Busreise und ankommen (Tag 1)
Von Medellín aus gibt es einen Bus, der direkt nach Salento fährt. Simon, der Schwede, hat den gestern schon genommen und ich werde mich mit ihm in einem Hostel in Salento treffen. Die Busreise war relativ angenehm, der Platz neben mir war frei also konnte ich meine Beine lang machen. Man musste sich mit dem, glücklicherweise vorhandenen, drei-punkt-Gurt ziemlich in den Sitz spannen, damit man bei der kurvigen Strecke nicht andauernd hin und her geworfen wird.
Im Hostel angekommen, dann erstmal das Bett im Dorm beziehen und kurz chillen. Lustigerweise kann ich hier an dem Bett meine Größenveränderung über den Tag nachvollziehen. Abends liegt mein Kopf oben an, meine Füße aber nicht. Morgens liegt beides an. Das Bett könnte für meinen Geschmack also etwas länger sein, aber es ist einigermaßen gemütlich. Das Hostel ist allgemein ganz nett, viele nette Leute und kostenlose Aktivitäten am Abend.
Danach ging es dann was essen mit Simon und anderen, die er hier kennengelernt hatte. Erstmal einen dicken Burger für ca. 2,8€ rein Futtern, danach eine Runde Pool spielen und danach eine Runde Tejo. Dabei wirft man ein Metallgewicht auf eine schräge Fläche, die aus Lehm besteht. In der Mitte gibt es einen Kreis, um den Kreis sind vier dreieckige Papierschnipsel mit Schwarzpulver drinnen angeordnet. Trifft man eins davon explodiert es und man bekommt 3 Punkte. , man 6 Punkte. Schafft dies keiner, bekommt der nächste zur Mitte einen Punkt. Ist mal ganz was anderes und macht auch wirklich Spaß!

Wanderung zum Santa Rita Wasserfall (Tag 2)
Zuerst wollte ich mit den anderen eine Downhill Moutainbiking tour machen, da es aber die ganze Nacht und den Morgen auch ziemlich dolle geregnet hatte habe ich das dann kurzfristig abgesagt. Erst wollten sie mir dafür noch eine Stornierungsgebühr abziehen, aber durch freundliches aber bestimmtes gegenargumentiernen habe ich das abwenden können. Manchmal muss man sich einfach nicht unterkriegen lassen!
Also habe ich mir eine Wanderung Rund um die Stadt ausgeguckt bei der man am Ende zum Santa Rita Wasserfall gelangen würde. Auf dieser hat mich dann Ethen begleitet, ein netter Israeli den ich hier kennengelernt habe.
Die Wanderung war wirklich schön, das Wasser im Wasserfall war nur echt Arschkalt. Naja einmal rein dippen als Erfrischung musste aber drin sein!
Nachdem wir gegessen hatte ging es zurück zum Hostel und da traute ich meinen Augen kaum. Wer steht vor dem Hostel und will gerade einchecken? Rembert! Der Belgier den ich in Minca kennengelernt habe und mit dem Ich am 23.11 zusammen nach Galapgos fliege zum Tauchen. Es gibt manchmal Zufälle die kann man nicht erklären.

Valle der Cocora (Tag 3)
Am nächsten Tag haben Simon, Rembert, Barney und ich (Ich meine man könnte auch einen Schuljungen Witz so starten, ein Schwede, ein Belgier, ein Britte und ein Deutscher gehen in den Wald. :D) uns vorgenommen ins Valle de Cocora zu fahren Das ganze ohne Guide, denn es ist im Endeffekt nur eine Wanderung und die kann man auch ohne machen.
Es ging also früh Morgens los zum Zentralen Platz, dort fahren die Jeeps ab die einen dahin bringen. Auf der Hinfahrt durfte ich hinten auf der Ladefläche stehen, dass war schon mal eine Erfahrung.
Wir haben die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn gemacht, den Tipp haben mir ein paar Deutsche im Hostel gegeben. So ist man eher für sich und hat den schönen Ausblick zum Schluss und nicht direkt am Anfang. Auf halbem Wege gelangt man dann zum Kolibrihaus und das macht seinem Namen wirklich alle Ehre!
Danach ging es an den anstrengenden Part. Es ging sehr steil ca. 400m bergauf und dazu war alles sehr matschig. Gut das wir anderes herum gegangen sind, denn man konnte die Spuren von Leuten sehen, die da mal ein Stück den Hang heruntergerutscht waren.
Oben angekommen gab es dann erstmal ein Gruppenbild und dann ging es weiter zum berühmten Aussichtspunkt. Diese Riesenpalmen sind schon beeindruckend. Ich würde mal schätzen, dass die 30-40m hoch sind und ergeben dadurch, dass sie so einsam in der Langschaft stehen einfach einen krassen Eindruck.
Zurück im Hostel war erstmal chillen angesagt und Abends gab es dann eine Gesellige Runde im Restaurant mit einer anschließenden Runde Tejo und ein Paar Trinkspielen im Park. Nach den doch etwas einsamen Wochen an der Küste ist das nun endlich mal die Backpackingerfahrung die ich mir gewünscht habe. Neue Leute aus anderen Ländern kennenlernen und gemeinsam tolle Erfahrungen haben, so kann es weitergehen!
Motorradtour zu den heißen Quellen (Tag 4)
Am Abend zuvor kam mir die Idee, dass man sich ja Motorräder (bzw. Roller für die, die keinen Motorradführerschein haben) und zu den heißen Quellen von Santa Rosa de Cabal fahren. Mit dem Bus ist das zwar an einem Tag möglich, man würde hin und zurück aber 6 Stunden im Bus sitzen. Mit dem Motorrad dauert eine Strecke nur 1,5 Stunden.
Da es am Abend zuvor doch einige Bier gab haben wir uns darauf geeinigt nicht all zu früh los zu machen. Also erstmal entspannt ausschlafen, frühstücken und dann ging es los. Da die Miete doch ziemlich teuer war haben wir uns dazu entscheiden zwei Motorräder und zwei Roller für und acht zu nehmen. Ich hatte Krista hinten drauf, sie kommt aus den USA und macht gerade zwei Monate unbezahlten Urlaub, auch mal eine Methode.
Die fahrt war wirklich schön, auch wenn wir uns in Pereira auf die Kolumbianische weise durch den Verkehr schlängeln mussten. Gut das ich damit in Italien schon einiges an Erfahrung sammeln konnte. Leider gibt es davon keine guten Videos, weil ich töffel vergessen hab, das die Kamera noch im Zeitraffer-Modus war.
An den heißen Quellen angekommen haben wir erstmal den Wasserfall bewundert und etwas kleines gegessen. Leider gibt es keine Natürlichen Pools mit heißem Wasser, sondern nur künstliche. Nun gut, entspannen konnte man darin trotzdem sehr gut und in den Wasserfall haben wir uns dann auch nochmal gewagt. Alles in allem ein toller Tagesausflug!
Abends gab es dann noch ein paar mehr Bierchen in einer Bar und für den Nächsten Tag wurde ein chilltag beschlossen, da gibt es also nicht groß was zu erzählen. Das einzig erwähnenswerte ist, dass wir beschlossen haben uns in Pereira für eine Nacht ein Airbnb zu nehmen bevor sich unsere Wege erstmal wieder trennen.
Pereira
Am Montag ging es dann los mit dem Bus nach Pereira. Das Airbnb das ich gebucht hatte hat eine Dachterasse mit Whirlpool und Grill. Also nach dem ankommen erstmal was zu Mittag essen und danach einkaufen gehen.
Danach ging es dann zum Padel spielen, leider waren aber alle Plätze belegt also haben wir eine Runde Beachvolleyball gespielt, auch gut!
Abends dann Grillen, quatschen, Wein trinken und im Whirlpool chillen. Alles in allem muss ich sagen, dass die letzten Tage mit Abstand die schönsten bislang waren und ich freue mich schon Rembert auf Galapagos wiederzutreffen.
Gerade sitze ich im Bus nach Bogota, wo ich die nächsten paar Tage verbringen werden, danach geht es dann nach San Gil, danach wieder nach Bogota und dann endlich nach Galapagos. Das wird zwar ein wirklich teurer spaß mit den Flügen und den Tauchgängen, aber die Vorfreude ist mittleweil schon nicht mehr messbar.
Ich melde mich wieder aus San Gil. Bis dann!








































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