Tag 53 bis 57 – San Gil

Der erste Nachtbus und der Tag (1) danach

Da ich etwas knapp an Zeit war, habe ich mich dazu entschieden, mit einem Nachtbus nach San Gil zu fahren. So spart man sich einen Reisetag und ja zusätzlich auch die Kosten für ein Hostel für diese Nacht. „Man wird ja sicherlich zumindest ein bisschen schlafen können, wenn man den Tag vorher aktiv war“, dachte ich mir beim Buchen.

Dem war leider nicht so. Diesmal hatte ich nicht das Glück den Platz neben mir freizuhaben und außerdem hat der Typ vor mir direkt die Lehne zurück gemacht und somit lagen meine Knie am Vordersitz an. Manchmal hasse ich es einfach so groß zu sein!

Das nenne ich Beinfreiheit!

Nun ja, das gute war immerhin, dass ich direkt mein Bett im Macondo Hostel beziehen konnte als ich angekommen bin. Also den Tag erstmal mit 2,5h Stunden gutem Schlaf starten! Danach bin ich mit Krista, die ich in Salento kennengelernt habe, Mittag essen gegangen. Sie hat sich danach ausruhen wollen, während ich die Stadt erkundet habe.

Leider ist mir ein Regenschauer dazwischen gekommen, weshalb ich etwas eine Stunde in einem Kiosk fest saß. Danach gings dann erstmal wieder ins Hostel, aber Nachmittags hat es mich dann doch noch einmal gepackt und ich bin raus zu einem Aussichtspunkt. Danach habe mich mit Krista zum Abendessen getroffen und das war dann auch ein guter Abschluss für den Tag.

  • Immerhin hat sich der Aufstieg gelohnt!

Hoch in die Lüfte! (Tag 2)

Da ich mir ja den Daumen leicht angebrochen habe, konnte ich leider die meisten Outdooraktivitäten hier nicht wahrnehmen. Nur zu gern wäre ich zum Caving oder Rafting, aber das Tauchen auf Galapagos ist mir wichtiger, also habe ich das alles sausen lassen.

Paragliding, dachte ich mir, wird ja aber wohl gehen und so war es auch! Zunächst sind wir mit dem Bus von Hostel abgeholt worden, danach ging es zum Office und dann zum Startplatz. Das hat etwas gedauert, denn der Minibus hatte nicht mehr ganz so viel Puste. Ich würde mal die Behauptung aufstellen, dass ich einen Großteil dem Bergaufpassen schneller hätte laufen können, aber gut wir sind ja schließlich angekommen! 😀

Leider mussten wir dann relativ lange warten, da der Himmel bedeckt waren und die Jungs Thermik brauchen, damit sie wieder zum Startplatz, der auf einem Bergrücken liegt, zurückkommen können. Sollte das nicht möglich sein, muss man im Tal landen und von dort aus dauert der Rückweg dann entsprechend länger.

Irgendwann ging es dann aber los, zuerst die leichten und am Ende ich Fettsack, haha! War wirklich mal ein Erlebnis, irgendwann werde ich den Schein auch selber nochmal machen, auch wenn mein Magen danach etwas Flau war. Naja ich denke mal, wenn man selber fliegt und die Kontrolle hat ist das nochmal etwas anderes.

Danach war dann erstmal etwas chillen angesagt. Später bin ich dann noch Lebensmittel einkaufen gegangen, da ich etwas sparen und nicht ständig in Restaurants essen will. Ich tracke im Moment meine Ausgaben und da ich nicht an Aktivitäten sparen möchte, wird das eben beim Essen getan. Das wars dann auch schon wieder mit dem Tag, erstaunlich wie schnell das immer geht!

Die kleine Wanderung (Tag 3)

Ich hatte mich entschieden die Wanderung von Baricharra nach Guane zu machen. Eine Wanderung kann man das zwar nicht wirklich nennen, eher einen kleinen Spaziergang, aber gut. Es sind nur 5km, die sollen aber sehr schön sein. Also erstmal entspannt aufstehen, Frühstücken und dann langsam auf den Weg machen.

Nach Baricharra kommt man mit dem Bus und diese beiden Städte sind alte Kolonialstädte, also überall schöne alte Gebäude und es sieht aus wie in einem klassischen Pueblo vor 200 Jahren.

Für die Wanderung habe ich mir schön Zeit gelassen und diese trotzdem in gut 2,5h gemacht, sind ja auch nur 5km und dann alles Bergab. Nun gut, die Aussichten auf dem Weg waren schön und die beiden Städte auch.

  • Also Charm haben die Orte ja

Nachdem ich dann in Guane eine Menu del día gegessen habe ging es mit dem Bus zunächst nach Baricharra und danach wieder nach San Gil. Dort war ich dann wieder gegen 16 Uhr. Also chillen, danach was zu essen machen und Abends dann eine Runde Tejo mit Leuten aus dem Hostel spielen. Das wird von dem Besitzer als Aktivität angeboten. Diese Lokalität ist aber etwas professioneller als die anderen und die Distanzen sind wesentlich größer! Kaum zu glauben, dass die Lokals hier aus geschätzt 15m mit einem gut halben Kilo schweren Tejo ständig 9er werfen! Wahnsinn!

Danach hieß es dann schnell in die Haija, denn morgen muss ich früh raus, um die große Wanderung anzutreten!

Die große Wanderung! (Tag 4)

Mein Wecker ging um 05:20, denn um die Wanderung von Villanueva nach Jordán als Tagestour zu machen muss man früh raus. Nicht weil die so unglaublich lang ist, sondern weil der letzte Bus, der eigentlich ein Pickup ist, schon um 1 Uhr Mittags aus Jordán fährt. Sollte man den verpassen muss man einen Bewohner davon überzeugen einen zur Hauptstraße zu fahren, was wohl um die 50k Pesos kosten soll. Die Wanderung ist ca. 15km lang mit 300m Aufstieg und gut 1300m Abstieg.

Mein Ziel war es also den ersten Bus um 6 Uhr Morgens von San Gil nach Villanueva zu erwischen und das habe ich auch geschafft. In Villlanueva erstmal einen Kaffee ziehen, die Chance nutzen überschüssiges Gewicht zu verlieren und los gehts! Um 7 Uhr früh war ich also auf dem Weg Richtung Canyon.

Die ersten 5km des Tracks waren eher unspektakulär, eine Schotterstraße auf der es aber ab und zu schöne Ausblicke gab. Danach ging es aber in die Canyon und meine Güte bei dem Anblick bleibt einem wirklich manchmal die Luft weg! Aber seht selbst!

  • Ein gutes hat das Frühe aufstehen ja, man sieht den Sonnenaufgang!

Der Tipp von Shaun, dem Hostelbestitzer, 3L Wasser mitzunehmen war auf jeden Fall richtig und wichtig. Im Caynon staut sich die Luft und je tiefer man Abstieg, desto heißer wurde es. Zwar immer noch weit entfernt von den 45°C, die hier maximal erreicht werden können, aber schweißtreibend war es allemal! Weil ich früh dran war, konnte ich aber immer wieder Pausen machen und die atemberaubenden Ausblicke genießen.

In Jordán angekommen erstmal eine kalte Cola ziehen und eine Runde chillen. Mit dem Pickup ging es den ganzen Weg dann wieder hoch, es hat gut eine Stunde gedauert bis ich in Aratoca angekommen war. Dort dann erstmal ein Menu del día und danach mit dem Bus ab nach San Gil.

Im Hostel angekommen erstmal unter die Dusche – Herrlich! Den Rest des Tages wurde eigentlich nur noch gechillt und früh ins Bett gegangen, die 10h Schlafe die Nacht hatte ich mir auch redlich verdient!

Chillen und Park (Tag 5)

Heute war nicht so richtig viel los. Erstmal ausschlafen, entspannt Frühstücken und danach ein bisschen Nähen. Diese Merionsachen sind super geil, aber auch super empfindlich. Bleibt man irgendwo hängen, ist sofort ein Loch drin. Ich habe mir heute also mal ein bisschen Zeit genommen, um die zuzunähen.

Danach gings dann zum Mittagessen und danach wollte ich eigentlich in den Park. Leider hat es dann aber ziemlich angefangen zu regnen, also im Kiosk chillen und eine Runde mit Melvin telefonieren, so hat man die Zeit auch gut rumgebracht.

Danach ging es dann aber in den Park und naja was soll ich sagen ich war unterweltigt. Für 18K Pesos hätte ich mehr erwartet, aber gut hässlich war es auch nicht.

Danach dann noch kurz Einkaufen und diesen Beitrag schreiben. Heute Abend geht es mit dem Nachtbus (Juhu!) wieder zurück nach Bogotá. Dort habe ich Morgen früh nochmal einen Termin im Krankenhaus zur Nachkontrolle. Ich hoffe mal, ich komme da auch rechtzeitig an. Der Bus soll um 6 Uhr abkommen und ich muss um 8 da sein, klingt einfach, hier weiß man aber nie, ob das klappt!

Ich habe dann noch zwei Nächte in Bogotá und dann geht es nach Galapagos, die Vorfreude steigt immer weiter! Ich denke, ich werde mich erst von dort wieder melden, mit hoffentlich krassen Unterwasservideos von Hammerhaien und Walhaien! Bis dahin!

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