegt. Das ganze hat so ziemlich den ganzen Tag in Anspruch genommen.

    Ende der Geschichte ist, der Daumen ist im Vorderen Gelenk leicht angebrochen und ich muss für mindestens 10 Tage eine Schiene tragen, der rest ist zum glück einfach nur leicht geprellt. In einer Woche habe ich dann nochmal einen Termin zur Nachkontrolle. Ich hoffe mal das dem Tauchen auf Galapagos damit nichts im Wege steht und werde die nächsten Tage auf jeden Fall ruhig angehen.

    Danach war ich dann noch in einem Einkaufszentrum, habe mir ein zweites Mikrofaserhandtuch gekauft (eins reicht einfach nicht, ich hätte das zweite nicht zuhause lassen sollen), ein bisschen Garn das etwa die Farbe meiner Hose hat und habe etwas gegessen.

    Danach ging es dann zurück ins Hostel, erstmal ein wenig chillen und dann habe ich mich daran gemacht die Hose wieder zusammen zu nähen. Ganz wie vorher wird die nicht aussehen, aber ich glaube das ich es einigermaßen hinbekommen werde. Deshalb hatte ich auch erstmal davon abgesehen mir direkt eine neue zu kaufen. Vielleicht gibt es aber irgendwo einfach eine Jeans extra, dann habe ich auch mal was anzuziehen, was keine Outdoorklamotten sind.

    Goldmuseum und eine abgebrochene Tour (Tag 4)

    Heute bin ich mit Mario, einem deutschen der gestern in meinen Dorm eingezogen ist, ins Goldmusuem. So richtig viel gibt es da nicht zu sagen. Ist in etwa das gleiche wie in Cartagena nur größer und mit viel mehr Ausstellungsstücken, die teilweise aber auch deutlich größer sind.

    • Ich werde ich sicherlich zu jedem was schreiben! 😀

    Danach wollten wir dann eigentlich noch eine Free Walking Tour machen, aber da es ziemlich stark geregnet hat und ich ein bisschen verschnupft bin habe ich mich dazu entschieden den rest des Tages in der Hostel Lobby zu chillen. Dort sitze ich auch gerade und schreibe diesen Beitrag.

    Heute abend um 22:30 geht es dann mit dem Nachtbus nach San Gil, dort komme ich Morgen um 05:30 an. Das Hostel dort habe ich schon Kontaktiert, die haben eine 24/7 Rezeption und ich kann entweder schon ins Zimmer oder in einer von deren Hängematten chillen. Was dann am Ende an Aktivitäten in San Gil drin ist werde ich sehen, aber Paragliding sollte denke ich gehen mit dem Daumen – Vamos a ver!

  • Tag 33 bis 41 – Santa Marta und Medellín

    Santa Marta und das leiden geht los

    Eigentlich hatte ich mir extra zwei Nächte in Santa Marta genommen, um die Stadt noch etwas zu erkunden. Nachdem ich Nachmittags also angekommen war, bezog ich erstmal das Bett im Schlafsaal. Danach ging es etwas zu essen Fassen und zum Sonnenuntergang ans Meer.

    • Yummi, erstmal Coco frío gönnen!

    Abends gab es dann noch ein Bierchen an der Bar und ein nettes Gespräch mit einem Franzosen. Dabei merkte ich aber schon, dass es mir nicht so ganz gut ging. Das hat sich dann in der Nacht verstärkt und ich habe sehr schlecht geschlafen. Den nächsten Tag ging es mir auch nicht besonders gut, sodass sich mein Ausflug auf einen Weg in ein Café beschränkt hat, die restliche Zeit habe ich im Bett verbracht.

    Am nächsten Tag stand ja aber nun der Flug nach Medellín an, also erstmal Ibu rein um etwas besser schlafen zu können. Das hat zum Glück auch geholfen und am nächsten Tag war ich deutlich fitter und habe den Flug auch gut überstanden.

    In Medellín wird es schlimmer

    Erstmal mit dem Bus in die Stadt, der Flughafen ist sehr weit außerhalb, und danach mit dem Uber zum Hostel. Am Nachmittag ist noch alles tutti, ich genieße die Gespräche mit den anderen Reisenden, nachdem es an der Küste doch irgendwie einsam war. Als ich auf dem Weg zum Essen bin, geht es dann aber richtig los. Die Nacht war dann der komplette Horror, 9 Stunden im Bett gelegen und ganz 3 Stunden geschlafen.

    Alles klar, heute gibt es nur eine einzige Aufgabe, und zwar zum Arzt gehen. Direkt um die Ecke gab es einen, aber leider erst einen Termin um 11, also etwas Zeit totschlagen. Dabei kommt mir die Überlegung ein Hotelzimmer zu nehmen, denn noch so eine Nacht will ich nicht in einem Schlafsaal verbringen. Naja erstmal wieder zum Arzt und natürlich kann der kein Englisch, also muss ich ihm das auf Spanisch verklickern. Hat auch tatsächlich funktioniert. Morgen muss ich zu einem Labor, eine Urinprobe abgeben und einen Bluttest auf Malaria machen.

    Wieder zurück im Hostel schreibe ich mit meiner Schwester hin und her und Fasse aufgrund dieses Gespräch endgültig den Entschluss mir ein Hotelzimmer zu nehmen und das war auch gut so. Die Nacht, die danach kam, war gar nicht schön und ich war kurz davor einen Krankenwagen zu rufen aufgrund des hohen Fiebers.

    Am nächsten Tag ging es dann ins Labor und nochmal zum Arzt, da ich die erste Behandlung noch bezahlen musste und da es mir so massiv schlecht ging wollte ich den Arzt nochmal sehen, der hieß mit zweitem Namen übrigens Escobar – haha! Da ich mir ziemlich sicher war, dass ich einen Harnwegsinfekt hatte wollte ich das er mir dafür schon einmal Antibiotika aufschreibt. Er hatte dann noch eine Akupunktur machen wollen und ich dachte mir, „wird ja wohl nicht schaden“.

    Ob es jetzt das Antibiotikum oder die Akupunktur war kann ich nicht sagen, aber die nächste Nacht war deutlich besser. Am Abend kamen dann noch die Ergebnisse der Untersuchung und ich hab so viel verstanden, dass es keine Malaria ist! Da fiel mir ein Stein vom Herzen kann ich euch sagen. Die nächsten Tage war dann erstmal Bettruhe und Langsam machen angesagt

    Pablo Escobar Tour mit Diego

    Meine erste Aktivität in Medellín habe ich von Luisa empfohlen bekommen und das war wirklich ein guter Tipp! Diego ist in New York geboren und aufgewachsen als Kind von Kolumbianischen Einwanderen. Mit 13 ist er auf die schiefe Bahn gekommen und nach und nach in die Geschäfte des Medellín Kartels in den USA gerutscht.

    Das ganze fing bei ihm damit an, dass er Geld umher gefahren hat. Zu spitzenzeiten hat das Kartel 2,5 Miliarden Dollar täglich verdient und das natürlich alles in Bar. Das muss natürlich alles irgendwie nach Kolumbien kommen und da kommmen Leute wie Diego ins Spiel. Danach ist er dann nach und nach aufgestiegen und hat die ganze Sache Hautnah mitbekommen bis er 1999 verhaftet und zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

    Als erstes hat er uns zum Parque Inflexión gefahren. Einem Ort des gedenkens für alle unschludigen Zivilisten, Polizisten und Politker die in der Zeit ermordet wurde oder durch Autobomben als „Kollateralschäden“ ums Leben gekommen sind. Die ganzen Informationen die er dabei gedropt hat kann ich gar nicht wiedergeben und wer die Tour noch machen will soll ja auch noch was neues erfahren können.

    • Denkmal für alle unschuldigen Zivilisten, Polizisten und Politker die in dieser Zeit durch Autobomben, Attentate oder Schusswaffen ums Leben gekommen sind

    Eines wurde aus seinen Erzählungen aber immer wieder klar, die Kolumbianische Regierung nutzt Pablo für viele Dinge als Sündenbock, um eigne Verfehlungen unter den Teppich zu kehren. Objektiv bestätigen kann ich das natürlich nicht, aber ein Beispiel, das Diego nannte, war ein Flugzeugabsturz. Pablo hatte die Information bekommen, dass der Kolumbianische Präsident an Board sein soll und hat eine Bombe platzieren lassen.

    Nachdem diese hochgegangen ist, wurde klar, dass er nicht an Board war. Danach hat er seinen Informanten verhört, heißt in dem Fall natürlich gefoltert, und der hat zugegeben, dass ihn die Regierung beauftragt hat diese Information an ihn heranzutragen. Die Regierung hat also von der Bombe gewusst und nichts unternommen. Wie gesagt, alles nicht überprüfbar, aber es hat schon ein geschmäckle.

    Danach ging es weiter zum Friedhof wo Pablo mit seiner Familie begraben liegt, auch Griselda Blanco liegt hier. Die Frau, die Pablo in das Geschäft eingeführt und ihm alles beigebracht hat. Diego sagte, das dies die einzige Person im Geschäft war, vor der Pablo Respekt hatte und das soll schon etwas heißen.

    Bei Pablos Beerdigung waren über 25000 Menschen, dies zeigt, finde ich, was für eine ambivalente Persönlichkeit er war. Auf der einen Seite hat er viel Gutes für die arme Bevölkerung in Medellín getan und auf der anderen Seite ist er verantwortlich für so viel Leid und Tod gewesen.

    Und natürlich gab es direkt am Grab einen Doppelgänger, mit dem man für ein paar Pesos Fotos machen konnte, dass hab ich mir aber gespart, da ich es doch etwas sehr morbide Fand.

    • Danach zum Friedhof mit Aussicht

    Danach ging es weiter zu dem Haus wo er sich als letztes versteckt hat und wo er am Ende auch gestorben ist. Die offizielle Variante ist, dass er mit drei Schüssen von der Polizei getötet wurde. Diego hat aber beweise die das widerlegen, zum einen Fehlen die beiden anderen Einschusslöcher in der Brust, zum anderen wurde der Körper nach dem Tod für die Fotos bewege und zu guter Letzt ist das einzige Einschussloch direkt am Ohr. Dort wo man einen Schuss setzten sollte, um sicher zu Sterben.

    Pablo wollte nie von der Polizei gefasst werden, da ihn eine Gefängnisstrafe in den USA erwartet. Also warum dieser Aufwand der Polizei? Ganz einfach, es gab ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar ausgesetzt von den USA, also haben sie einfach behauptet sie hätte ihn erschossen und haben das Kopfgeld kassiert.

    Danach ging es dann ins Barrio Escobar, das ist eine Nachbarschaft die Escobar damals am Standort einer offenen Müllkippe hat errichten lassen. Zunächst hat er diese räumen und säuber lassen und danach wollte er 5000 Häuser bauen. Als 1300 fertig waren, hat die Regierung das aber mitbekommen und wollte alles abreißen lassen. Also hat Pablo den Leuten schnell die nötigen Dokumente gegeben und sie einziehen lassen, somit konnte die Regierung die Häuser nicht abreißen.

    Die Menschen dort verehren ihn bis heute, was dazu führt, dass die Regierung dieses Barrio von der Karte hat streichen lassen da sie das ganze Thema Escobar nicht positiv besetzt sehen wollen. Das ist auch der Grund, warum mittlerweile die ganzen Grafities von ihm übermalt wurden, weil die Menschen hier wieder ins normale Stadtleben zurückkehren wollen.

    Meiner Meinung nach ist das einzige, was er hier bezwecken wollte positive Presse und nicht mehr. Ich glaube nicht das es aus dem guten in seinem Herzen heraus entstanden ist. Er wollte Politiker werden und musste sein Image aufbessern, mehr nicht.

    • Barrio Escobar

    Zu guter Letzt kann ich nur sagen, es war eine wirklich gute Tour und ich kann sie jedem weiterempfehlen! Diego ist ein netter Kerl der eine wirklich spannende Geschichte zu erzählen hat. Er hat in seinem Leben einiges verbrochen, aber hat seine Strafe verbüst und verdient es sich hier ein neues Leben aufzubauen, was ihm in den USA nicht möglich ist. Jeder der das ganze mal selber erleben will, meldet euch bei SAT Tours in Medellín.

    Wander im Parque Arví

    Am nächsten Tag bin ich der Stadt mal entflohen und zum Arví Park gefahren. Schon die Fahrt dort hin ist ein Spektakel, denn man fährt nicht nur mit der Metro, die hier komplett oberirdisch und erhöht fährt, sondern auch mit Seilbahnen die zum Metrosystem gefähren. Man schwebt also über Stadtteile hinweg und kann das Leben untersich auf den Straßen beobachten, dass war wirklich mal eine Erfahrung, wenn man die Dinger sonst nur in Skigebieten benutzt!

    Natürlich hab ich mir da oben dann keine Tour gebucht, sondern fix mit OSMAND+ eine Route geplotet und ab gehts! Das war auch wirklich eine gute Entscheidug, denn ich hatte die Wanderwege für mich!

    • Schon die Fahrt mit der Metro biete einem ein paar schöne Ausblicke in die Stadt

    Tour nach Guatape

    Hier hab ich mal entschieden was über GetYourGuide zu buchen, denn der Preis war echt unschlagbar. 29€ für Transport, essen und alle Aktivitäten. Los ging es um 7:30, danach dann ein ziemlich dürftiges Frühstück und kurz nach 10 waren wir dann an diesem berühmten Stein. Ich bin dann mit Simon, einem Schweden den ich kennengelernt und in Salento wieder treffen werden, in 10 Minuten die 260m und 650 Stufen da hoch marschiert, denn wir hatten nur 1,5h Zeit. Das ist halt der Nachteil, wenn man solche Touren macht, die Zeit wird einem vorgegeben. Naja wir hatten oben trotzdem genug Zeit, um die Aussicht zu genießen.

    Danach ging es auf eine leider ziemlich veregnete Bootsfahrt, die ich mir ehrlich gesagt auch hätte sparen können. Naja ist nun mal mit drin, gabs halt ein Bierchen und man hat ein bisschen gequatscht. Das Mittagsessen war dann zum Glück deutlich reichhaltiger und leckerer als das Frühstück.

    Zum Schluss haben wir dann noch die Stadt Guatape erkundet die wirklich süß und einen Besucht wert ist. Die Häuser sind alle Bunt, zumindest vorne, hinten wird dann immer gespart. Unten haben sie alle Sockel mit gemeldet die immer Geschichten erzählen, manche davon sind richtig witzig.

    Danach ging es dann schon wieder zurück, alles in allem kann man sich nicht beschweren, aber so richtig warm werde ich mit solchen Touren nie. Naja etwas Positives hat ja auch immer, man lernt Leute kennen!

    • Ist wohl ein überbleibsel eines Vulkans

    Der Letzte Tag

    Heute war ich in der Stadt, habe mein Handy entsperren und reparieren lassen. Leider ging letzteres nicht auf Garantie, aber es waren nur 67€ also lässt sich das noch verschmerzen und dafür ist es jetzt wieder Wasserdicht. Gerade bin ich dann noch zum Friseur, gleich gibts was zu essen und viel mehr passiert heute nicht. Man muss ja nicht immer der Fomo fröhnen.

    Morgen geht es weiter nach Salento, ich denke dort werde ich 5 Nächte bleiben, aber schauen wir mal. Bis dahin!

  • Tag 21 bis 28 – Tayrona und Umgebung

    Cartagena – Santa Marta – Tayrona

    Wie schon im letzten Post angekündigt bin ich mit dem Bus von Cartagena nach Santa Marta gefahren. Die Fahrt war recht angenehm, viel Beinfreiheit! Die Zeit im Bus habe ich genutzt, um das YouTube Video zu schneiden. Man muss aber auch immer mal wieder herausschauen, zum einen, weil die Landschaft schön ist und zum anderen damit einem nicht schlecht wird. Die Busfahrer scheinen nämlich zu denken, dass jede Fahrt ein rennen ist und so fahren die dann auch.

    Ein Teil der Strecke führt auf einem sehr schmalen Stück Land direkt an der Küste entlang

    In Cartagena am Busterminal haben mich dann Tom und seine Freundin mit dem Auto abgeholt, da die eh mal wieder nach Santa Marta zum Einkaufen mussten. Dort ist es wohl deutlich günstiger als in dem kleinen Dorf hier.

    Abends habe ich mit Tom dann noch einen kleinen Spaziergang zu seinem zweiten Hostel gemacht und mich auf die kommenden Tage vorbereite. Also den kleinen Rucksack packen und früh schlafen gehen!

    Tayrona Nationalpark – Tag 1

    Frühmorgens ging es dann zu Fuß los zum Eingang des Parkes. Unterwegs wurde aber natürlich erstmal noch etwas schnabuliert. Am Eingang angekommen heißt es erstmal auf den Minibus warten der einen die ersten Kilometer in den Park hinein fährt, die 6000 Pesos sind es mir Wert! 😀

    Von dort aus musste ich dann allerdings ca. 3,5km laufen bis zu dem Campingplatz wo ich drei Nächte in der Hängematte gebucht hatte. Das war eine schwitzige Angelegenheit kann ich euch sagen! Auf dem Weg dorthin konnte man aber schon mal die Natur bewundern. Es handelt sich um Jungle der Quasi bis an die Küste herangeht und die Strände haben es auch in sich, aber seht selber:

    • Direkt am Einang bekommt man schon mal einen Blick auf die Affen!

    Nachdem ich mich einmal kurz abgeduscht hatte, wurde die Badehose angezogen und ab gings zum nächsten Strand an dem man schwimmen darf. An vielen Stränden hier hat es nämlich ordentlich Strömung und deswegen sind nicht alle zum Baden freigegeben. Abend dann noch was im Restaurant auf dem Campingplatz essen und ab gehts ins Bett. Mal gucken, wie gut ich in der Hängematte schlafe!

    Tayrona Nationalpark – Tag 2

    Da ich im Park kaum Internet habe, wird die Zeit Morgens beim Frühstück erstmal genutzt, um nach Hause zu telefonieren. Danach Packe ich meinen Daypack und mache mich auf den Weg ans Cabo San Juan. Das soll ein sehr schöner Strand sein, der aber wohl auch ziemlich überlaufen von Instagrammer ist.

    So ist es auch der Strand ist wirklich schön mit einem kleinen Aussichtspunkt, aber es sind auch wirklich viele Leute da und alle sind sie die ganze Zeit am Selfies machen. Das ist ja so gar nicht meine Welt. Naja bisschen chillen und dann aber zurück zu dem anderen Strand, der war angenehmer!

    • Da habe ich heute Nacht drin gepennt. Ich finde die Dächer haben was von Reetdächern.

    Danach fing das Elend dann an. Wie den Abend zuvor auch habe ich im Restaurant zu Abend gegessen und mich dann recht früh fertig gemacht fürs Bett, da ich am nächsten Morgen um 5 Uhr aufstehen wollte, um mir den Sonnenaufgang anzuschauen. Nach dem Zähneputzen will ich in meine Hängematte steigen, wo ich mein Kissen hab drinne liegen lassen. Liegt da der Kram von wem anders drin und mein Kissen ist weg! Was soll der Scheiß?!

    Ich habe erstmal kurz umhergeschaut, aber das Kissen war nicht aufzufinden, also bin ich vor zur Rezeption, die wissen auch von nichts. Na super! Eigentlich würde ich mich ja wegen einem Gegenstand nicht so anstellen, aber das war mein Stück Heimat mit dem ichs mir überall gemütlich machen kann. Das hat mich schon sehr getroffen! 🙁

    Der Mitarbeiter hat mir dann ein anderes vom Hotel gegeben und ich habe eine andere Hängematte bekommen. Erstmal über den Schock hinwegkommen und versuchen zu schlafen!

    Tayrona Nationalpark – Tag 3

    Beim Frühstück sitzt der Schock immer noch tief, das Kissen wurde bislang auch nicht gefunden und damit ist die Chance meiner Meinung nach fast null, dass es nochmal wieder auftaucht. Aufstehen, Kopf hoch, weiter gehts!

    Heute habe ich eine Wandung vor, die mich fast wieder zurück an den Eingang führt, zu einem Aussichtspunkt der ganz schön sein sollt. Dort angekommen merke ich den Weg gibt es gar nicht mehr. Na gut, dann gehe ich halt hier an den Strand und kühle mich erstmal kurz ab. Hier ist man komplett alleine, was ein Unterschied zum Cabo San Juan!

    Nach dem Studieren der OSMand+ Karten fällt mir auf ich kann auch am Strand bis zum Piscinita weiterlaufen, dann spare ich mir den schwitzigen Weg durch den Jungle und vor allem die Höhenmeter. Dicho y Hecho – gesagt, getan! Am Piscinita angekommen erstmal eine kalte Cola gönnen und eine Runde baden gehen.

    Wo ich da so sitze, sehe ich immer wieder Leute aus Richtung der Felsen kommen und denke mir dabei, es muss doch möglich sein bis zum Arrecifes am Strand zurückzulaufen. Also mache ich mich nach ca. 2 Studen chillen am Strand auf den Weg. Tatsächlich hat es auch funktioniert. Die einzelnen Strände sind immer von großen Felsen, die ja auch auf den Fotos zu sehen sind, abgetrennt. Diese kann man meistens aber relativ einfach überwinden.

    • Irgendwo da oben sollte ein Aussichtspunkt sein, aber da ich keine Machete dabei habe chille ich einfach am Strand

    Tayrona Nationalpark – Tag 4

    Heute muss ich wieder raus aus dem Park, der macht nämlich morgen für zwei Wochen dicht. In der Zeit reinigen die Ureinwohner den Park auf Spirituelle weise. Das passiert dreimal im Jahr.

    Ich habe mir vorgenommen den Park über den anderen Eingang wieder zu verlassen. Das bedeutet 12km Strecke mit ca. 500hm, na schauen wir mal was das für ein schwitzefest wird! Erstmal aufbrechen und am Cabo San Juan ein bisschen chillen und schwimmen. So früh morgens ist hier zum Glück nicht so viel los und man kann das auch ein bisschen genießen!

    Gegen 10 Uhr breche ich auf. Erstmal geht es weiter zu Playa Nudista und von dort aus den ersten, wirklich sehr steilen, Anstieg hinauf. Nicht lange und ich bin komplett Nass geschwitzt, aber egal einfach immer weiter gehen!

    Nach vier Stunden komme ich an einem kleinen Dorf mit einem Aussichtspunkt an, das nehme ich natürlich mit, auch wenn die sich das bezahlen lassen. Erstmal kurz chillen, den Wind genießen und ein bisschen auslüften!

    Eine weitere Stunde später bin ich dann wieder an der Hauptstraße angekommen. Erstmal was essen und ein Bier gönnen, nachdem ich einen Monat komplett darauf verzichtet habe. Es wird nicht das Einzige an diesem Abend bleiben, denn später gehe ich mit Tom noch eine Runde Billard spielen.

    Mit ein paar bieren intus wird es nicht einfacher auf Spanisch zu kommunizieren, aber irgendwie klappt es doch ein bisschen, auch wenn die unglaublich laute Musik es nicht einfacher macht.

    • Nicht ganz so schön wie der Sonnenuntergang, aber das frühe aufstehen war es allemal wert!

    Die Tage danach

    Am nächsten Tag war erstmal Katern angesagt. „Beeing drunk is like borrowing happines from tomorrow“, das stimmt leider immer wieder. Naja am Abend nochmal zu einem Restaurant laufen und was futtern, den Tag über habe ich mich von meinem restlichen Proviant ernärt und im Bett gechillt.

    Am nächsten Tag mache ich ein paar Ausflüge mit Tom, es geht nach Palominio und wir baden im Fluss, eine willkommene Abkühlung! Abends gibts dann wieder ein paar zu viele Bierchen, was den nächsten Tag schon wieder zu einem Katertag macht. Jetzt reichts aber auch mal wieder!

    Heute beschäftige ich mich mit diesem Beitrag und chille ein bisschen, vor der Reise die Morgen ansteht kann ich das auch gebrauchen. Denn Morgen geht es mit dem Bus erst nach Santa Marta und dann weiter nach Minca. Ein Ort in den Bergen, in dem man super Vögel beobachten können soll und wo es viele Kaffeeplantagen gibt, die man sich angucken kann. Bin mal gespannt! Bis dann!

  • Tag 2 – Endlich angekommen

    Das Elend nimmt seinen Lauf

    Einige haben es ja schon über WhatsApp mitverfolgt, die Reise hat ein wenig länger gedauert als geplant. Alles fing damit an als ich in London gelandet bin. Direkt mal die eSIM aktivierten (beste Leben) und schauen was mit dem Flug abgeht. Zu dem Zeitpunkt war er auf den nächsten Tag 12 Uhr verschoben. Naja erstmal in den Transitbereich und schauen. Dort hat mich dann ein Mitarbeiter des Flughafens angesprochen und meinte ich soll auf Ebene 5 zum Avianca Stand – Problem: Man muss einreisen und ich hab kein Visum für England. Mhm dann muss ich wohl im Terminal 3 schlafen meinte die freundliche Mitarbeiterin an der Sicherheitskontrolle. Also machte ich mich auf den Weg dorthin, zu den Bussen. Zum glück hat mich dort ein netter Dude angesprochen und gefragt woher ich komme, als ich sagte „from Germany“ meinte er „No, just go trough the Border check, it wont be a problem, come I bring you there“. Gesagt getan, vor Ort hat er dann mit einem Kollegen gesprochen und der meinte „Just go trough“. Somit war ich schon mal in Großbritanien, dass erste mal tatsächlich.

    Am Avianca Stand angekommen dann Verwirrung pur, die linke Hand wusste nicht was die rechte machte, keine Informationen. Irgendwann wurde dann klar, wir bekommen ein Hotel! Dort habe ich dann ein paar nette Deutsche kennengelernt die mich auf dem Rest der Reise begleitet haben. Nachts bekamen wir dann noch die Nachricht, dass der Flug auf 17:35 am nächsten Tag verschoben wurde, na gut…Erstmal schlafen!

    London to Bogota

    Aufstehen, Frühstück, Spazieren, Mittag und dann endlich zum Flughafen. Der Flieger ist da, die Crew auch, ab gehts!

    Auf in den Sonnenuntergang, bzw. ihm hinterher!

    10h 30min – Währenddessen vielleicht eine halbe Stunde Schlaf. Völlig übermüdet komme ich in Bogota an. Erstmal eine Stunde an der Grenzkontrolle anstehen – Mega! Einreisen hat aber ohne Probleme geklappt und erstmal den anderen hinterher hechten die vorne im Flieger saßen. Tom, ein Deutscher der seit 10 Jahren in Kolumbien lebt, und ich Fliegen mit dem gleichen Flieger weiter und müssen und nur neue Boardkarten ausstellen lassen. Die andere Truppe hat es etwas komplizierter, die haben den Flieger seperat und müssen dribbeln. Kein Problem, Tom der fließend Spanisch spricht regelt das – da muss ich auch hinkommen…langer weg! 😀

    Jetzt hieß es erstmal wieder warten, wir haben es halb 1 Nachts und der Flieger geht um 20 vor 6. Erstmal das Sub auf Aviancas Nacken schmecken lassen und chillen. Die Zeit vergeht dann doch wie im Flug und schon sitze ich im dritten Flieger innerhalb von zwei Tagen.

    Wunderschöne Ausblicke am Morgen, zumindest 15 Minuten, dann bin ich eingeschlafen.

    Nach der Landung schnell das Gepäck holen, ein Uber bestellen und ab zum Hostel. Mit denen hatte ich klar gemacht das ich morgens schon ins Zimmer konnte. Duschen und pennen – Herrlich!

    Buenas Tardes Cartagena!

    Also ich um halb 5 Nachmittags erwache denke ich mir kurz, „könntest ja eigentlich auch weiterschlafen“, aber meine Essens- und Wasservorräte sind fast aufgebracht. Also ab in die Stadt!

    Geld holen, essen Schnappen, weiter pennen. Und genau das mache ich jetzt auch. Gute Nacht!

  • Day 0 – Die Reise beginnt

    Endlich ist es so weit nach fast 10 Monaten geht es los. Viele haben sich schon gefragt, ob ich das überhaupt noch mache. Antwort – Si claro!

    Zunächst mit dem Auto nach Leer, dann mit dem Zug nach Steinheim zu meiner Oma. Der DB traue ich es nämlich nicht zu mich an einem Tag nach Frankfurt zu bringen, auch wenn mein Flug erst Abends um 8 geht.

    Heute gab’s dann nochmal lecker Forelle, Kaffee/Kuchen und eine schmerzlichen Abschied. Der ist ja aber nicht auf Dauer und da ich meine Oma vor einiger Zeit (widerwillig von ihrer seite) mit einem Tablet ausgestattet habe kann man ja auch mal einen Video Call machen.

    Gerade warte ich am Gate aufs Boarding und Hoffe, dass mit dem Gepäck alle gut geht – wird schon!

    Ganz ohne Hürden geht es dann ja auch nicht. Leider bin ich leicht angeschlagen, da hat man richtig Bock auf einen 18h Flug mit zwei umstiegen über die Nacht – wird schon! 😉

    Melde mich aus Kolumbien, bis dann!