Chillen und ein kleiner Spaziergang (07.02)
An diesem Tage war erstmal ausschlafen angesagt und die 10,5h die ich geschlafen habe, brauchte ich auch dringend! Danach habe ich mit Sean gefrühstückt und mich an den letzten Blogpost gemacht. Manchmal ist das ja ein bisschen wie Arbeit, aber es tut auch gut eine kleine Routine zu haben alle paar Tage.
Später am Tag habe ich dann mit Remy einen kleinen Spaziergang unternommen. Wir sind zu einem Park, der eine gute Aussicht versprach, nahe dem Markt, auf dem wir schon einmal waren. Leider gab es hier wohl einige Erdrutsche und viele der Wege waren gesperrt und sind scheinbar seit Jahren nicht repariert worden. Mein Gedanke dazu war, dass hier bestimmt die allgegenwärtige Korruption im Land eine Rolle gespielt haben muss.
Über ein paar Umwege haben wir es dann doch noch zu einem Aussichtspunkt geschafft. Danach sind wir noch kurz über den dauerhaft dort stattfindenden Jahrmarkt gelaufen. Eine Attraktion haben wir nicht mitgenommen, denn die sahen alle nicht sonderlich vertrauenswürdig aus. Der TÜV würde die sicher nicht abnehmen, haha!
Später sind wir dann zum zweiten Mal zu dem Pizzaladen, es hatte uns am Vortag einfach zu gut geschmeckt! Abends waren wir dann Feiern in verschiedenen Kneipen. Das Nachtleben von La Paz hat schon einiges zu bieten und recht sicher ist es auch. Ich hatte nie das Gefühl, nicht sicher zu sein. Klar sollte man auf seinen Drink aufpassen, aber das muss man ja mittlerweile leider auch in Europa!
Katern und ein Besuch auf dem längsten Markt der Welt (08.02)
Nachdem wir alle relativ lange geschlafen haben, bin ich mit Sean Mittagessen gegangen. Wir hatten einen kleinen Almuerzo place gefunden und haben dort ein richtig gute Mittagessen gegessen für schlappe 1,7€. Das muss man ja echt mögen an Bolivien! Danach bin ich mit Remy und seinem Date rauf nach El Alto auf den längsten Markt der Welt, der immer Sonntag stattfindet.
Dort kann man wirklich alles kaufen, was das Herz begehrt. Von Schulmaterialien über Rücksäcke, Auto Ersatzteile, die teilweise neu und teilweise gebraucht sind und zu denen auch gebrauchte Kupplungen gehören. Alles, was man brauchen könnte, findet man hier!
Danach sind wir zu dem berühmten Chaulitas Wrestling. Hier waren aber mehr Männer im Ring als Frauen, das hat mich etwas enttäuscht. Alles in allem war es aber sehr witzig! Deutlich besser als dieser blöde WWE quatsch, denn hier nehmen sich die Darsteller nicht wirklich erst und es geht mehr um den Spaß als um alles andere! Danach sind wir mit der Teleferico zurück und hatten tatsächlich mal eine gute Aussicht ohne Wolken!
Death Road! (10.02)
Für diesen Montag hatten Remy und ich uns eine Mountainbike Tour auf der Death Road gebucht. Eine berühmt-berüchtigte Straße, die früher wirklich eine offizielle Verbindung war und pro Jahr ca. 200 Todesopfer gefordert hat. Zum Glück wurde sie schon vor einigen Jahren von einer neuen Straße abgelöst und wird heute nur noch von Touris mit Mountainbikes befahren.
Also ging es mal wieder frühmorgens mit einem super kleinen und unbequemen Minibus los. Naja immerhin wurden wir erst um 07:30 abgeholt, nicht ganz so Gottlos früh. Zum Glück war die Fahrt auch nicht zu lange, denn schon nach ca. 1,5h waren wir am Start der Tour auf ca. 4660m Höhe angekommen. Ganz schön kalt hier! Danach ging es dann auf dem ersten Teil der Strecke, der etwa 20 km lang war, auf einer Asphaltierenstraße steil bergab! Die 20 km habe ich dann in gut 32 Minuten hinter mich gebracht, mit einer Maximalgeschwindigkeit von 60,7 km/h. Leider meinen Rekord von 65 km/h aus Dänemark nicht gebrochen!
Danach wurden die Räder wieder aufgeladen, denn es ging ein ganzes Stück bergauf und dann endlich auf die richtige Death Road. Ihr könnt ja das Video sehen. Kaum zu glauben, dass das mal eine richtige Strecke war, die von Bussen und LKWs genutzt wurde. Nach ca. zwei weiteren Stunden mit mehreren Pausen zum Fotos machen hatten wir die Death Road dann erfolgreich hinter uns gebracht. Hier lag meine Maximalgeschwindigkeit bei 42,5 km/h. Es war alles in allem recht einfach, aber ein oder zweimal kam man dem Abflug doch schon recht nahe!
Danach gab es einem Hotel essen und man konnte im Pool schwimmen gehen. Das war auch bitter nötig, denn die Temperatur hatte im Vergleich zum Morgen um ca. 20°C zugenommen. Könnte daran liegen, dass wir über 3000 Höhenmeter abgebaut haben. 1150 über dem Meeresspiegel, so tief war ich schon über Monat nicht mehr, haha! Die Rückfahrt bot uns dann nochmal wirklich gute Aussichten! Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter, denn jeder, mit dem wir vorher gesprochen hatten meinte, dass wir klitschnass geworden sind!
Abends hatte ich dann ein Date mit einer Argentinierin. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder eine Dating-App angeschmissen. Das ist hier wirklich anders als in Europa, so viele Matches an einem Tag bekommt man da nicht. Wir sind essen gegangen und danach noch in eine Bar. Ein schöner Abend und mal wieder ein netter Boost fürs Ego, dass man es doch noch drauf hat!
Valle de los Animas (10.02)
Zunächst hatte ich mit Jurran, einem Niederländer, den wir auf der Huayna Potosi Tour kennengelernt hatten, ein wunderbares Frühstück in dem Restaurant in dem wir zwei Abenden zuvor einen guten Burger hatten. Die Terrasse befindet sich im 5. Stock mit einer schönen Aussicht über Downtown La Paz. An sich wäre es perfekt gewesen, wenn die nicht gerade an diesem Tag unten vor der Tür Straßenarbeiten erledigt hätten.

Mittags haben wir uns dann mir Remy getroffen und sind zum Valle de Los Animas gefahren. Das dauerte mit einem Taxi ca. eine halbe Stunde. Dieses Tal ist ein Flussbett, dass scheinbar nur bei starkem Regen mit Wassern durchspült wird. Die Wände des Tals sind von bizarren Strukturen geprägt die durch Erosion geformt wurden. Der Name kommt scheinbar daher, dass man bei starkem Wind die Seelen von Verstorbenen schreien hören kann, was wohl durch die Verwirbelungen an den Türmen entsteht.
Später am Abend habe ich mich dann nochmals mit der Argentinierin getroffen. Wirklich ein nettes Mädel und sie hat mich zu sich nach Argentinien eingeladen. Mal gucken, ob es im Mai einen Abstecher nach Buenos Aires gibt!
Der letzte Tag in La Paz (11.02)
Nachdem wir etwas länger geschlafen hatten und unsere Sachen für den Check out fertig gemacht hatten, sind wir zu meinem Lieblingscafe für einen kleinen Snack. Netterweise war das Restaurant, bei dem wir Mittagessen wollten, direkt in dem gleichen Innenhof. Somit konnten wir uns um halb 12 direkt dort anstellen. Ja hier muss man sich anstellen, denn dieses Restaurant ist sehr beliebt, es gibt keine Reservierungen und es öffnet nur von 12 bis 14:30. Das hat sich auch gelohnt, denn das Essen war super gut und das ganze für schlappe 11€!
Am Nachmittag haben wir dann Remys überlegenen belgischen Pass ohne Buchstaben in der Passnummer genutzt, um nochmal etwas Geld mit einem besseren Wechselkurs zu holen. Damit man das mal in Relation sieht, wir haben dadurch gut 300€ mehr bekommen, als mit einer Abhebung an einem Bankautomaten! Das finde ich schon ziemlich heftig!
Den restlichen Nachmittag haben wir im Hostel gechillt und ich habe diesen Beitrag geschrieben. Ich war allerdings noch kurz bei dem Schneider, bei dem ich eine Fake Patagonia Jacke mit von mir ausgesuchten Farben in Auftrag gegeben hatte. Leider hatte der nur einen halben Reißverschluss eingebaut und damit war ich nicht so ganz zufrieden. Daher habe ich ihn gefragt, ob er das noch ändern kann. Das hat er dann auch in drei Stunden gemacht. Einfach Wahnsinn! Das Ganze hat 20€ gekostet und die Qualität der Jacke ist echt gut. Die Farben mögen nicht jedem gefallen, aber ich kann ja auch nicht alles immer in Grün, Blau und Schwarz haben, haha!

Direkt im Anschluss sind Remy und ich nochmal zu dem guten Pizzarestaurant, denn eine gute Pizza mit einer Flasche Rotwein schlägt einfach nichts! Danach hieß es warten auf den Bus nach Cochabamba, unserem nächsten Ziel. Von dort werde ich mich wahrscheinlich auch das nächste Mal melden, bis dahin!












































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