Tag 48 bis 52 – Bogotá

Wäsche machen und Bike Tour (Tag 1)

Am ersten Tag habe ich zunächst einmal ausgeschlafen und dann meine Wäsche in einem Waschsalon gemacht. Ich hatte zunächst Angst, die guten Merino Sachen in den Trockner zu packen, aber auf niedriger Stufe geht das schon klar.

Ab zwei Uhr war dann eine Biketour durch die Stadt angesagt. Die hatte ich von Rembert empfohlen bekommen. Die ganze Stadt bekommt man nicht zu sehen, denn die ist ziemlich groß immerhin leben in der Metropolregion gut 11 Millionen Menschen, das entspricht mehr als einem Fünftel der Bevölkerung! Man bekommt aber einen ziemlich guten Eindruck und auf dem Fahrrad ist das auch ein ganz anderes Erlebnis!

  • Altes Kloster das heute Apartments beherbergt. Unter anderem das von unserem Guide

Zwischendurch waren wir dann noch einem Markt und haben Früchte probiert, kenne ich ja schon aus Cartagena. Ich muss aber sagen der Markt hier war deutlich weniger Chaotisch! In einem Kaffee das seinen eigenen Kaffee röstet waren wir auch noch. Alles in allem einen schöne Tour mit einem wirklich netten Guide!

Motorradtour (Tag 2)

Ich hatte mich entschieden mit einem Lokalen Anbieter eine Tagestour auf einem Motorrad zu machen. Ist zwar relativ teuer, aber man hat ja Lust drauf, leider ist die am Ende noch etwas teurer geworden, aber dazu später mehr.

Es ging erstmal alles ganz entspannt los. Die hatten sogar einigermaßen gute Schutzausrüstung am Start, aber keine Hosen. Nun gut, ist dann halt wohl so, dachte ich mir. Los ging es mit einer wirklich schönen kurvigen Strecke raus aus Bogotá in die Berge, alles trocken, wenig Verkehr, macht direkt Spaß! Dort ging es dann erstmal zu einem Aussichtspunkt über Bogotá.

  • Was für ein Ausblick!

Wir hatten auch Kommunikationssysteme am Helm, konnten also Miteinader quatschen. Weiter oben in den Bergen hat es dann angefangen zu regnen und wir sind richtig in die Wolken hereingefahren, das ist mir dann leider zum Verhängnis geworden. Das Bike, das ich hatte, hatte eine ziemlich schnell greifende Bremse, was ich von meiner Maschine so nicht gewohnt bin.

Der Guide musste vor einem Speedbump ziemlich stark bremsen, ich hatte kurz nicht voll aufgepasst, hab mich leicht erschreckt und ein wenig zu stark in die Bremse gegriffen. Auf der nassen Straße hat sofort das Vorderrad blockiert und schon lag ich auf der Nase.

Knie tut weg, Hüfte auch und der Daumen hat auch was abbekommen. Alles aber nicht so schlimm denke ich mir erstmal im Adrenalinrausch. Leider hat es die Gabel von dem Bike ziemlich verbogen, gut bis zum Restaurant wo wir hin wollten wird es wohl gehen sind sowohl der Guide als auch ich einer Meinung.

Dort angekommen merke ich richtig wie das Adrenalin nachlässt. Mir wurde schlecht und ich hatte kalten Schweiß auf der Stirn, so krass habe ich das noch nie erlebt. Nachdem ich mich kurz ausgeruht hatte, bin ich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich die Tour weiterfahren will. Der Chef des Verleihs, ein ganz netter Ami, hat dann also ein neues Bike vorbeigebracht und das andere mitgenommen.

Und das war auch gut so, zum einen um die Angst direkt zu bekämpfen und zum anderen war der Rest der Tour wirklich wunderschön! Zu viele Bilder habe ich leider nicht, da ich keine Halterung für die Insta dabei habe und somit nur Bilder machen konnte, wenn wir Pause gemacht haben.

Die zweite Hälfte war dann Offroad, dass hat auch richtig Spaß gemacht. Im dunkeln war es dann aber irgendwann schwierig die Löcher zu Spotten. Am ende war ich wirklich froh weitergemacht zu haben!

  • Halt an einer „Lagune“ dem Guide zu Folge. Ich würde das ja eher als See bezeichnen, aber gut

Wieder zurück beim Verleih kam dann aber die Böse Überraschung. Die Reperatur kostet umgerechnet 400€, na Klasse! Was willste machen, wenn man kacke baut muss man auch dafür geradestehen! Immerhin hatte Brandon, der Chef, Bier geholt und auch angeboten mich am nächsten Tag ins Krankenhaus zu fahren, um mich einmal durchchecken zu lassen. Und ein Wehmutstropfen ist, dass ich damit bislang den zweit höchsten Schaden verursacht habe bei denen. Muss man sich nicht auf die Fahne schreiben, kann ich jetzt aber! 😀

Krankenhaus und ein bisschen shopping (Tag 3)

Am nächsten hat hab ich dann erstmal ausgeschalfen und bin danach mit Brandon ins Krankenhaus gefahren. Wohl eines der besten im Land, hier geht er auch hin, wenn er sich ablegt. Das ganze hat so ziemlich den ganzen Tag in Anspruch genommen.

Ende der Geschichte ist, der Daumen ist im Vorderen Gelenk leicht angebrochen und ich muss für mindestens 10 Tage eine Schiene tragen, der rest ist zum glück einfach nur leicht geprellt. In einer Woche habe ich dann nochmal einen Termin zur Nachkontrolle. Ich hoffe mal das dem Tauchen auf Galapagos damit nichts im Wege steht und werde die nächsten Tage auf jeden Fall ruhig angehen.

Danach war ich dann noch in einem Einkaufszentrum, habe mir ein zweites Mikrofaserhandtuch gekauft (eins reicht einfach nicht, ich hätte das zweite nicht zuhause lassen sollen), ein bisschen Garn das etwa die Farbe meiner Hose hat und habe etwas gegessen.

Danach ging es dann zurück ins Hostel, erstmal ein wenig chillen und dann habe ich mich daran gemacht die Hose wieder zusammen zu nähen. Ganz wie vorher wird die nicht aussehen, aber ich glaube das ich es einigermaßen hinbekommen werde. Deshalb hatte ich auch erstmal davon abgesehen mir direkt eine neue zu kaufen. Vielleicht gibt es aber irgendwo einfach eine Jeans extra, dann habe ich auch mal was anzuziehen, was keine Outdoorklamotten sind.

Goldmuseum und eine abgebrochene Tour (Tag 4)

Heute bin ich mit Mario, einem deutschen der gestern in meinen Dorm eingezogen ist, ins Goldmusuem. So richtig viel gibt es da nicht zu sagen. Ist in etwa das gleiche wie in Cartagena nur größer und mit viel mehr Ausstellungsstücken, die teilweise aber auch deutlich größer sind.

  • Ich werde ich sicherlich zu jedem was schreiben! 😀

Danach wollten wir dann eigentlich noch eine Free Walking Tour machen, aber da es ziemlich stark geregnet hat und ich ein bisschen verschnupft bin habe ich mich dazu entschieden den rest des Tages in der Hostel Lobby zu chillen. Dort sitze ich auch gerade und schreibe diesen Beitrag.

Heute abend um 22:30 geht es dann mit dem Nachtbus nach San Gil, dort komme ich Morgen um 05:30 an. Das Hostel dort habe ich schon Kontaktiert, die haben eine 24/7 Rezeption und ich kann entweder schon ins Zimmer oder in einer von deren Hängematten chillen. Was dann am Ende an Aktivitäten in San Gil drin ist werde ich sehen, aber Paragliding sollte denke ich gehen mit dem Daumen – Vamos a ver!

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