Tag 126 bis 129 – Abhängen in La Paz

Sich im Loch sulen (28.01)

Nachdem Melvin los ist, bin ich erstmal in ein richtiges Motivationsloch gefallen. An diesem Tag habe ich also nur das Hostel gewechselt und viel mehr ist nicht passiert. Ich bin essen gegangen, habe im Aufenthaltsraum gechillt und mir einen Spanisch-Kurs für Tags drauf klargemacht. Auch bin ich im Nachmittag nochmal in das Café, in dem Melvin und ich Tags zuvor gewesen waren. Dies würde in der restlichen Woche dann zu einem täglichen Ding werden.

Spanisch-Kurs (29.01)

Leider gibt es im Moment keine Gruppenkurse, also musste ich mal wieder, wie in Cartagena, Einzelunterricht nehmen. Hier wurde aber mal nicht mit einem Test angefangen, wir haben uns einfach eine Stunde unterhalten und auf dieser Basis hat die Lehrerin dann festgelegt, welche Themen sie mir beibringen wird. Das sind die anderen Vergangenheitsformen, von denen ich noch so gar keinen Plan habe.

Am Nachmittag ist dann nicht mehr viel passiert, außer dass ich wieder in dem schönen Café war und zu einem Schneider bin, um mir die neue Hose kürzen zu lassen. Dort kann man sich auch Fake Patagonia Jacken mit selber ausgewählten Farben schneidern lassen und das für günstige 18€. Gesagt, getan, die Jacke kann ich dann kommenden Mittwoch abholen.

Das lokale Derby (30.01)

Nachdem Vormittags wieder der Sprachkurs angestanden hatte, ging es heute Nachmittag zu einem Fußballspiel. Diese Tour wurde vom Hostel organisiert. Es spielten The Strongest (ja, der Verein heißt wirklich seit über 100 Jahren so) gegen Bolivar. Wir waren für The Strongest, da das der Club von dem Hostel Staff ist, der die Tour organisiert hat.

Was mich etwas gewundert hatte war, dass das Stadion nicht voll geworden ist. Die Karten für dieses Spiel war für die lokale Bevölkerung wohl etwas teuer, da zeigt sich mal wieder die verzehrte Perspektive, die man als Europäer hat. Für mich sind 7€ Eintritt eben nichts, aber für die meisten Menschen hier ist das viel Geld.

Nach einem Rückstand durch einen Elfmeter in der ersten Halbzeit ist unser Team stark in die zweite Halbzeit zurückgekommen und konnte, ebenfalls durch einen Elfmeter, ausgleichen. Kurze Zeit später aber konnte Bolivar auf 2:1 erhöhen. In der letzten Minute der Nachspielzeit gelang allerdings noch der Ausgleich und die Kurve war am Toben! Man stelle sich vor, das wäre der Siegtreffer gewesen!

Danach sind wir dann noch in zwei Bars gegangen, die zweite mit einer live Band, die ordentlich Stimmung gemacht hat. Gegen 3 Uhr hat es mir dann aber gereicht und ich bin zusammen mit Tucker, einem Ami der mit dabei war, richtig Heimat, denn sein Hostel lag auf dem Weg zu meinem.

Katertag (31.01)

Nach dem Bier und dem späten zu Bett gehen am Tage zuvor hatte ich an diesem Tag erstmal bis 10 Uhr gepennt. Immerhin ging es mir nicht zu schlecht, leichte Kopfschmerzen und etwas müde war ich. Also wurde der Tag mal genutzt, um ein paar Filme zu schauen und zu telefonieren.

Tut mir leid, dass die Story im Moment ein bisschen lame sind, aber so ist das gerade nun mal. Leider habe ich auch immer noch kein update zu dem Paket bekommen. Sollte sich der Anfang der kommenden Woche immer noch nicht geändert haben, dann muss ich mir überlegen, ob Bolivien einfach eine Rundtour wird und ich am Ende wieder nach La Paz zurückkomme. In 3-4 Wochen wird das ja wohl mal angekommen sein. Wir werden sehen….

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