Tag 29 bis 32 – Minca

Manche Sachen laufen gut, andere weniger

Der Trip von Tayrona nach Santa Marta und dann nach Minca ist gut verlaufen, auch wenn ich dabei in den local Bussen etwas nervös war. Das Blöde bei der Geschichte ist nämlich, dass vor ein paar Tagen mein Handy fürs Netz hier gesperrt wurde, da ich es nicht registriert habe. Zum Glück habe ich mein altes mitgenommen, das kann ich jetzt erstmal als mobilen Hotspot nutzen.

In Santa Marta angekommen also erstmal zum Claro Store und mir das wieder freischalten lassen – Denkste! Der Typ war ziemlich unfreundlich und hat zwar einiges probiert, aber es am Ende nicht wieder hinbekommen. Ich muss jetzt in Medellín nochmal mein Glück versuchen, da Fliege ich nächste Woche hin. Sollte das dort auch nicht klappen habe ich ein echtes Problem, denn mein Handy nimmt keinerlei SIM-Karten mehr an, auch keine eSIMs. Sollte ich das also nicht hinbekommen und in ca. 20 Tagen auch das andere Handy gesperrt werden, hab ich kein Internet mehr. Ohne Internet ist ja das eine, das haben die Oldtimer früher auch hinbekommen, aber keinen Notruf absetzten zu können ist schon ein No-Go!

Zu allem Übel ist mir eines Morgens dann auch noch aufgefallen, dass sich die Glasrückseite von meinem Handy ablöst. Jetzt darf ich in Medellín also auch noch einen Samsung Store aufsuchen und gucken, ob die das auf Garantie reparieren. Na das wird ja immer besser!

Die Natur ist Heilsam!

In Minca angekommen erstmal den Rucksack ins Zimmer ballern und ab zum ersten Wasserfall. Naja nicht ganz, vorher musste ich erstmal noch ein paar Sachen mit der Miniwaschanlage waschen, die mir meine Schwester geschenkt hat – Danke nochmal dafür! 🙂

Jetzt aber los! Der Weg dorthin dauert etwa eine Stunde und ist mal wieder recht schwitzig meinerseits, obwohl es hier oben ein wenig Kühler ist. Für die meisten Wasserfälle muss man hier Eintritt zahlen, jeder will sein Stück von Touristenkuchen abhaben. Bei 10000 Pesos, also umgerechnet etwas mehr als zwei Euro kann man sich aber noch nicht beschweren.

Leider musste ich Handtuch und Badehose waschen, weil die echt gemüffelt haben. Baden ist also nicht, naja immerhin mal auf die Unterhose ausziehen und im Wasser etwas abkühlen, das tat gut kann ich euch sagen!

  • Man könnte glatt meinen, man ist in Asien. Ich habe allerdings mal nachgeforscht und diese Bambusart ist hier heimisch. The more you know!

Danach dann noch schnell was essen gehen, ein paar Bananen, Wasser und zwei Bierchen kaufen. So schnell ist der Tag auch schon wieder vorbei. Nach ausgehen ist mir nicht, im Hostel ist auch nichts los, also etwas chillen, die Vokabeln lernen und dann im Bett einen Film anmachen. Gut das ich mir vorher was auf die Externe SSD gezogen habe. 🙂

Erst die Entäuschung, dann die Freude über wenig

Für den zweiten Tag habe ich mir einen Wanderung zu einem Aussichtspunkt vorgenommen im anschließendem Abstieg zu einem Wasserfall. Andersherum wäre die Sache deutlich anspruchsvoller gewesen und normalerweise scheue ich ja vor so etwas nicht zurück, aber nach der Plackerei an einem Wasserfall Baden zu können ist schon besser als das vorher zu machen.

Also erstmal mit dem Motorradtaxi von Minca nach El Campano, es wären sonst über 20Km gewesen und das ist mir dann doch ein bisschen zu viel. Die Kollegen hatten sogar ein Helm der mir gepasst hat, der des Fahrers, der ist dann ohne gefahren – ganz normal hier. Man sieht hier städig auch komplette Familien die alle auf einem Motorrad, alle ohne Helm, die wirklich anspruchsvollen Berg“straßen“ hochfahren. Nun gut, das was schon mal das erste Erlebnis des Tages!

In El Campano angekommen erstmal noch einen Kaffee ziehen, leider haben die keinen ohne Zucker und der mit ist immer so süß, das es einem die Fußnägel hochrollt – egal was solls! Weiter geht es also und meine Hoffung, dass der Wind von heute Morgen abschwächt bewahrheitet sich leider nicht. Mehr noch drückt er die Wolken über die Berge, man läuft immer mehr und mehr in die Suppe rein. „Na toll, ob man da überhaupt was sehen wird?“, denke ich laut vor mich hin.

Ich kann euch sagen, nein hat man nicht, es war eine einzige Suppe da oben. Ich habe kurz gewartet und bin dann etwa einen Kilometer weiter den Weg runter erstmal in dein Restaurant geganen. Vielleicht ändert sich das ja noch! Während ich dort saß wurde ich aber ein bisschen Nervös, denn der Wind wurde gefühlt immer stärker, aber das Restaurant war auch auf der Bergseite von der es reingedrückt hat und Minca auf der anderen.

Also ich mit dem Essen fertig war hat es dann tatsächlich ein wenig aufgeklärt, also schnell bezahlen und die Beine in die Hand nehmen, ab zurück zum Aussichtspunkt! Tatsächlich die Wolken haben aufgerissen und man kann Santa Marta und das Meer sehen! Herrlich, jetzt bin ich zufrieden.

Lange wollte ich das ganze aber auch nicht genießen, weil es am Nachmittag regnen sollte (Spoiler es hat nur getröpfel, aber das kann man hier nie so genau wissen) und ich noch ca. 850m Abstiegt vor mir hatte. Der hatte es dann auch gewaltig in sich. Ich bin ja schon so einige Wege in meinem Leben gegangen, aber dieser gehörte, zumindest passagenweise, zu den Top 3 der schwersten. Nass, Steil, eng und teilweise riesige absätze mit Abgrund daneben. Gut das ich Trittsicher und Gebirgserfahren (als Experten will ich mich nicht bezeichen, aber die ein oder andere Wanderung in den Alpen hat man dann ja doch schon mal gemacht) bin!

  • Angekommen in El Campano, die stehen hier auf ihre Herzchen-Zeichen. Die gibt es wirklich überall.

Als das ganze dann überstanden war ging es zum Marinka Wasserfall, auch der Kostet mal wieder Eintritt und diesmal sogar 22K, aber es lohnt sich! Die ganze Analage drum herum ist super schön mit tollen Aussichten und alles ist sehr gepflegt. Nach einem ausgiebigen Bad, bei dem ich mich Frage warum ich die Insta360 nicht mitgenommen habe, geht es noch in das Restaurant dort, was überraschender weise echt bezahlbar war. Ich meine bei 8€ für eine Limmonada Natural und eine wirklich leckere Handgemachte Pizza kann man sich nicht beschweren und mit Karte ohne Gebühr konnte man auch noch bezahlen!

Also das letzte Stück packen und ab zum Hostel, da ich dann doch wieder gut durchgeschwitz war, weil langsam laufen einfach nichts für mich ist geht es direkt mal unter die Dusche. Danach ein bisschen chillen und am Blog schreiben. So langsam gefällt mir das schreiben, aber wer von euch liest das eigentlich alles. Könnt mir ja mal ein Kommentar da lassen, wenn ihr es bis hier hin geschafft habt! 😀

  • Der Marinka Wasserfall!

Achja Abends bin ich dann noch in eine Bar, da war aber ziemlich wenig los. Mit dem Barkeeper und ein paar Franzosen habe ich mich aber nett auf Spanisch unterhalten. Immerhin hat man so nochmal ein bisschen Sprachtraining eingeschoben und der Barkeeper hat mir ein Tipp für mein Handy-Problem gegeben! Dazu später mehr!

Birdwatching und Kaffeefarm

Für diesen Tag hatte ich mir eine Birdwatching Tour gebucht und die startet frühmorgens. Also den Wecker auf 05:30 gestellt und um 6 Uhr zur Kirche. Die Tour war wirklich interessant, wir haben viele verschiedene Vögel gesehen und der Guide hat immer ein paar Sachen dazu erklärt, vor allem ist der einfach viel besser im Spotten als ich! 😀

Die Bilder sind alle von dem Guide, der hatte so eine 50 Fach Zoom Kamera. Mein Handy macht zwar auch gute Fotos, bei den Entfernungen reicht der 10x Zoom dann aber nicht mehr aus.

Danach ging es dann erstmal wieder zum Hostel etwas Frühstücken, denn mein Magen hatte sich am Ende der Tour schon ziemlich lautstark zu Wort gemeldet! Dann hieß es Sachen Packen und mit dem Mototaxi auf zur Finca La Victoria, eine alte Kaffeeplantage und Fabrik die es schon seit dem Jahre 1892 gibt. Die Plantage wird tatsächlich schon ziemlich lange von einer Deutschen geführt und einen Deutschen Craftbierbrauer gibt es dort auch, deswegen war das Bier auch so lecker! 😀

Ich könnte hier jetzt alles beschreiben, aber ich habe einen Blogeintrag gefunden, der das viel besser tut, daher verlinke ich einfache Mal dazu, wer Lust hat, kann das ja lesen!

https://www.bloeth.eu/tourismus/besondere-ziele/kaffeefarm-la-victoria

Abends bin ich dann noch in ein Restaurant gegangen, das ich auf der Birdwatching Tour gespottet hatte. Hier gab es ein paar Bierchen, eine tolle Aussicht und ein nettes, langes Gespräch mit Estefan, der das Restaurant führt. Wegen des Regens kamen keine Gäste, weshalb wir uns locker zwei Stunden auf Spanisch unterhalten haben.

  • Zwischendurch hat es so dolle geschüttet, dass man keine 100m weit sehen konnte.

Da der Beitrag jetzt schon viel zu lange ist lasse ich die kommenden Tage in Santa Marta mal raus. Dort fahre ich jetzt gleich hin und Dienstag geht es dann weiter nach Medellín. Bis dahin!

Kommentare

2 Kommentare zu „Tag 29 bis 32 – Minca“

  1. Avatar von Hayo
    Hayo

    Hi Klaas,

    Ich habe tatsächlich jeden deiner Beiträge vollständig gelesen. Nur das zweite Tauchervideo war mir dann doch zu lang. Durch die zweite Hälfte habe ich nur noch durch gezappt. ^^

    Ist der 1. Vogel auf den Vogelbildern ein Tucan? Sieht mir irgendwie so aus, aber der Guide den du hattest wird es wohl genauer wissen…

    So weit so gut, ich bin gerade auf der Rückfahrt von Muddern und habe die Zeit im Bus genutzt um deinen Beitrag zu lesen. 🙂

    Freue mich auf weitere Bilder und Beiträge!

    MfG Hayo

  2. Avatar von Chris
    Chris

    Sehr cool, deine Touren und die Bilder sind richtig gut geworden. Hoffe du bekommst das mit deinem Handy wieder hin und genau so mit dem Freischalten. Wie unnötig das es so kompliziert ist.

    Pass weiterhin auf dich auf.

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